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Dr. Verena Kuni  M. A.
Kunst- und Medienwissenschaftlerin / art & media theorist
verena@kuni.org
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Masche oder mehr?
Netzwerke(n) als schöne Kunst betrachtet: Überlegungen zur Ökonomie eines Transfers

Vortrag im Rahmen des ncc-Kongress, Sektion: transfer.net im Rahmen des Steirischen Herbstes
Graz, 26. Oktober 2001

Die Kompatibilität von Betriebssystemen und Anwendungen hat viel mit Ökonomie zu tun. Während insbesondere unter Netzbedingungen die mangelnde Kompatibilität von Systemen im Hinblick auf die individuelle wie auch die kollektive Arbeitsökonomie negative Folgen zeitigt, sind es nicht zuletzt die wirtschaftlichen Interessen konkurrierender Konzerne, die immer wieder zu einem Nebeneinander miteinander inkompatibler Systeme führen - wobei den auf diese Weise erwirtschafteten ökonomischen Erfolg nicht nur NetznutzerInnen, sondern auch NetzwerkerInnen teuer bezahlen müssen. Doch was steckt dahinter, wenn unter Netzbedingungen Systeme miteinander kompatibel gemacht werden, die zuvor (zumindest scheinbar) nur schwer aneinander anzuschliessen waren bzw. deren Schnittstellen bis dato eher sorgsam verschleiert oder unter negativen Vorzeichen verhandelt wurden - wie beispielsweise die Systeme der "Kunst" und der "Ökonomie"? In meinem Vortrag möchte ich, ausgehend von den aktuell allenthalben angestrengten Transfers des Netzgedankens in die Sphäre der Kunst einerseits und andererseits in die Sphäre der Ökonomie, nach den Konsequenzen fragen, die sich aus solchen Übertragungen ergeben. Wie ist es um die Ökonomie der Kunst und der Kulturproduktion in einem Netz bestellt, das seinerseits zunehmend den Transfer von einem Handlungsraum zu einem Handels- bzw. Gewerbegebiet erlebt?

 


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