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Prof. Dr. Verena Kuni  M. A.
Kunst·Medien·Kultur - Theorie·Praxis·Vermittlung / Art·Media·Culture - Theory·Practice·Transfer
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Chronologische Liste der Lehrveranstaltungen / chronological list of courses

(seit 1996 / since 1996)


- Goethe-Universität Frankfurt am Main -
Universität Basel - Hochschule füt Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main - Universität Trier - Johannes Gutenberg-Universität Mainz / Akademie für Bildende Künste Mainz - Hochschule für Gestaltung Offenbach - Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich / HGKZ ZHDK - Akademie der bildenden Künste Wien - Kunsthochschule in Bergen/Norwegen - Universität Freiburg - Technische Universität Darmstadt - Universität des Saarlandes/Saarbrücken - Filmakademie Baden-Württemberg/Ludwigsburg


Wintersemester 2008/2009

Sommersemester 2008

Wintersemester 2007/2008

Sommersemester 2007

Wintersemester 2006/2007

Sommersemester 2006

Wintersemester 2005/2006

Sommersemester 2005

Wintersemester 2004/2005

Sommersemester 2004

Wintersemester 2003/2004

Sommersemester 2003

Wintersemester 2002/2003

Sommersemester 2002

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Sommersemester 2000

Wintersemester 1999/2000

Sommersemester 1999

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Sommersemester 1998

Wintersemester 1997/1998

Sommersemester 1997

Wintersemester 1996/1997


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Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2008/2009

- Goethe-Universität Frankfurt am Main -

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Institut für Kunstpädagogik: Visuelle Kultur

"Ich sehe was, was du nicht siehst..."?
Bild-Lektüren zur visuellen Kultur (Neue Folge)

Fachwissenschaftliche Vorlesung (mit Seminar)
V + S (2 SWS) - Mi 10-12 - Raum: 206
L2-KU-M4 3 / L5-KU-M4 3 / L3-KU-M5 3 / L3-KU-M6 3 / L3-KU-M9 (3 CP) / Belegbar ab dem 1. Semester

Mit neuen Folgen und neuen Schwerpunkten wird die Vorlesungsreihe weitergeführt - die Teilnahme im vorangegangenen Semester ist keine Voraussetzung (aber umgekehrt auch kein Hindernis).

In Anlehnung an das bekannte Kinderspiel lädt die Veranstaltung dazu ein, das Feld der visuellen Kultur im Spannungsfeld von Sichtbarem und Unsichtbaren zu erkunden. Ausgangspunkt ist jeweils eine gemeinsame Bildbetrachtung: Anhand von ausgewählten "Anschauungsobjekten" aus Kunst und Wissenschaft, Populär- und Alltagskultur werden exemplarische Sondierungen vorgenommen - und in diesem Zuge auch Grundbegriffe, Theorien und Methoden vorgestellt, die für die Auseinandersetzung mit der visuellen Kultur von Relevanz sind.
Dabei soll es nicht nur darum gehen, mögliche Bedeutungsschichten einzelner Bilder freizulegen und im Kontext der jeweiligen Produktions-, Publikations- und Rezeptionszusammenhänge zu erschließen. Besonderes Interesse gilt beispielsweise auch den Austauschprozessen zwischen verschiedenen Bereichen der visuellen Kultur und mit anderen kulturellen Feldern sowie dem historischen Horizont ästhetischer und gesellschaftlicher (Bild-)Praktiken der Gegenwart.


Hinweise:
Literatur wird in der Vorlesung bekannt gegeben und im Semesterapparat verfügbar gemacht.
Es kann ein Leistungsschein erworben werden.
Studierenden im Grundstudium wird zusätzlich der begleitende Besuch des Proseminars "Von der Imagination zum Image. Einführung in die Visuelle Kultur" (= entspricht dem PS "Einführung in die Literatur und die Methoden") empfohlen, in dem ein Proseminarschein erworben werden kann.

Im Rahmen der Veranstaltung bzw. die Veranstaltung begleitend sind Ortstermine bzw. Exkursionen vorgesehen (s. Aushang).



Goethe-Universität Frankfurt am Main
Institut für Kunstpädagogik: Visuelle Kultur

Von der Imagination zum Image. Einführung in die Visuelle Kultur

Fachwissenschaftliches Proseminar
P (2 SWS) - Di 14-16 - Raum: 206
L1-KU-M1 3 / L2-KU-M2 3 / L3-KU-M2 3 / L5-KU-M2 3 (3 CP)

Was versteht man eigentlich unter "visueller Kultur"? Geht es dabei nur um Bilder? Was ist überhaupt ein Bild? Wie hängen Vorstellung und Darstellung miteinander zusammen? Was sind "Techniken des Betrachters"? Was bedeutet "Repräsentation"? Welche Rolle spielen Materialität und Medialität in der visuellen Kultur? Das Seminar wird in das Gegenstandsgebiet einführen und in diesem Zuge Gelegenheit geben, sich mit Grundbegriffen und Grundfragen vertraut zu machen, die in der Auseinandersetzung mit visueller Kultur von Bedeutung sind, sowie eine Reihe von Methoden kennen zu lernen, mit denen sie erschlossen werden kann.
Ziel ist es nicht nur, ein theoretisches Rüstzeug für den kundigen Umgang mit visueller Kultur in ihren vielfältigen Erscheinungsformen zu erwerben. Vielmehr geht es auch darum, in der gemeinsamen Seminararbeit das erworbene Wissen an der Praxis zu erproben.

