H - ... sucht einen Dichter
Eine Ausstellung mit Arbeiten von Studierenden des Fb. 24
der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Projektbetreuung: Verena Kuni M.A.
verena@kuni.org


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Ausstellungen / exhibitions

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Die Ausstellung H - ... sucht einen Dichter, die vom 21. 01. Bis 04. 02. 1998 in der Galerie Walpodenstrasse 21, Mainz, zu sehen war, ist aus einem Projektseminars im Fachgebiet Kunsttheorie hervorgegangen, das vom Sommersemester 1997 bis zum Wintersemster 1997/98 unter dem Arbeitstitel "Deutschland, ein Wintermärchen" als Teil einer interdisziplinären Veranstaltungsreihe der Johannes Gutenberg-Universität und des Institut Français de Mayence zum Heinejahr stattgefunden hat. Zur Ausstellung ist ein begleitendes Faltblatt mit Projekttexten der teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler erschienen.

Die an Ausstellung und Publikation beteiligten KünstlerInnen waren: Katja Kaleja, Ulrich Kallasch, Edith Maria Krötz, Anette Laforsch, Silvia Lindner, Ramune Pigagaite und Michael Witte.

Zu den Projekttexten


H - ... sucht einen Dichter
Texte aus dem Faltblatt der Ausstellung

Verena Kuni: Heinrich Heine. Gesucht wird: ein deutscher Dichter (Einleitung)

Katja Kaleja: Eine Rheinreise (Projekttext)

Silvia Lindner: Deutsche Geschichte - Deutsche Gegenwart (Projekttext)

Ulrich Kallasch: Triptychon (Projekttext)

Anette Laforsch: Ich trug - Ich trage (Projekttext)

Edith Maria Krötz: Erscheinungsformen (Projekttext)

Ramune Pigagaite: Heines Frauen. Die toten Marien und Engel (Projekttext)

Michael Witte: Das Haus des Dichters (Projekttext)


Heinrich Heine. Gesucht wird: ein deutscher Dichter

Wie man Heinrich Heine in seinen Briefen aus Berlin den geschlagenen Tag über vom 'Jungfernkranz' verfolgt sieht, so werde auch ich von morgens früh bis spät in die Nacht verfolgt durch das Lied:
"Ich weiß nicht, was soll es bedeuten,/ Daß ich so traurig bin;/ Ein Märchen aus uralten Zeiten,/ Das kommt mir nicht aus dem Sinn." usw.
Bin ich noch so guter Laune des Morgens aufgestanden, so wird doch gleich alle meine Heiterkeit fortgeärgert, wenn schon früh die Schuljugend, die 'Loreley' zwitschernd, an meinem Fenster vorbeizieht. Es es dauert keine Stunde, und die Tochter meiner Wirtin steht auf mit ihrer ;Loreley'. Ich höre meinen Barbier die 'Loreley' die Treppe heraufsingen. Die kleine Wäscherin kommt mit 'Ich weiß nicht, was soll es bedeuten'. So gehts fort. Mir dröhnt der Kopf...

(frei nach Heinrich Heine: Briefe aus Berlin)

Ausgangspunkt unserer Arbeit war der 200. Geburtstag Heinrich Heines, der 1997 in vielen deutschen Städten zum Anlass umfangreicher Festivitäten - Ausstellungen und Konzerten, Lesungen und Theater, Filmaufführungen und Fernsehbeiträgen, Reden und Banketten - zu Ehren des Dichters genommen wurde. Einmütig ehrte Deutschland damit einen seiner "Geisteshelden", der in diesem seinem Heimatland doch noch bis weit in unser Jahrhundert hinein als frankophiler Störenfried und skandalöser "Nestbeschmutzer" verfemt und verfolgt wurde. Ist schon ein toller Hecht dieser Heinrich Heine. Selbst die Zahl der Hotelübernachtungen hat er 1997 in Düsseldorf in die Höhe schnellen lassen, spöttelte die Frankfurter Allgemeine Zeitung in ihrer Bilanz zum Heine-Jahr. In der Tat: Heine ist salonfähig geworden, seinen Platz im Pantheon der deutschen Literatur wird ihm niemand mehr streitig machen. Düsseldorf widmete seinem Sohn - den es noch 1982 für unwürdig hielt, der örtlichen Universität ihren Namen zu geben - einen Staatsakt, in dessen Rahmen der Bundespräsident Roman Herzog nicht müde wurde, Heine als sperrigen Individualisten und unbequemen Denker ausdrücklich zu würdigen.

Aber was bedeutet uns Heinrich Heine jenseits der Feierstunden? Welche seiner Gedanken können uns heute noch Anstösse geben? Welche Momente seiner ästhetischen und politischen Reflexionen besitzen für uns ungebrochene Aktualität?

