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Dr. Verena Kuni  M. A.
Kunst- und Medienwissenschaftlerin / art & media theorist
verena@kuni.org
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Lehraufträge und Gastdozenturen / guest lectureships and teaching assignments

Sommersemester 2007

Wintersemester 2006/2007

Sommersemester 2006

Wintersemester 2005/2006

Sommersemester 2005

Wintersemester 2004/2005

Wintersemester 2003/2004

Sommersemester 2003

Wintersemester 2002/2003

Sommersemester 2002

Wintersemester 2001/2002

Wintersemester 2000/2001

Sommersemester 2000

Wintersemester 1998/1999


Lehrveranstaltungen an den Universitäten Mainz (1996-2001), Trier (2001-2003), an der HfMDK Frankfurt a.M. (2003-2004) und an der Universität Basel (2004-2006) /
courses at the University of Mainz (1996-2001), the University of Trier (2001-2003), at the HfMDK Frankfurt a.M. (2003-2004) and at the University of Basel (2004-2006)
sowie / as well as
Alle Lehrveranstaltungen (chronologisch) / all courses (chronological list)

siehe / see

Lehre / teaching


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Lehraufträge & Gastdozenturen im Sommersemester 2007

- Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main -

Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main
Institut für Kunstpädagogik

Pimp My Style!
Accessoires und Schmuck in Jugendkulturen. Ego-Designs, Zeichen der Zugehörigkeit

Fachwissenschaftliches Seminar (i. Za. mit Prof. Dr. Birgit Richard)

S; 2 SWS; Di 14:00 - 16:00, ab 24.04.2007

In Jugend- und Subkulturen spielt das "Drum und Dran" eine entscheidende Rolle. Nicht nur über die Kleidung, sondern auch über Schmuck und Accessoires werden Signale der Positionierung gesetzt: Ego-Designs, die zugleich als Zeichen der Zugehörigkeit bzw. der Abgrenzung fungieren können.
Stil zu zeigen bzw. "stylish" zu sein ist nicht allein eine Frage von Mode, sondern auch ein Modus sozialer Kommunikation – und auf beiden Ebenen erweisen sich Details als entscheidend.

Material- und Gebrauchswert sind dabei oft von untergeordneter Bedeutung: Viel wichtiger kann es sein, die richtigen Marken, die coolsten Designer zu kennen und sich beispielsweise angesagte Gadgets in Kleinstauflage leisten zu können. Wo allerdings der Geldbeutel und/oder der Schulterschluss mit der Peer-Group zum Kauf von Kleidung von der Stange verpflichten, ist umso mehr Phantasie im Detail gefragt. T-Shirt Prints, Aufnäher und Badges etwa bieten ein breites Spektrum von Gestaltungsmöglichkeiten – und zwar auch für eigene Designs, mit denen kommerziellen Angeboten dezidiert eine Do-It-Yourself-Kultur entgegen gesetzt wird. Umgekehrt zeigt sich gerade im Bereich Schmuck und Accessoires, dass Strategien der Aneignung, Umwertung und Rekombination von Codes auf beiden Seiten gleichermassen funktionieren.

Das am Institut für Kunstpädagogik angesiedelte Jugendkulturarchiv bietet reiches Material, um dieses Feld am Gegenstand zu untersuchen: Seine Bestände umfassen u. a. T-Shirts, Caps, Gürtel, Taschen, Schmuck und andere Accessoires, die im Rahmen des Seminars beispielhaft aufgearbeitet, aber natürlich auch zum Ausgangspunkt für weiterführende Recherchen und Reflexionen werden sollen. Zum Semesterbeginn wird hierfür u. a. auch ein Weblog zur Verfügung stehen.

Literatur zur Einführung:

Malcolm Barnard: Fashion as Communication. London 2002; Dick Hebdige: Subculture. The meaning of style. London/New York 1981; R. Hitzler/Th. Bucher/A. Niederbacher: Leben in Szenen. Formen jugendlicher Vergemeinschaftung heute, Opladen 1981; David Muggleton: Inside subculture. The postmodern meaning of style. New York 2000; Ted Polhemus: The Customized Body, London 2000; Birgit Richard (Hrsg.): Hüllen des Selbst. Mode als ästhetisch-medialer Komplex. = Kunstforum International, Bd. 141, 2004.


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Lehraufträge & Gastdozenturen im Wintersemester 2006/2007

- Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main - Universität Freiburg -

Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main
Institut für Kunstpädagogik

Das aktive Archiv: Jugendkulturen off- und online
Customize it! (No) Logos, Re-Branding, Prosumer Culture

Fachwissenschaftliches Seminar
S; 2 SWS; Di, 14:00 - 16:00, ab 24.10.2006

Customize it! Dieses Motto wird seit einiger Zeit bevorzugt von Turnschuh-, T Shirt- und Gadget-Herstellern ausgegeben, um ihre Produkte umso einträglicher an Mann und Frau zu bringen. Massenware erhält dadurch das Flair von Individualität und Exklusivität - anders als bei Editionen muss man aber nicht unbedingt teure DesignerInnen engagieren und erhöht zugleich die persönliche Kundenbindung.

Was Firmen erst in den letzten Jahren für sich entdeckt haben, ist in Jugend- und Subkulturen schon lange ein bewährtes Prinzip. Und zudem eines, das über die persönliche Aneignung hinaus auch ein breites Spektrum von Kreativität bis hin zu Kritik an und Subversion von Marken und deren Vermarktungsstrategien eröffnet.

Das am Institut für Kunstpädagogik angesiedelte Jugendkulturarchiv bietet reiches Material, um dieses Spannungsfeld am Gegenstand zu untersuchen: Mode, Accessoires, Gadgets und andere Gegenstände, die nicht zuletzt auch belegen können, wie sich unterschiedlich sich Strategien im Umgang mit Marken, Logos und Labels in verschiedenen Jugendkulturen artikulieren und über die Zeit hinweg entwickeln.

Im Rahmen des Seminars soll es daher einerseits gezielt in seinen Beständen genutzt und aufgearbeitet, andererseits aber auch um digitale Ressourcen erweitert werden.

Das Seminar findet in Form eines "Blendend Learning", d.h. in Präsenz- und online-Modulen statt. Besondere Computerkenntnisse werden jedoch nicht vorausgesetzt.

Literatur zur Einführung:

Heike Jenß: Customize Me! Anmerkungen zur Massenindividualisierung in der Mode. In: Schönheit der Uniformität. Körper, Kleidung, Medien, Hrsg. Gabriele Mentges u. Birgit Richard, Frankfurt am Main 2005, S. 199-219
Naomi Klein: No logo! Der Kampf der Global Players um Marktmacht. Ein Spiel mit vielen Verlierern und wenigen Gewinnern, München 2001
Birgit Richard: Logomanie und Markenhopping. Strategien der Verkürzung und Konservierung des Flüchtigen. In: Haltbar bis... immer schneller, Ausstellungskatalog Kunsthalle Krems, Hrsg. Ulrich Marchsteiner, Köln 1999, S. 60-67
Die Hüllen des Selbst. Mode als ästhetisch-medialer Komplex, Hrsg. Birgit Richard, Kunstforum International, Band 141, Juni-September 1998

Weitere Literatur und Links zu online-Ressourcen folgen im Seminar.