Hinweis:
Dieses Proseminar entspricht dem Fachwissenschaftlichen Proseminar "Einführung in die Literatur und die Methoden".

Literatur:
Nicholas Mirzoeff: Introduction into Visual Culture. London u. New York: 1999; Nicholas Mirzoeff (Hrsg.): The Visual Culture Reader. London u. New York: Routledge: 1998; Christian Kravagna (Hrsg.): Privileg Blick. Kritik der visuellen Kultur. Berlin: Ed. ID-Archiv, 1997; Chris Jenks (Hrsg.): Visual Culture. London u. New York: Routledge, 1995; Jessica Evans u. Stuart Hall (Hrsg.): Visual Culture. The Reader. London: Sage, 1997; Tom Holert (Hrsg.): Imagineering. Visuelle Kultur und Politik der Sichtbarkeit. = Jahresring, Bd. 47, Köln: Oktagon, 2000; Gottfried Boehm (Hrsg.): Was ist ein Bild? München: Fink, 1994; Manfred Faßler: Bildlichkeit. Wien, Köln u. Weimar: Böhlau, 2002.



Goethe-Universität Frankfurt am Main
Institut für Kunstpädagogik: Visuelle Kultur

Recycling

Fachwissenschaftliches Seminar I
SE (2 SWS) - Do 12-14 - Raum: 206
L2-KU-M4 3 / L3-KU-M5 3 / L3-GR-M6 3 / L5-KU-M4 3 (3 CP)

Aus Abfall wird Kunst - in der Kunstgeschichte ist das längst ein vertrautes Prinzip: Ob Künstlerinnen und Künstler aus Fundstücken Objets Trouvés, Collagen oder Assemblagen gestalten, oder ob sie Abfall sammeln und sortieren, in Installationen einbeziehen und direkt zur Kunst erklären.
Verändert hat sich allerdings der jeweilige Kontext, in dem solche Transformationen stattfinden. In Zeiten zunehmender Rohstoffknappheit, aber auch angesichts einer allgemeinen Konsummüdigkeit sowie schmaler werdender Budgets bei vielen, die wenige Jahre zuvor noch als Teil einer kaufkräftigen Mittelschicht galten, gewinnt Recycling in vielen Bereichen des Alltags und der Kultur sichtlich an Bedeutung. Zusammen mit neuen Recycling-Politiken entwickeln sich neue Recycling-Ästhetiken; recycelt werden in diesem Zuge nicht nur Dinge und Materialien, sondern auch Medien, Techniken bzw. Technologien, Strategien und Ideen.

So sind aktuell in angewandten Feldern wie Architektur, Design und Mode "Recycling" und "Redesign" zu wichtigen Schlagwörtern geworden. Und während sich zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler auf unterschiedliche Weise mit Recycling-Strategien und Technologien beschäftigen und in diesem Zuge auch für die Alltagspraxis taugliche Konzepte entwickeln, entwerfen Kreative aus angewandten Bereichen Projekte, die als Prototypen zugleich Kunststatus beanspruchen können. In der Alltagskultur selbst wiederum werden - unterstützt durch Netzwerke und namentlich das WWW - auf breiter Basis Informationen über Techniken und Strategien der Wiederverwertung sowie einschlägige Anregungen ausgetauscht.
Das Seminar wird dieses Feld erkunden, um verschiedene Perspektiven auf Recycling in Kunst, Kultur und Alltag in Theorie und Praxis auszuloten.

Literatur:
Michael Thompson: Die Theorie des Abfalls. Über die Schaffung und Vernichtung von Werten. Stuttgart: Klett-Cotta, 1981; Timothy Corrigan Correll u. Patrick Arthur Polk (Hrsg.): The cast-off recast. Recycling and the creative transformation of mass-produced objects. Los Angeles: UCLA Fowler Museum of Cultural History, 1999; Alexandra Palmer u. Hazel Clark (Hrsg.): Old clothes New looks. Second-hand fashion. Oxford: Berg, 2005; Lea Vergine: When Trash Becomes Art. Trash Rubbish Mongo. Mailand: Skira, 2007; John Knechtel (Hrsg.): Trash. Cambridge u. London: MIT Press, 2007.
Weitere Literatur und Ressouren werden im Seminar bekannt gegeben und im Semesterapparat zur Verfügung gestellt.

