"Space Is The Place"? Verortungen von Identität und Geschlecht im Radius webbasierter Kunst
Vortrag am Kunsthistorischen Institut der Universität Leipzig, 23. 11. 2005
Der Cyberspace - unendliche Weiten? Anders, als es manche moderne Mythenbildungen glauben machen wollen, kann von einer "großen Freiheit" des Netzes oder von "unbekannten Dimensionen", die es zu erkunden gilt, eigentlich kaum die Rede sein.
Gleichwohl erweist sich die (Welt-)Raummetapher als sprechend: Sowohl im Hinblick auf Machtgefüge, Identitäts- und Geschlechterpolitiken, die sich im World Wide Web (ab-)bilden, perpetuieren und neu konstituieren, als auch im Hinblick auf Utopien und Realitäten des Repräsentations- und Handlungsraums, den es vorstellt.
Im Zentrum meines Vortrags wird die Frage nach alten und neuen Verortungen von Identität und Geschlecht stehen, die in diesem und über diesen Repräsentations- und Handlungsraum vorgenommen werden.
Nachgehen möchte ich ihr am Beispiel ausgewählter webbasierter Projekte von Künstlerinnen und Künstlern, die diesen Komplex thematisieren und zu diesem Spannungsfeld Stellung beziehen.
© verena kuni 2005