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Universität Freiburg i. Brsg.
Fachübergreifende Lehrveranstaltung

Cyborg-Entomologie
Insektenkunde zwischen Science und Fiction

Blocklehrveranstaltung (Vorlesung und Workshop)
09. 12. / 10. 12. 2006

Mit Insekten, so sollte man meinen, haben Menschen eher wenig gemein. Hier das viergliedrige Säugetier, dort das sechsgliedrige Kerbtier mit dem chitingepanzerten Leib. Aus Menschenperspektive handelt es sich bei Insekten entweder um Nützlinge oder um Schädlinge - in jedem Fall aber um "die Anderen". Fremde und etwas seltsame Wesen, die faszinieren oder Ekel hervorrufen.

Wohl gerade deshalb sind Insekten jedoch auch seit je ein kulturelle Projektionsfläche, die auf vielfältige Weise bespielt werden kann und je nach den historischen, ethischen, ästhetischen und politischen Interessen, die den Projektionen zu Grunde liegen, auch sehr unterschiedlich gestaltet wird. Auch sind es sowohl einzelne Insektenarten, die bevorzugt solchen Projektionen unterliegen - allen voran jene, mit denen den Menschen ein spezifisches Verhältnis verbindet - als auch spezifische Charakteristika, Eigenschaften und Verhaltensweisen, die besonders zu interessieren scheinen, wobei das einzelne Insekt ebenso wie ein ganzes Insektenvolk ins Visier geraten kann.

Gerade in jüngerer Zeit ist nun zu beobachten, dass der Entomologie - also der Insektenkunde - sowie Insekten allgemein, und zwar allen voran den staatenbildenden Insekten wie Bienen und Ameisen, auch seitens der populären Medien ein verstärktes Interesse entgegen gebracht wird. Im Hintergrund stehen dabei Entwicklungen im Bereich der Informations- und Biotechnologien, deren Konsequenzen Donna Haraway bereits Mitte der achtziger Jahre in zwei zentrale Paradigmen gefasst hat:
Den "Zusammenbruch entscheidender Grenzziehungen" - derjenigen nämlich zwischen Mensch und Maschine sowie derjenigen zwischen Mensch und Tier - und die "Übersetzung der Welt in ein Kodierungsproblem".
Aufwallendem Unbehagen schallt die Parole entgegen: Widerstand ist zwecklos! Liebe die Maschine, das Tier, das Alien in Dir!

Gleichwohl bleibt die Botschaft ambivalent. Während nämlich einerseits die Möglichkeit in Aussicht gestellt wird, von der Insektenwelt nicht nur mittelbar zu lernen, sondern auch mit Hilfe neuer Technologien bestimmte Fähigkeiten direkt zu implementieren, begegnen anderseits einschlägig von Insektoidem affizierte Horror- und Science Fiction-Phantasien. Bei näherer Betrachtung der Bilder, über die die entsprechenden Vorstellungen kommuniziert werden, erweist sich zudem, dass sowohl die positiven Utopien als auch die Dystopien seltsam vertraut erscheinen. Inwieweit handelt es sich hier also wirklich um fundamentale Veränderungen?

Diesen Komplex wird die zweitägige Block-Lehrveranstaltung sowohl in seinen gegenwärtigen Konturen als auch im Hinblick auf seine kultur- und wissenschaftsgeschichtlichen Fundamente näher zu fassen versuchen. Während am ersten Tag der Weg "Von der Alien-Anthropologie zur CyBorg-Entomologie" eingeschlagen werden soll, wird es am zweiten Tag um einen vertiefenden Blick auf das spezifische Interesse an staatenbildenden Insekten gehen. Wenn bereits am ersten Tag Fragestellungen und Perspektiven der Gender Studies eine wichtige Rolle spielen, so sollen am zweiten mit den "Königinnen" und ihrem Hofstaat insbesondere jene geschlechtsbezogenen Phantasmen in den Mittelpunkt rücken, welche nicht etwa nur populäre Vorstellungen seit je entscheidend mitbestimmen, sondern durchaus auch der Entomologie ihren Stempel aufgeprägt haben.

Die Block-Lehrveranstaltung besteht aus mehreren Einheiten, die jeweils von einem einführenden Vortrag bzw. einer Vorlesung eingeleitet werden. Im Anschluss besteht dann jeweils die Möglichkeit, die vorgestellten Thesen und Inhalte anhand von mitgebrachtem Material sowie unter Einbezug weiterer theoretischer Positionen vertiefend zu diskutieren. Das Einbringen eigener Arbeiten und Projekte mit Bezug zum Spannungsfeld Technoscience, Kultur- und Wissenschaftsgeschichte und Gender Studies, die vor- und zur Diskussion gestellt werden können, ist dabei willkommen; idealerweise sollte jedoch im Vorfeld Kontakt zur Dozentin aufgenommen werden (Kontaktadresse s. unten). Allen TeilnehmerInnen sollte Donna Haraways "Manifesto for Cyborgs" bekannt sein; eine weiterführende Kenntnis von Grundlagentexten zur feministischen Wissenschaftsgeschichte u. -kritik sowie allgemein zur Wissenschaftsgeschichte ist von Vorteil, aber keine Teilnahmevoraussetzung. Weitere Literaturhinweise werden ebenso wie Veranstaltungsort und -zeiten im Vorfeld per Aushang angegeben.


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Lehraufträge & Gastdozenturen im Sommersemester 2006

Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Institut für Kunstpädagogik

Blog-Kult(uren)
Bloggen zwischen Kulturproduktion und Kulturvermittlung

Doppelveranstaltung (Fachwissenschaftliches Seminar und Übung, 4-stündig)
S/UE; 4 SWS; Mo, 14:00 - 18:00, Studio; ab 24.4.2006

Weblogs - kurz: Blogs - sind mittlerweile aus der Netzkultur nicht mehr wegzudenken. Das Spektrum reicht vom persönlichen Tagebuch bis hin zu professionellen journalistischen Beiträgen; kaum ein Thema, zu dem sich nicht ein Blog auffinden liesse. Kein Zweifel: Blogs sind Kult - aber in welchem Verhältnis stehen Blog-Kulturen zu anderen Feldern kultureller Produktion und ihren Medien?