Bei unserer Auseinandersetzung mit dem Schriftsteller, Kritiker und Journalisten Heine, mit seinen literarischen Bildern und seinem Blick auf die Welt, sollten daher weniger philologische oder historische Perspektiven im Vordergrund stehen, als eine Fruchtbarmachung Heinrich Heines und seiner Themen für die eigene Gegenwart: Rheinromantik zwischen Mythos und Historie, Deutschtümelei und Kitsch; Reisebilder; Heimat und Heimatlosigkeit; jüdisch-deutsche Identität. Mit dem Entschluss, die Veranstaltungsreihe der Johannes Gutenberg-Universität und des Institut Français de Mayence zum Heinejahr im Wintersemester 1997/98 mit einer Ausstellung zu begleiten, haben wir zunächst einmal auch für uns selbst die Herausforderung angenommen, uns auf die Suche nach "unserem Heine" zu begeben.

Verena Kuni


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Eine Rheinreise

Nein, ich bin nicht geboren in Indien; das Licht der Welt erblickte ich an den Ufern jenes schönen Stromes, wo auf grünen Bergen die Torheit wächst und im Herbste gepflückt, gekeltert, in Fässer gegossen und ins Ausland geschickt wird - ...
(Heinrich Heine, Ideen. Das Buch Le Grand. 1926)

Der Rhein... längster Fluß Deutschlands... Grenze zwischen Schweiz und Liechtenstein, Schweiz und Österreich, Deutschland und Frankreich... Handelsweg seit vorrömischer Zeit... Hauptachse europäischer Wasserstraßen ...

Sei mir gegrüßt, mein Vater Rhein,
Wie ist es dir ergangen?
Ich habe oft an dich gedacht
Mit Sehnsucht und Verlangen.

(Deutschland. Ein Wintermärchen. Caput V)

Zudem ist der Rhein Objekt vieler Märchen, Mythen und Legenden, die besonders am sogenannten Mittelrhein spielen. Hier, wo der Strom in einem Engtal das Rheinische Schiefergebirge mit seinen gefährlichen Felsriffen und -inseln durchbricht, erreichen die Talhänge 300m Höhe und engen an der Lorelei den Rhein sogar auf 115m ein.

An diesem gewaltigen Teilstück des Stromes werden Figuren wie die Lorelei oder auch Gockel, Hinkel und Gackeleia lebendig und machen den Fluß zu einem geheimnisvollen sagenumwobenen Ort. Diese eindrucksvolle Landschaft eignet sich auch als Kulisse für einen Ort, an dem das 'Deutschtum' betont und gepflegt wird - das Niederwalddenkmal thront über Rüdesheim, tausende Touristen pilgern zu dieser Personifikation Germaniens, Walküre und volkstümliche Symbolfigur zugleich. Diese stimmungsvolle Umgebung läßt so manchem die Brust anschwellen und zügellos ausrufen: Oh, wie schön ist Deutschland! Doch merkt er gar nicht, wie gut gelenkt und manipuliert dieses "Rhein-romantische" Gefühl wird: Auf den Postkarten strahlen uns leuchtende Burgen, trotzende Denkmäler, immer-blauer Himmel, ewig-grüne Weinberge und idyllisch anmutende Gassen entgegen. Und der gewaltige Rhein, der sich mit seiner Kraft den Weg tief durch das Schiefergebirge bahnt ...

O, da ist ein schönes Land, voll Lieblichkeit und Sonnenschein. Im blauen Strome spiegeln sich die Bergesufer mit ihren Burgruinen und Waldungen und altertümlichen Städten - Dort vor der Haustür sitzen die Bürgersleute des Sommerabends, und trinken aus großen Kannen, und schwatzen vertraulich ... .
(Ideen. Das Buch Le Grand. 1926)

Ausgehend von Postkartenmotiven, die in den Souvenirläden der Ortschaften entlang des Rheins erworben wurden, entstehen Malereien, die in der Serie eine persönliche, sehr subjektive Rheinreise verkörpern. In den Bildern arbeite ich mit und gegen die beschaulichen Motive, zerstöre oder betone sie, kämpfe und spiele mit einem romantischen Bild vom Rhein, wie es mir auf den vielen Ausflügen und Schifffahrten vermittelt wurde.

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten,
Daß ich so traurig bin;
Ein Märchen aus alten Zeiten,
Das kommt mir nicht aus dem Sinn.