Hinweise:
Im Rahmen der Veranstaltung bzw. die Veranstaltung begleitend sind Ortstermine bzw. Exkursionen vorgesehen (s. Aushang).



Goethe-Universität Frankfurt am Main
Institut für Kunstpädagogik: Visuelle Kultur

Gehirn Be-Greifen
Interdisziplinäre Ansätze aus Kunst und Biologie

[zus. mit Prof. Dr. Paul W. Dierkes, Fb. 15 / Didaktik der Biowissenschaften]

Fachwissenschaftliches Seminar II
SE (2 SWS) - Di 16-18 - Raum: 206
L3-KU-M5 3 / L3-KU-M6 3 / L3-KU-M9 3 / L3-KU-M10 3 (3 CP)

Von der "Graue Masse" zum "Zentralen Nervensystem": Schon seit der Antike versucht der Mensch, das Gehirn zu erforschen und in seinen Funktionen zu begreifen. Die moderne Hirnforschung ist eine vergleichsweise junge Wissenschaft, in der sich in den letzten Jahrzehnten das Wissen explosionsartig entwickelt hat. Moderne neurobiologische Forschungsmethoden erlauben einen zunehmend genaueren Blick auf verschiedenste Prozesse neuronaler Verarbeitung und führen so zu neuen Anwendungsbereichen und Fragen. Diese Entwicklung nachzuvollziehen und aus der Geschichte heraus Prognosen für zukünftige Felder der Hirnforschung abzuleiten, eröffnet spannende Perspektiven.

Zunächst jedoch sind für ein näheres Be-Greifen des Gehirns grundlegende Kenntnisse über Hirnstrukturen sowie über die technischen Möglichkeiten ihrer Untersuchung wichtig. Im Lauf der Jahrhunderte haben Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen hierfür die unterschiedlichsten Werkzeuge, Ansätze und Methoden entwickelt. Vom anatomischen Schnitt bis hin zu verschiedenen technologisch gestützten Verfahren spielt dabei bis heute Visualisierung und Modellierung eine zentrale Rolle.

Die Kunst hat hierzu keineswegs allein auf dem Gebiet der wissenschaftlichen Illustration und des Modellplastik ihren Beitrag geleistet. Vielmehr sind die wissenschaftlichen Verfahren der Bildgeneration, die Visualisierungstechniken und -technologien, die Darstellungsformen ebenso wie die an wissenschaftlichen Bildern vorgenommenen Lektüren als Teil jenes historischen, gesellschaftlichen und kulturellen Gefüges zu sehen, aus dem auch die Künste hervorgegangen sind. Kulturelle Sichtweisen und ästhetische Präferenzen, die in und von den Künsten mit geformt werden, haben also in vielfacher Hinsicht Einfluss auf den Erkenntnisprozess. Zudem haben zahlreiche Künstlerinnen und Künstler in Auseinandersetzung mit der Hirnforschung eigene Zugänge entwickelt und in den unterschiedlichsten Medien umgesetzt. Umgekehrt wollen manche Hirnforscher in der Kunst nicht nur Ansatzpunkte für eine direkte oder indirekte Bestätigung ihrer Theorien ausmachen, sondern auch Parallelen zu ihren Versuchen, das Gehirn zu begreifen. Und schließlich gibt es gerade in jüngerer Zeit auf dem Feld der Hirnforschung zahlreiche interdisziplinäre Projekte, in denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gemeinsam bzw. im Austausch mit Künstlerinnen und Künstlern arbeiten.

Das Seminar will nicht nur einen Überblick über die in Wissenschaft, Kunst und Populärkultur entwickelten Perspektiven auf das Gehirn und die Hirnforschung vermitteln sowie zur Diskussion über die jeweiligen Bildproduktionen einladen.
Ziel ist es zudem, eine gemeinsame Präsentation zu erarbeiten, die zum Ende des Wintersemesters öffentlich vorgestellt werden soll.