Einführend wird sich das Seminar zunächst für die Konturen der aktuellen Blog-Kultur(en) interessieren: Wie sehen Blogs aus, wie funktionieren sie - und welche Rolle kommt ihnen nicht nur innerhalb des Netzes, sondern in verschiedenen Öffentlichkeiten zu? Im Mittelpunkt werden dann Blogs als Orte und Medien der Kulturproduktion und -vermittlung stehen. Wie sind verschiedene kulturelle Szenen in Blogs repräsentiert? Welche Rolle spielen Blogs für diese Szenen? Was können Blogs hier über die Selbstdarstellung und den Austausch innerhalb einer Community hinaus leisten? Unter welchen Voraussetzungen stellen sie geeignete Werkzeuge für Kulturproduktion und Kulturvermittlung dar?

Diesen Fragen soll im Seminar nicht nur anhand von exemplarischen Analysen nachgegangen werden. Vielmehr wird es auch darum gehen, sich im Rahmen der Übung praxisorientiert mit Bloggen, Blogs und Blog-Kultur auseinanderzusetzen - in eigenen Blogs oder im Seminarblog "Blogkult(uren)".

Literatur zur Einführung:
Jan Schmidt: Weblogs, Konstanz: UVK, 2006
Erik Möller: Die heimliche Medienrevolution. Wie Weblogs, Wikis und freie Software die Welt verändern, Hannover: Heise, 2005
Online-Communities, Weblogs und die soziale Rückeroberung des Netzes, Hrsg. Christian Pahl u.a., Graz: Nausner & Nausner, 2003
Don Alphonso/Kai Pahl: Blogs! Text und Form im Internet, Berlin: Schwarzkopf & Schwarzkopf, 2003

Online-Quellen:
Blog-Talks 1.0 und 2.0, Hrsg. Thomas N. Burg, http://wiki.randgaenge.net/BlogTalks/
Blog Initiative Germany http://www.bloginitiativegermany.de/
Seth Goldin: Who's There? (2005) http://sethgodin.typepad.com/seths_blog/2005/09/whos_there_the_.html
Handbook for Bloggers and Cyber-Dissidents, Hrsg. Reporters Without Borders, (2005) http://thewall.civiblog.org/rsf/


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Lehraufträge & Gastdozenturen im Wintersemester 2005/2006


[zus. m. Prof. Dr. Georg Christoph Tholen]
Auge, Blick und Bild (I): Theorie und Geschichte der Fotografie

Seminar im Modul Grundlagentheorien der Medienwissenschaft 2
Do 14-16 Uhr - Bernoullistr. 28 - EG 007

Bildmedien – von der Malerei über die Fotografie, den Film, das Fernsehen bis zu den digitalen Bildwelten – konstruieren Wirklichkeit. Sie geben den Rahmen vor, in dem wir visuelle Realitäten wahrnehmen. Unsere Wahrnehmung ist also nicht nur 'natürlich', sondern stets auch geschichtlich bedingt: "Es ist eine andere Natur, welche zur Kamera als welche zum Auge spricht.", schrieb Walter Benjamin bereits 1931 in seiner "Kleinen Geschichte der Photographie".

Das auf drei Semester angelegte - aber für sich stehende - Seminar über die "visuelle Kultur der Bildmedien" behandelt in seinem ersten Schwerpunkt (WS 05/06) die "Geste des photographischen Universums" (V. Flusser), d.h. die Geschichte der Fotografie sowie die Wechselfälle ihrer theoretischen Analyse – im Spannungsfeld zwischen 'naturgetreuer' Abbildung, Dokumentarismus und künstlerischer Modellierung. Insbesondere soll das "Paradigma Photographie" an dem Übergang zwischen analoger und digitaler Fotografie hinsichtlich ihres medientheoretischen Stellenwerts erörtert werden – in Fallstudien und theoriegeschichtlichen Exkursen sowie unter aktiver Beteiligung der SeminarteilnehmerInnen.

Literaturhinweise:
Hubertus von Amelunxen (Hg.): Theorie der Fotografie , Bd. 4, München 2000.
Hubertus von Amelunxen u.a. (Hg.): Fotografie nach der Fotografie, [Ausst.-Kat.], Dresden/Basel 1995 .
Roland Barthes: Die helle Kammer. Bemerkungen zur Photographie, Frankfurt a. M. 1989.
Walter Benjamin: Medienästhetische Schriften [Beiträge zur Photographie], Frankfurt a. Main 2002.
Philippe Dubois: Der fotografische Akt. Versuch über ein theoretisches Dispositiv, Dresden 1998.
Hartwig Fischer (Hg.): Covering The Real. Kunst und Pressebild von Warhol bis Tillmans, [Ausst.-Kat.], Kunstmuseum Basel, Köln 2005.
Susan Sontag: Über Fotografie, Frankfurt a. M. 2002.
Douglas Fogle (Hg.) The Last Picture Show. Künstler verwenden Fotografie 1960-1982, [Ausst.-Kat.], Fotomuseum Winterthur 2004 .
Michel Frizot (Hg.): Neue Geschichte der Fotografie, Köln 1998
Peter Geimer (Hg.): Ordnungen der Sichtbarkeit. Fotografie in Wissenschaft, Kunst und Technologie, Frankfurt a. M. 2002.
Susanne Holschbach (Hg.): Foto/Byte, in: MedienKunstNetz (www.medienkunstnetz.de).
Thomas Kleinspehn: Der flüchtige Blick. Sehen und Identität in der Kultur der Neuzeit. Reinbek 1991.
Rosalind Krauss: Das Photographische. Eine Theorie der Abstände, München 1998.
Herta Wolf (Hg.): Paradigma Fotografie, Frankfurt a. M., 2002.
Herta Wolf (Hg.): Diskurse der Fotografie, Frankfurt a. M. 2003.


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Lehraufträge & Gastdozenturen im Sommersemester 2005

- HGKZ Zürich - HfG Offenbach -

 

Hochschule für Gestaltung und Kunst (HGKZ) Zürich
NDS Cultural und Gender Studies

Künstliche Körper - natürliche Geschlechter?
Gender-Konstruktionen als Virtual Reality

Blockseminar - Freitag 20. 05. / Samstag 21. 05. 2005

Haben künstliche Körper ein Geschlecht? Wenn ja, warum ist das so? Wie beeinflussen die Entwicklungen in den Bio- und Informationstechnologien die Konstruktionen künstlicher Körper? Und welche Optionen ergeben sich daraus für Art und Weise, wie Körpern Geschlecht eingetragen wird?
Diesen und weiteren Fragen wird das Seminar in Auseinandersetzung mit ausgewählten Texten zur Gender- und Medientheorie und an Beispielen aus der Praxis - Avatar-Design, Musikvideo, Computerspielen, Kunst - nachgehen. Nicht zuletzt soll dabei interessieren, inwieweit künstliche Kreaturen nicht nur Körperbilder und Geschlechtervorstellungen widerspiegeln, sondern diese auch ihrerseits prägen und gegebenenfalls verändern können.