Katja Kaleja


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Deutsche Geschichte - Deutsche Gegenwart

Denke ich an Heine, denke ich an sein zwiespältiges Verhältnis zum Deutschland der Restaurationsepoche. Die Verbindung von Schwermut und Ironie.
Im Entstehen ist ein aktuelles Deutschlandbild. Ein Wald von individuellen Eindrücken, durch die sich der Einzelne bewegt.

An "Deutschland. Ein Wintermärchen" interessiert mich vor allem der Wechsel zwischen der satirisch-bissigen Kritik an dem Land einerseits und der Melancholie, den persönlichen Verknüpfungen mit Land und Leuten andererseits. Angeregt durch dieses Deutschlandbild, das so viel Intimes aus Heines Leben mitteilt, suchte ich nach anderen, aktuellen, ganz privaten und persönlichen Bildern von Deutschland.

Ich begann auf der sogenannten schönsten und typischsten Bahnstrecke Deutschlands. Dort verteilte ich Postkarten an Reisende mit der Bitte, mir ihre Gedanken zu und an Deutschland zuzusenden.

Silvia Lindner


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Triptychon

Drei Bilder - der Künstler in verschiedenen Rollen: In einem Sträflingsanzug, uniformiert in extremer Untersicht, mit obskuren Kleidern und Gegenständen als "Deutscher Michel". Alles zusammen: Triptychon. Der Betrachter soll desorientiert und durch Zweideutigkeiten irritiert werden. Die Bilder werden nicht durch einen direkten Inhaltszusammenhang verbunden, kein klares antifaschistisches Bild. "Ich provoziere mit meinen Arbeiten diejenigen, die mit einer Tabuisierung der gewaltliebenden Seite in sich vorlieb nehmen und lehne jedes politisch verordnete Bilderverbot ab."

Ulrich Kallasch


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Ich trug - Ich trage

Im September 1997 machte ich eine fast vierwöchige Reise mit dem Zug durch ganz Deutschland, von Sylt bis zum Bayrischen Wald. Auf meiner Reise besuchte ich sechs Menschen, die teilweise tagtäglich noch in der Tracht ihrer Heimatregion oder ihres Heimatdorfes leben. Diese Menschen, die ich im Vorfeld meiner Reise durch Trachtengruppen ausfindig gemacht hatte, stehen in einer sehr engen persönlichen Bindung zu ihrer Tracht. Durch das Tragen der verschiedenen Trachten wie Trauertracht, Hochzeitstracht, Sonntagstracht oder Alltagstracht bringen sie bestimmte Gefühle zum Ausdruck und zeigen, daß sie sich ganz tief mit ihrer Heimat identifizieren, daß sie ihre Heimat und die dazugehörigen Menschen nie verlassen könnten. Sehr persönliche, schöne sowie traurige Erinnerungen verbinden sich mit den Kleidungsstücken. Eine Frau aus Friesland erzählte mir, daß sie ihre Hochzeitstracht jedes Jahr zum Hochzeitstag aus einer Schachtel holt, aus Erinnerung an den schönen Tag, obwohl ihr Mann schon lange verstorben sei.

Erst durch die Beschäftigung mit Tracht ist mir bewußt geworden, welche Trachtenvielfalt es in Deutschland gibt, daß es immer noch Menschen gibt, die sich gar nicht vorstellen können, andere Kleidung als Tracht zu tragen und sich durch das Tragen der Tracht ganz fest mit ihrer Heimat verbunden fühlen. Bei unseren Begegnungen haben mir diese Menschen von den vielen Erinnerungen, persönlichen Geschichten und Gefühlen erzählt, die sie mit ihrer Tracht verbinden. Diese Begegnungen waren für mich spannend und schön zugleich, da wir uns einander völlig fremd waren, sie mich aber so freundlich aufgenommen haben, daß wir uns teilweise ganze Nachmittage lang unterhalten haben und ich so viele tiefe Eindrücke mitnehmen konnte. Die Geschichten und Erinnerungen der Trachtenträger habe ich teilweise auf Tonband aufgenommen. Die Tonbandaufnahmen werden zu einzelnen Stücken der Tracht, die mir die Träger für den Zeitraum der Ausstellung zur Verfügung stellen, installiert, um dem Betrachter die persönlichen Bezüge der Menschen, die diese Kleidungsstücke schon seit Jahrzehnten tragen, begreifbar zu machen.

Anette Laforsch


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Erscheinungsformen

Jeder kann lesen, jeder kann schreiben; Schrift und Buchstaben werden in einer bestimmten, üblichen Weise gelesen und erkannt.
Im Zusammenspiel von eigentlicher Form und "Gegenform" entsteht ein Bild, das durch die Beziehung dieser Flächen zueinander lebt und eine bestimmte Bedeutung hat.

