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Dr. Verena Kuni  M. A.
Kunst- und Medienwissenschaftlerin / art & media theorist
verena@kuni.org
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Transformers
Morphings und Metamorphosen zwischen Kunst und Popkultur

Vortrag im Rahmen der Ausstellung "vom bild // zum bild.metamorphose"
Museum der Moderne, Salzburg, 25. 01. 2006



In der klassischen Mythologie beschreiben "Metamorphosen" Verwandlungen von Gestalt und Geschlecht: Menschen werden zu Pflanzen, Tieren oder Gestirnen, Steine erwachen zum Leben, aus der Vereinigung von Frau und Mann geht der Hermaphrodit hervor. Insbesondere die prominenteste Metamorphosen-Erzählung der Kulturgeschichte - die gleichnamige Dichtung des P. Ovidius Naso - lässt keinen Zweifel darüber, dass die äussere Verwandlung lediglich ein Spiegel des Inneren ist, Gestalt(-) und Wesen(swandel) einander bedingen.

Wenn eben dies den Deutungsradius der Metamorphose über Jahrhunderte hinweg bis in die Moderne hinein entscheidend geprägt hat, wäre zu fragen, inwieweit der Metamorphose-Begriff gegenwärtige Ästhetiken zu fassen geeignet ist.
Wäre möglicherweise, in Anlehnung an das entsprechende digitale Bildbearbeitungs- bzw. -generationsverfahren treffender von "Morphing" zu sprechen? Oder bietet auch die zeitgenössische Kunst Anhaltspunkte dafür, ihre bildnerischen Verfahren der Transformation unter den Vorzeichen einer Ästhetik der Meta-Morphose zu lesen?

Um diesen Fragen nachzugehen, wird der Vortrag auf "Transformers" zwischen Kunst und Popkultur fokussieren: Interessieren sollen dabei Übertragungsprozesse, Verwandlungen und Anverwandlungen von Gegenständen und Ästhetiken aus der Alltagskultur - Mode, Spielfilm, Musikvideo, Computer-Games, aber auch aus den Bio- und Technikwissenschaften - aus denen die zeitgenössische Kunst einschlägige Inspirationen bezieht.

 


© verena kuni 2005-2006