Hinweise:
Voraussetzung ist die Bereitschaft zur Lektüre ausgewählter Texte, die im Seminar diskutiert werden sollen.
Ein Reader und eine Linkliste werden im Vorfeld zur Verfügung gestellt.
Erster Lektürehinweis: Verena Kuni: Cyborg_Configurationen. Formationen der (Selbst )Schöpfung im Imaginationsraum technologischer Kreation. Teil I: Alte und neue Mythologien von 'Künstlichen Menschen', Teil II: 'Monströse Versprechen' und posthumane Anthropomorphismen; online-Text im MedienKunstNetz, Bereich: Cyborg Bodies (ab 03/2005)


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Lehraufträge & Gastdozenturen im Wintersemester 2004/2005

- Universität Frankfurt - HfG Offenbach - KHIB Bergen/Norwegen -

 

Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main
Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaften

Ästhetiken der Projektion
Von der Camera Obscura bis zur Multi-Media-Installation

Proseminar (Mediengeschichte, Medientheorie, Medienästhetik) - Montag, 18-20 Uhr

Nicht nur in den Künsten, in denen die elektronischen Medien zunehmend an Bedeutung gewonnen haben, spielen Ästhetiken der Projektion eine bedeutende Rolle. Auch in unserem Medien-Alltag behaupten Projektionen als Übermittler 'bewegter' und 'bewegender' Bilder eine zentrale Position. Wo Fernsehen und Video dem Kinofilm den Rang abgelaufen haben, werden ihre Bilder zunehmend über einen Beamer an die Wand geworfen; ähnlich stecken Overhead- und Diaprojektoren erst zurück, seit leistungsfähige Geräte Entsprechendes für den Computerbildschirm leisten. Doch worin unterscheiden sich die unterschiedlichen Medien und Apparate der Projektion? Welche spezifischen Ästhetiken zeichnen sie aus - und mit welchen Bilderpolitiken sind sie verknüpft? Welche Entwicklungen, Brüche und Verschiebungen lassen sich hier in historischer Perspektive - die Technik-, Kultur-und Wahrnehmungsgeschichte der Medien gleichermaßen umfasst - beobachten?
Das Seminar wird Apparate und Techniken sowie Ästhetiken und Politiken der Projektion von der Camera Obscura und der Laterna Magica bis zum modernen Video- und Datenbeamer in den Blick nehmen. Anhand ausgewählter Texte und anschaulicher Beispiele aus Geschichte und Gegenwart gibt es Gelegenheit, unterschiedliche Theorien und Praktiken der Projektion kennen zu lernen.
Ortstermine im Filmmuseum und im Museum für Moderne Kunst n. V.

Literaturhinweise:
Ulrike Hick: Geschichte der optischen Medien, München 1999
Die Mobilisierung des Sehens. Zur Vor- und Frühgeschichte des Films in Literatur und Kunst, [= Mediengeschichte des Films, Bd. I], Hrsg. Harro Segeberg in Zusammenarbeit mit Knut Hickethier und Corinna Müller, München 1996 Friedrich Kittler: Optische Medien. Berliner Vorlesung 1999, Berlin 2002
Laterna Magica. Lichtbilder aus Menschenwelt und Götterwelt, Hrsg. Detlef Hoffmann/Almut Junker, Berlin 1982
Jens Ruchatz. Licht und Wahrheit. Eine Mediumgeschichte der fotografischen Projektion, München 2004
Film und Projektionskunst, = KINtop, Bd. 8, Frankfurt a. M. 1999
Black Box. Der Schwarzraum in der Kunst, Ausst. Kat. Kunstmuseum Bern, Hrsg. Ralf Beil, Ostfildern-Ruit 2001


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Kunsthochschule Bergen (Norwegen)
Fg. Medien

...art (referring to/commenting on:) media...
Lecture and Workshop/Course, KHIB Bergen, 06. 10. - 08. 10. 2004

Lecture:
Haunted.
Comments on/referring to media based art (referring to/commenting on: media).


There is no art without media, of cause. However, there's art that is clearly referring to its media based production. And there's art that is not only media based, and referring to its media based production, but also commenting on it. In a way, one could say: It is haunted by its own status, being media based art. The lecture will take a closer look on haunted media based art from 1880 to present.


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Hochschule für Gestaltung Offenbach
Fg. Visuelle Kommunikation
"zusammen arbeiten": Die Kunst der Zusammenarbeit.
Theoretische Begleitung / Lehrveranstaltung im Rahmen des Projektes "work in process: arbeit im/am prozess"

Wie funktioniert Zusammenarbeit in der Kunst? Welche Rolle spielt dabei der Rahmen des "Betriebssystems"?
In enger Anbindung an das Praxisseminar mit Wiebke Groesch und Frank Metzger werden die Blocktermine dazu dienen verschiedene Modelle künstlerischer Zusammenarbeit kennenzulernen. Anhand verschiedener Beispiele aus der Kunstgeschichte und der jüngeren Gegenwartskunst, gemeinsamen Lektüren von Texten zum Thema, aber auch vor dem Hintergrund eigener Erfahrungen der ProjektteilnehmerInnen mit und ihrer Erwartungen an Zusammenarbeit wird zur Diskussion gestellt, welche Potentiale unterschiedliche Formen der Zusammenarbeit bieten und welche Probleme sie aufwerfen können.

Nicht zuletzt wird in diesem Zuge die Gelegenheit gegeben, die (Zusammen-)Arbeit an und in den Praxisprojekten vor- und zur Diskussion zu stellen und weiterfürend zu reflektieren.



Hinweise:
Blocktermine, siehe Aushang bzw. ab Semesterbeginn auch die projektbegleitenden Rundmails.
Ein Semesterapparat mit Literatur steht in der HfG-Bibliothek bereit.