Die Fläche braucht die "Unfläche" im Erkennen von Schrift, ein Buchstabe ist auch über die eingeschlossene Binnenform ("Gegenform") - die durch die eigentliche Form entsteht - erkennbar.

Wenn ich also aus dieser Perspektive das Feld, auf dem ein Buchstabe stattfindet, betrachte, fällt mein Blick auf die Binnenformen; sie verändern die Sichtweise der graphemischen Gestalt, der Buchstabe wird von seinem Umfeld ("Unfläche") her wahrgenommen.

Auch für andere ästhetische/formalästhetische Erscheinungen lässt sich diese Verschiebung des Blickwinkels erproben, ebenso wie für die Alltagsphänomene der Welt überhaupt, in der Gesellschaft, der Politik besipielsweise...

... womit wir bei Heine wären.

Er beleuchtet das Herkömmliche, Triviale von einer anderen Seite, um es zu hinterfragen, bloßzustellen, ihm auf die Schliche zu kommen - und er bespöttelt es: das Preußentum, die Autoritäten, das Frauenbild, die Religion.

Mit 27 Jahren ließ Harry Heine sich zwiespältigen Herzens taufen und nahm den Namen Heinrich an. In der Familie jedoch blieb er weiterhin Harry.

Dieser sein Geburtsname ist für mich darum das Synonym für seine ureigene Wesensart, für sein Gespaltetsein zwischen Juden- und Christentum.

Edith Maria Krötz


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Heines Frauen - Die toten Marien und Engel

In dieser Arbeit beschäftige ich mich mit dem Thema "Heine und die Frauen", mit seiner Suche nach dem idealen Frauenbild und der wiedersprüchlichen Liebe zur Mutter.

Für mich ist Heine eine sehr gespaltete Persönlichkeit, die in der Außenwelt und in sich selbst eine Ausgeglichenheit suchte.
Diese Gespaltenheit kommt auch in Heines Beziehung zur Frau vor. In seinen Gedichten sind die Frauen oftmals wie Marmorstatuen, Nixen, Nymphen. Oft erscheinen sie fast vollkommen und nur einen kleinen Fehler zu haben - nämlich den daß sie schon längst tot sind. Das sind die Frauen seiner Dichtung.
In seinem Leben heiratete der Intellektuelle Heine eine Analphabetin.

In meiner Arbeit kommen auch Bilder vom Wald und von nicht sofort erkennbaren natürlichen Materialien vor, die das Bild der "kopflosen" Frauen unterstützen: Frauen ohne Gesicht, ohne Identität. Eine genaue Erklärung, weshalb diese Bilder die Frauenbilder ergänzen, gibt es nicht - für mich stehen sie aber für eine Vorahnung des Todes, für Krankheit und für das Unbewußte des Menschen.

Eine im Wald stehende, unbekleidete Frau ohne Kopf, die Arme abgetrennt, dient als Zeichen für eine Naturkraft, die zunächst einmal Unendlichkeit und Vitalität bedeutet, gleichzeitig aber allzu sehr an eine Friedhofsstatue erinnert.
Die Gleichsetzung der Frau im Wald mit dem Baum führe ich auf die Anknüpfung an heidnische Motive zurück, wie sie sich in den Gedichten Heines finden.

Sein Leben lang fühlte sich Heine von den Frauen angezogen, gleichzeitig aber auch durch Ihre Körperlichkeit bedroht, er setzte sich für die Rechte der Frauen ein, aber auch nur so lange die Frauen auf der Seite der Benachteiligten waren.

Der todkranke Heine geht in den Louvre, um Abschied von den holden Idolen zu nehmen, bricht vor den Füßen der Venus von Milo zusammen, weint so lange und heftig, daß der Stein der Statue weich werden müßte. Die Göttin aber schaut mitleidig auf ihn herab, so, als wolle sie sagen: "Siehst du denn nicht, daß ich keine Arme habe und also nicht helfen kann".

Für mich ist diese von Heine geschilderte Szene ein Schlüssel zu seiner Persönlichkeit.

Ramune Pigagaite


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Das Haus des Dichters - eine Zeichnung

Häuser des Dichters:
Das erste in Düsseldorf,
Das zweite in Frankfurt,
Das dritte in Hamburg,
Das vierte in Bonn,
Das fünfte in Göttingen,
Das sechste in Berlin,
Das siebte in Göttingen,
Das achte in Lüneburg,
Das neunte in München,
Das zehnte in Hamburg,
Das elfte in Paris,
Das letzte auf dem Montmartre

Und das späte Leben zwischen Buchdeckeln
in Gedankengebäuden,
Die deutschen Zensoren - - - - - - - - - - - - - -
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Michael Witte


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Last Update: 08. 03. 1998