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Lehraufträge & Gastdozenturen im Wintersemester 2003/2004

Hochschule für Gestaltung Offenbach
Fg. Visuelle Kommunikation
Lehrveranstaltung im Rahmen des Projektes "gender/medien/kunst"

"Zusammenhänge herstellen"

Projektforum u. Fortsetzung des im WS 2001/2002 begonnenen Projekts incl. Theorieseminar

Weiterführende Informationen:
gender/medien/kunst (Projekt an der HfG Offenbach)
gendersenses (Zentrum für Genderforschung in den Künsten)
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Lehraufträge & Gastdozenturen im Sommersemester 2003

- Akademie Bildender Künste Wien - HfG Offenbach

 

Akademie Bildender Künste Wien
Institut für Bildende Kunst (Ordinariat für neue Medien)

Unsichtbare Meisterwerke?
Das schöpferische Subjekt, der kreative Imperativ und die Hausarbeitsökonomie der Kunst

In den Meisterschaftserzählungen der Moderne spielt das Unsichtbare eine bedeutende Rolle: Nicht nur im Bezug auf Autorschaftsmodelle, die über den Umweg des "künstlerischen Mediumismus" (M. Duchamp) das klassische Inspirationstheorem der Geniereligion vordergründig unterlaufen, um es - "... höhere Wesen befahlen..." - unter letztlich nur leicht variierten Vorzeichen um so wirkmächtiger neu zu verankern. Sondern etwa auch in Bewegungen wie der Konzeptkunst, die - auf ihre Weise ebenfalls den Kunstbegriff der Renaissance beerbend - die Idee ins Zentrum rücken und auf diese Weise - mindestens theoretisch - zu einer "Dematerialisierung des Objektes" (L. Lippard) führen. Wo diese wiederum in der Kunst mit elektronischen Medien neuerliche Urstände feiert, geht sie zugleich mit einer (Re-)Auratisierung des "immateriellen Werkes" und der "immateriellen Arbeit" einher.

Mit dieser Art der "Unsichtbarkeit" scheint das, was Donna Haraway in ihrem Manifesto for Cyborgs als "Hausarbeitsökonomie" bezeichnet, zunächst einmal denkbar wenig zu tun zu haben: Jene von den neuen Technologien wesentlich mit vorangetriebene, "weitreichende Umstrukturierung der Arbeitsverhältnisse, in der diese in einem umfassenden Sinn die Charakteristika der vormals tatsächlich nur von Frauen ausgeübten Tätigkeiten annehmen. Im wahrsten Sinne des Wortes wird Arbeit als weiblich oder feminisiert neu definiert, egal ob sie von Männern oder Frauen verrichtet wird." Doch ist durchaus interessant, was diese "feminisierte" Arbeit kennzeichnet: Neben der vielbeschworenen Flexibilität, Feinmotorik und sozialen Intelligenz, die sie den ArbeiterInnen abverlangt, hat sie insbesondere eins mit der klassischen Hausfrauentätigkeit gemein - nämlich, dass sie weitgehend unsichtbar bleibt.

Dieser Prozess aber führt in traditionellen westlichen Wohlstandsgesellschaften, die bislang von einer breiten Mittelschicht dominiert wurden, zu einer bezeichnenden Verschiebung: Gerade dort, wo es über die mit einer "Verweiblichung" der Arbeit einhergehende, drohende Entwertung des (männlichen, weissen) Subjekts hinwegzutäuschen gilt, fallen nämlich kompensatorische Charismatisierungen der "unsichtbaren" Arbeit auf, für die nur allzu offenkundig auf Paradigmen zurückgegriffen wird, die ursprünglich vornehmlich im kulturellen Sektor verortet waren - wie etwa der kreative Imperativ, die Auratisierung des Medialen und schließlich auch des innovativ-schöpferischen Individuums. Eine Übertragungsleistung, die im übrigen auch umgekehrt funktioniert: Wenn KünstlerInnen seit je schon UnternehmerInnen in eigener Sache gelten, werden sie unter den Vorzeichen der sogenannten Neuen Ökonomie mittlerweile sogar als ProtagonistInnen einer zukünftigen Marktwirktschaft gehandelt - insofern sie etwa nachgerade "modellhaft" vorzuführen scheinen, wie Arbeit im Zeitalter dieser Neuen Ökonomie auszusehen hat: Ein Maximum an kreativer Leistung, Selbstorganisation und Flexibilität bei einem Minimum an ökonomischen Sicherheiten - Kultivierung des "schönen Scheins", Selbstdarstellung und Rollenspiel als Profession.

Vor diesem Hintergrund gilt es nicht nur nach möglichen Beziehungen zu fragen, die sich zwischen dem "unsichtbare Meisterwerk" als einem zentralen Paradigma der Moderne und der "Immateriellen Arbeit" umherschweifender (Kultur-)ProduzentInnen herstellen lassen, sondern auch nach der spezifischen Rolle, welche einerseits die sogenannten 'neuen' Medien und andererseits die Kategorie Geschlecht in diesem Zusammenhang spielen.
Ausgehend von exemplarischen Lektüren (* s.u.) sollen anhand ausgewählter Beispiele aus der historischen und zeitgenössischen Kunstpraxis verschiedene Modelle künstlerischer bzw. kultureller Produktion untersucht, die mit ihnen verknüpften Subjektvorstellungen und Ökonomien diskutiert und auf ihre jeweiligen geschlechtlichen Kodierungen hin befragt werden.

Weiterführende Informationen:
unsichtbare meisterwerke? (Projektseiten / Öffnen in einem eigenen Browser-Fenster)


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Hochschule für Gestaltung Offenbach
Fg. Visuelle Kommunikation
Lehrveranstaltung im Rahmen des Projektes "gender/medien/kunst"

Sprechen über Kunst KünstlerInnen. Strategien der (Selbst-)Vermittlung

Fortsetzung des im WS 2001/2002 begonnenen Projekts incl. Theorieseminar

Weiterführende Informationen:
gender/medien/kunst (Projekt an der HfG Offenbach)
gendersenses (Zentrum für Genderforschung in den Künsten)
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Lehraufträge & Gastdozenturen im Wintersemester 2002/2003

Hochschule für Gestaltung Offenbach
Fg. Visuelle Kommunikation
Lehrveranstaltung im Rahmen des Projektes "gender/medien/kunst"

Sprechen über Kunst KünstlerInnen. Strategien der (Selbst-)Vermittlung

Fortsetzung des im WS 2001/2002 begonnenen Projekts incl. Theorieseminar

Weiterführende Informationen:
gender/medien/kunst (Projekt an der HfG Offenbach)
gendersenses (Zentrum für Genderforschung in den Künsten)
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Lehraufträge & Gastdozenturen im Sommersemester 2002

Hochschule für Gestaltung Offenbach
Fg. Visuelle Kommunikation
Lehrveranstaltung im Rahmen des Projektes "gender/medien/kunst"

becoming gender - being gender - doing gender - performing gender - transforming gender

Fortsetzung des im WS 2001/2002 begonnenen Projekts incl. Theorieseminar

Weiterführende Informationen:
gender/medien/kunst (Projekt an der HfG Offenbach)
gendersenses (Zentrum für Genderforschung in den Künsten)
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Lehraufträge & Gastdozenturen im Wintersemester 2001/2002

Hochschule für Gestaltung Offenbach
Fg. Visuelle Kommunikation
Lehrveranstaltung im Rahmen des Projektes "gender/medien/kunst"

becoming gender - being gender - doing gender - performing gender - transforming gender

Das Projektseminar "Die entfesselte Kamera und der Blick auf das Treiben davor", geleitet von Muda Mathis, Chris Regn und Andrea Saemann, ist als prozessorientierte Werkstatt angelegt, die den Studierenden einerseits Einblick in die Arbeitsweise der drei Dozentinnen gibt, andererseits aber auch Raum für die Erarbeitung eigener Projekte bieten soll.
Ausgangspunkt ist die je unterschiedliche Arbeit der Dozentinnen mit Techniken und Technologien von Körper und Geschlecht, Performance und (Selbst-) Inszenierung vor und hinter der Kamera. Anhand dieser Beispiele und vor dem Hintergrund verschiedener Bild- und Textbeiträge werden unterschiedliche Verfahren, Methoden und Motivationen vorgestellt, mit welchen Gender produziert, vorgeführt und gelesen werden kann.
Untersucht werden im Praxisseminar: die Beziehung zur Kamera, zum Raum, zum Publikum, Blick, Dramaturgie, Struktur, Logik, Bild, Kontext, Dynamik, Zeit, Konzentration und Aktion, wobei ein besonderes Augenmerk jeweils der Frage gilt, welche Rolle diese verschiedenen Momente im Bezug auf Genderkonstruktionen, -praktiken und -performances spielen.
In der theoretischen Begleitung werden einerseits kunst- und medienhistorische Hintergründe der künstlerischen Arbeit mit dem Medium Video erschlossen, andererseits Einblicke in Methoden und Ergebnisse der Genderforschung vermittelt. Hier geht es zunächst einmal darum, Begriffe zu klären und Grundlagen zu vermitteln. Darüber hinaus soll dazu angeregt werden, Theorie und Kunstgeschichte für sich zu entdecken und als Rüstzeug für die eigene Arbeit zu nutzen.
In diesem Sinne ist die theoretische Begleitung des Projekts eng mit dem Praxisseminar verschränkt. Zum einen werden Teilmodule des Seminars dialogisch bestritten, so dass aus der Workshop-Arbeit selbst heraus Fragen an die Theorie formuliert und umgekehrt Impulse aus der Theorie in die Praxis einfliessen können. Zum anderen können in den begleitenden Theorie-Terminen Fragestellungen vertieft und weiterentwickelt, sowie schließlich auch für die Reflexion und Diskussion der eigenen Arbeit unter verschiedenen Aspekten der Performanz von Gender in und mit den Medien der Kunst genutzt werden: becoming gender - being gender - doing gender - performing gender - transforming gender...

Weiterführende Informationen:
gender/medien/kunst (Projekt an der HfG Offenbach)
gendersenses (Zentrum für Genderforschung in den Künsten)
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Lehraufträge & Gastdozenturen im Wintersemester 2000/2001

- TU Darmstadt - HfG Offenbach - KHIB Bergen/Norwegen -

 

Technische Universität Darmstadt / Institut für Pädagogik
Lehrauftrag Feministische Medientheorie

Schnittstelle Geschlecht I: Identität und Geschlecht im Internet
Eine Einführung in feministische Netztheorie und Netzpraxis

Nichts weniger als ein neutraler Raum, in dem traditionelle Machtstrukturen und -politiken keine Gültigkeit mehr besitzen würden, ist das Netz vielmehr eine 'contested zone' (Kay Schaffer) - kein Niemandsland also, sondern ein umkämpftes Gebiet, das denselben hegemonialen Interessen unterliegt wie andere gesellschaftliche Bereiche auch. Insbesondere das World Wide Web hat sich als dabei als ein Bereich entwickelt, in dem Informations- und Kommunikationstechnologien und Repräsentationspolitiken auf spezifische Weise ineinandergreifen. Als besonders brisant erweist sich diese Mischung dort, wo es um Fragen von Identität und Geschlecht geht. Während auf der einen Seite im Gefolge des 'Mythos Internet' Utopien und Visionen eines experimentellen und grenzüberschreitenden Umgangs mit (Geschlechts-)identitäten kursieren, bleibt angesichts der Netzrealität des World Wide Web zu fragen, ob und wie es in einer solchen ‚Arena der Repräsentation' gelingen kann, jenseits und vollkommen unabhängig von jenen individuellen Bedingtheiten und gesellschaftlichen Normierungen zu agieren, die unser Leben im Diesseits unserer körperlichen und sozialen Existenz bestimmen. Schliesslich sitzen vor den Bildschirmen und an den Tastaturen nach wie vor "Körper von Gewicht".

Im Zentrum steht dabei die übergreifende Frage, welche Bedeutung die Kategorie Geschlecht im Internet und seinen unterschiedlichen Diensten besitzt und welche spezifischen ‚technologies of gender' hier an der ‚Schnittstelle Geschlecht' operieren. Dem Seminar wird es zunächst einmal darum gehen, einen Einblick in das Spannungsfeld von Identität und Geschlecht im Netz zu gewinnen. Konkrete Beispiele aus der aktuellen Netzpraxis sollen dabei als Basis für weiterführende Fragen und Diskussionen dienen.

In mehreren Blockterminen (n. V.) sollen unterschiedliche Praxen der Konstruktion und Repräsentation von Identität und Geschlecht in elektronischen Netzwerken vorgestellt und vor dem Hintergrund aktueller feministischer Medien- bzw. Netztheorie diskutiert werden.
In einem ersten Treffen zur Vorbesprechung am Mittwoch, den 01. 11. 2000 um 13.30 Uhr (Raum siehe Aushang) werden wir unsere Reiserouten durch den Cyberspace planen und grundlegende Lektüren für die Seminardiskussion vereinbaren.
Eine Literaturliste wird bereits während der vorlesungsfreien Zeit ausgehängt werden, ein begleitender Seminarapparat in der Bibliothek zur Verfügung stehen.

Anregungen und Wünsche der TeilnehmerInnen werden gerne berücksichtigt und können im Vorfeld mit der Seminarleiterin abgesprochen werden.

Erstes Treffen und Vorbesprechung: Mittwoch, 01. 11. 2000, 13.30 Uhr, Raum siehe Aushang.
Mehrere Blocktermine nach Vereinbarung mit den TeilnehmerInnen.

Kursmaterialien online:
special online worksheet: gender identity media art


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Hochschule für Gestaltung Offenbach
Fg. Visuelle Kommunikation
Lehrveranstaltung für das Hauptstudium (in Vertretung von Frau Prof. Dr. Huber)

Konfigurationen der Cyborg

Cyborgs sind hybride Kreaturen - nicht nur als Mischwesen aus Maschine und Organismus, sondern auch als Konstrukte, in denen individuelle wie gesellschaftliche Wahrnehmungen und Projektionen, Realitäten und Fiktionen miteinander verschmelzen. Ausgehend von Donna Haraways "Manifesto for Cyborgs" wird das Seminar aktuelle Konfigurationen des bzw. der Cyborg aus Theorie und (künstlerischer) Praxis untersuchen und diskutieren. Dabei wird nicht nur nach der Genealogie der Cyborgs und ihren historischen Vorläufern in Kunst, Literatur und Wissenschaft, sondern auch prospektiv nach ihren sozialen und politischen Potentialen zu fragen sein.
Sind wir alle längst Cyborgs, wie Haraway in ihrem "Manifesto" behauptet? Wir werden sehen...

Regelmässiger Kurstermin: Dienstags 16.30-18.30 (bzw. nach Vereinbarung mit den TeilnehmerInnen)
Erstes Treffen: Dienstag, 24. 10. 2000 um 16.30 Uhr (Raum: siehe Aushang)

Kursmaterialien online:
1) special online worksheet: configurations of the cyborg
2) special online worksheet: gender identity media art


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Kunsthochschule Bergen (Norwegen)
Fg. Medien

Gendernauts in a Contested Zone. Exploring Gender Identity Media Art in Times of ongoing Wars of Desire and Technology
Lecture and Workshop/Course, KHIB Bergen, 09. 10. - 12. 10. 2000

Lecture:
Gendernauts in Cyberspace? Tracing "Trans/Gender Utopias on both Sides of the Interfaces"

"To attempt to occupy a place as speaking subject within the traditional gender frame is to become complicit in the discourse which one wishes to deconstruct." (Sandy Stone)
If this is true, how can I dare to occupy a place as speaking subject in the discourse of technology and gender while at the same time looking for possibilities to transgress gender boundaries within the gendered frame of electronic networks?
In my lecture, I want to show that cyberfeminist theory used as a critical tool and a practice may offer possibilities to accept the challenge: to take care of some of the ‚fatal attractions' of the so called new technologies, and to act consciously as a 'false' complicit, or maybe better: as an intelligent double agent in this serious game.
Therefore, my aim is not to give a resume or overview on the issue of "trans/gender", but to try a first approach by focussing gender itself as an interface in a contested zone that is generated by the interplay between myths and realities of these new technologies - and to ask for it's capacity and potential for that what I would like to call "trans/gender utopias".
Starting with different readings and definitions of the term "transgender", I would like to introduce a broader view with the perspective of "trans/gender" focussing on transgression as a continuous movement of performing gender(s) that makes use of different 'technologies of gender' (Theresa de Lauretis) including a variety of related strategies like parody and masquerade, while at the same time rejecting any notion of 'passing as'.
From this point of view, by looking at the example of different social, communicative and esthetic practices in the field of electronic networks I want to take a closer look onto the impact of information- and communication technologies on "trans/gender utopias". While these technologies are often discussed as providing new possibilities to blur and to transcend gender boundaries similar to those the biotechnologies (from hormonal therapy to surgery) seem to offer for the transgender body, I would claim to chose a more critical approach - especially facing the fact that in front of the screens, there are still biobodies living in a framework of individual and social realities that have an impact not only on the formation of personal concepts of "net identities", but on the indivduals as 'social' and 'iuridical' bodies as well.
Nevertheless, discussing current practices of and research on the so called 'gender swapping' in MUDs and MOOs on the one hand, and asking for artistic imaginations of 'transgender' on the world wide web on the other hand, my aim is not only to point out the traps of pertinent projections and fantasies related to these fields, but at the same time to explore the promises - "the promises of monsters", as Donna Haraway would put it - and perspectives they might offer for queer readings, discourses and performances at the interface of gender.
In this sense, the activities observed in the area of new media will be considered not only as a pool of discoursive methods and artistic practices, but also as a providing useful tools and important complicits on my journey as a "gendernaut in cyberspace" tracing "trans/gender utopias on both sides of the interfaces".


Course/Workshop:
Gendernauts in a Contested Zone.
Exploring Gender Identity Media Art in Times of ongoing Wars of Desire and Technology


In addition to the lecture, from monday afternoon till thursday there will be at least four course meetings offered. These meetings will be devoted to the
- Discussion of the theses proposed in the lecture, the
- Discussion of related texts and art work, the
- Broadening of the scope given by/within the lecture, as well as the
- Introduction and discussion of further material on the issues raised (text & visual material in various media; photography, film/video, webbased projects...).

The general focus of the course meetings will be on theory and artistic practice exploring gender and identity in the field of electronic media. While, regarding the condensed time frame, we should concentrate on a smaller selection of exemplary statements (see the selection of related links on the special online worksheet: gender identity media art), the discussion may open up for a broader perspective on the issues.
Course topics may include: Imaginations of Gender and Identity in the Age of Electronic Media - Configurations of the Cyborg (Cyborg identities - cyborg gender - cyborg sex) - Alien Ressurection(s): Monsters and Metamorphoses - Suck my Code: Cyberfeminist Interventions.
For suggested readings - in print as well as electronic texts - and webbased art projects, see the list with titles and URLs on the special online worksheet: gender identity media art. In addition, I will assemble a collection of exemplary visual material from different areas of art history and contemporary arts to be introduced and discussed during the course meetings.
Anyway, I would also like to encourage students not only to contribute their own ideas and questions, but also to bring in their own stuff in case it is related to the topics raised within the course.
See also the syllabus sheet (availiable in print at Prof. Frohapfel's office) for a condensed outline of the course programme.


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Lehraufträge & Gastdozenturen im Sommersemester 2000

 

Technische Universität Darmstadt / Institut für Pädagogik
Lehrauftrag Feministische Medientheorie

Schnittstelle Geschlecht I: Identität und Geschlecht im Internet
Eine Einführung in feministische Netztheorie und Netzpraxis

Nichts weniger als ein neutraler Raum, in dem traditionelle Machtstrukturen und -politiken keine Gültigkeit mehr besitzen würden, ist das Netz vielmehr eine 'contested zone' (Kay Schaffer) - kein Niemandsland also, sondern ein umkämpftes Gebiet, das denselben hegemonialen Interessen unterliegt wie andere gesellschaftliche Bereiche auch. Insbesondere das World Wide Web hat sich als dabei als ein Bereich entwickelt, in dem Informations- und Kommunikationstechnologien und Repräsentationspolitiken auf spezifische Weise ineinandergreifen. Als besonders brisant erweist sich diese Mischung dort, wo es um Fragen von Identität und Geschlecht geht. Während auf der einen Seite im Gefolge des 'Mythos Internet' Utopien und Visionen eines experimentellen und grenzüberschreitenden Umgangs mit (Geschlechts-)identitäten kursieren, bleibt angesichts der Netzrealität des World Wide Web zu fragen, ob und wie es in einer solchen ‚Arena der Repräsentation' gelingen kann, jenseits und vollkommen unabhängig von jenen individuellen Bedingtheiten und gesellschaftlichen Normierungen zu agieren, die unser Leben im Diesseits unserer körperlichen und sozialen Existenz bestimmen. Schliesslich sitzen vor den Bildschirmen und an den Tastaturen nach wie vor "Körper von Gewicht".

Im Zentrum steht dabei die übergreifende Frage, welche Bedeutung die Kategorie Geschlecht im Internet und seinen unterschiedlichen Diensten besitzt und welche spezifischen ‚technologies of gender' hier an der ‚Schnittstelle Geschlecht' operieren. Dem Seminar wird es zunächst einmal darum gehen, einen Einblick in das Spannungsfeld von Identität und Geschlecht im Netz zu gewinnen. Konkrete Beispiele aus der aktuellen Netzpraxis sollen dabei als Basis für weiterführende Fragen und Diskussionen dienen.

In einem Blocktermin (Freitag, 12. 05. und Samstag 13. 05. 2000, Raum 2c/105) sollen unterschiedliche Praxen der Konstruktion und Repräsentation von Identität und Geschlecht in elektronischen Netzwerken vorgestellt und vor dem Hintergrund aktueller feministischer Medien- bzw. Netztheorie diskutiert werden.
In einem ersten Treffen zur Vorbesprechung am Mittwoch, den 26. 04. 2000 um 12.30 Uhr (Raum 2c/105) werden wir unsere Reiserouten durch den Cyberspace planen und grundlegende Lektüren für die Seminardiskussion vereinbaren.

Eine Literaturliste wird bereits während der vorlesungsfreien Zeit ausgehängt werden, ein begleitender Seminarapparat in der Bibliothek zur Verfügung stehen.

Anregungen und Wünsche der TeilnehmerInnen werden gerne berücksichtigt und können im Vorfeld mit der Seminarleiterin abgesprochen werden.

Erstes Treffen - Vorbesprechung & Einführung: Mittwoch, 26. 04. 2000, 12.30 Uhr, Raum 2c/105
Blocktermin: Freitag, 12. 05. und Samstag, 13. 05. 2000, Raum 2c/105
Achtung: Das Seminar wird verschoben und findet in erweiterter Form im WS 2000/2001 statt!


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Lehraufträge & Gastdozenturene im Wintersemester 1998/99

- Universität Saarbrücken - Filmakademie Baden-Württemberg/Ludwigsburg -

 

Universität des Saarlandes, Saarbrücken / Kunstgeschichtliches Institut
Lehrauftrag für Kunstgeschichte

Das Internet als Ort der Kunst
Praktische Übung im Rechenzentrum (Blockseminar)

In diesem Seminar soll das Internet als Ort der Kunst erforscht werden. Dazu gehören zunächst einmal einerseits die Vermittlung von Grundlagen wie dem Umgang mit Hard- und Software und den einschlägigen Protokollen, andererseits die Klärung von Grundsatzfragen wie der Unterscheidung von "Kunst auf dem Netz" und "Netzkunst". "Reisewege zur Kunst im Netz" werden uns aber nicht nur zu kunsthistorischen Informationen über Kunst und Kunstgeschichte führen, sondern vor allem zu künstlerischen Arbeiten, die eigens für dieses Medium geschaffen worden sind und die im Mittelpunkt unserer Seminararbeit stehen werden. Welches praktische und theoretische Handwerkszeug benötigt die Kunstgeschichte für einen kompetenten Umgang mit dem Internet als Ort der Kunst?

Weitere Themen: Problematische Begriffe: Netzkunst, net.art, Kunst im Netz? - Vor- und Frühgeschichte der Netzkunst - Materialität und Immaterialität der Netzkunst - Netzkunstwerke/Kunstnetzwerke - Topoi und Themen - Theorien der Netzkunst - Ästhetik der Netzkunst - Fragen und Probleme der Produktion, Rezeption und Vermittlung von Kunst im Internet

Das Seminar soll in Form von Blockveranstaltungen im Rechenzentrum der Universität des Saarlandes stattfinden (evtl. Einzeltermine im Institut). Ein Aushang erfolgt rechtzeitig vor Semesterbeginn.
Daneben wird es eine Seminarhomepage und Sprechstunden im Internet geben. Interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind herzlich dazu eingeladen, bereits im Vorfeld Kontakt mit der Seminarleiterin aufzunehmen


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Filmakademie Baden-Württemberg, Ludwigsburg
Lehrauftrag: Kunst-und Medienwissenschaft

Metamorphose im Zeitalter ihrer technischen (Re-)Produzierbarkeit 4.0

Wie wir Metamorphose denken und verstehen, hat mit unserer Auffassung von Natur ebenso wie mit unserem Menschenbild, mit unserem Naturbegriff ebenso wie mit unserem Selbstverständnis zu tun. Beide sind als historische und soziale Konstrukte keine essentialistisch fixierbaren Konstanten, sondern ihrerseits stets im Wandel begriffen. Was bedeutet Metamorphose für eine Kultur, für die nicht nur die Kunst, sondern auch die Natur ins Zeitalter ihrer technischen Reproduzierbarkeit eingetreten ist?

Das Seminar wird diese Frage am Leitfaden von Narrationen und Phantasien der Verwandlung von Gestalt und Geschlecht anhand ausgewählter Beispiele aus Film, Literatur und Bildender Kunst verfolgen. Thematische Schwerpunkte sind u. a.:
Metamorphosemythen und Verwandlungsphantasien - Technologien des Selbst und seiner Transformation - Metamorphose und die Nachtseite der Naturwissenschaft - Ästhetiken der Verwandlung - Metamorphose und Mimikry -Metamorphose versus Morphing - Metamorphose als Horror Fiction - Sehnsucht nach Metamorphose - Metamorphose als modernes Paradigma

Als Arbeits- und Diskussionsgrundlage werden u. a. P. Ovidius Naso: "Metamorphosen", H.G. Wells' Roman "Dr. Moreaus Insel" und seine Verfilmungen (1944, 1977, 1996), "The Fly (Die Fliege)" (1959, 1986), "The Thing (Das Ding aus einer anderen Welt)" (1951, 1982), "Invasion of the Bodysnatchers (1956, 1978, 1984), "Alien I-IV" (1979-1997), "Terminator II" (1992), "Das Schweigen der Lämmer (Silence of the Lambs)" (1989) dienen.

Es besteht die Möglichkeit, eigene Arbeiten, die das Thema der Metamorphose berühren, im Rahmen des Seminars vorzustellen und zu diskutieren.

Eine ausführliche Bibliographie sowie eine Filmographie sind bei der Seminarleiterin erhältlich, eigene Vorschläge und Anregungen der Teilnehmer herzlich willkommen. In jedem Fall wird zur Einführung die Lektüre von Ovids "Metamorphosen" empfohlen (z.B. in der preiswerten lat./dtsch. Studienausgabe, Übs. u. Hrsg. M. v. Albrecht, Reclam-Verlag, Stuttgart 1994)


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Last Update: 16. 02. 2008