Literatur:
Detlef B. Linke: Das Gehirn. München: C.H. Beck, 1999; Wolf Singer: Gehirn und Kognition. Heidelberg: Spektrum, 2000; Rainer Bösel: Das Gehirn. Ein Lehrbuch der funktionellen Anatomie für die Psychologie. Stuttgart: Kohlhammer, 2006; Michael I. Posner u. Markus E. Raichle: Bilder des Geistes. Hirnforscher auf den Spuren des Denkens. Heidelberg: Spektrum, 1996; Gerhard Roth: Das Gehirn und seine Wirklichkeit. Kognitive Neurobiologie und ihre philosophischen Konsequenzen. Frankfurt a M.: Suhrkamp, 1994; Olaf Breidbach: Die Materialisierung des Ichs. Zur Geschichte der Hirnforschung im 19. und 20. Jahrhundert. Frankfurt a M..: Suhrkamp, 1997; Michael Hagner: Homo cerebralis. Der Wandel vom Seelenorgan zum Gehirn. Frankfurt a M.. u. Leipzig: Insel, 2000; Stanley Finger: Origins of Neuroscience. A History of Explorations into Brain Functions. Oxford: Oxford University Press,1994; Charles G. Gross: Brain Vision Memory: Tales in the History of Neuroscience. Cambridge u. London,1999; Gehirn und Denken. Kosmos im Kopf. Ausst. Kat. Deutsches Hygiene Museum Dresden. Red. Lisa Vieth u. Brigitte Hirner. Ostfildern-Ruit: Hatje-Cantz, 2000; Caroline A. Jones u. Peter Galison (Hrsg.): Picturing Science, Producing Art. New York u. London: Routledge, 1998; Martin Kemp: Bilderwissen. Die Anschaulichkeit naturwissenschaftlicher Phänomene. Köln: DuMont, 2003; Detlef B. Linke: Kunst und Gerhirn. Die Eroberung des Unsichtbaren. Reinbek b. Hamburg, 2001; Karl Clausberg: Neuronale Kunstgeschichte. Selbstdarstellung als Gestaltungsprinzip. Wien u. New York: Springer, 1999; Barbara Maria Stafford: Echo Objects. The cognitive work of images. Chicago: University of Chicago Press, 2007; Robert-Benjamin Illing: 4000 Jahre Gehirnforschung. In: Biologie in unserer Zeit. 26:1996, 136-148; Eric Kandel et al.: Neurowissenschaften. Heidelberg: Spektrum, 1995; Eric Kandel: Auf der Suche nach dem Gedächtnis. Die Entstehung einer neuen Wissenschaft des Geistes. München: Pantheon, 2007.

Weitere Literatur und Ressourcen werden im Seminar bekannt gegeben und im Semesterapparat verfügbar gemacht.



Goethe-Universität Frankfurt am Main
Institut für Kunstpädagogik: Visuelle Kultur

D.I.Y. : Do It Yourself-Kulturen

Interdisziplinäre (Gast-)Vortragsreihe
RVL - Di 18.30 s.t. und Sondertermine (s. Aushänge) - Raum 206
Geeignet für alle Fachsemester

Do-it-Yourself, kurz D.I.Y.: Selber machen hat derzeit Hochkonjunktur. Ob in Magazinen oder in Szeneläden: Allenthalben ist Handgearbeitetem, -genähtem und -gestricktem sowie Selbstgebasteltem in den unterschiedlichsten Formen und Formaten zu begegnen. Sogar Massenware präsentiert sich in entsprechendem Gewand. Und auch in den Künsten ist neben einer Rückkehr zu handwerklichen Techniken und Qualitäten ein regelrechter Bastel-Boom zu verzeichnen.
Doch was steckt hinter diesem Trend - insbesondere in einer Gesellschaft, die als Konsumkultur gilt und in der es scheinbar alles zu kaufen gibt? Welche Bedeutung ist ihm im Bezug auf die Gegenwartskultur beizumessen? Und welche Rolle spielt die Kunst in diesem Zusammenhang?

Im Anschluss an das Seminar im vergangenen Sommersemester ist für das Wintersemester eine Reihe mit interdisziplinären (Gast-)Vorträgen geplant.

Weitere Informationen zu den Terminen, Themen und Vortragenden: Siehe Aushänge.

Literatur und Materalien finden sich im Semesterapparat.



Goethe-Universität Frankfurt am Main
Institut für Kunstpädagogik: Visuelle Kultur

GEHEN & SEHEN
Erkundungen zur Visuellen Kultur im Urbanen Raum

Projektseminar mit Tagesexkursionen
Projekttreffen in Raum 206 und Tagesexkursionen n.V. (siehe Aushänge)
Geeignet für alle Fachsemester

Fortsetzung des im Sommersemester 2008 begonnen Projektseminars (s. den Kommentar ebd.).
Ein Neueinstieg ist jederzeit möglich.
Treffen und Exkursionstermine: Siehe Aushang.
NeueinsteigerInnen sollten sich zu Beginn des Semesters in der Sprechstunde anmelden, um in den Projektverteiler aufgenommen zu werden.

Literatur und Materalien finden sich im Semesterapparat.



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Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2008

- Goethe-Universität Frankfurt am Main -

Goethe-Universität Frankfurt am Main
Institut für Kunstpädagogik: Visuelle Kultur

"Ich sehe was, was du nicht siehst..."?
Bild-Lektüren zur visuellen Kultur (Neue Folge)

Fachwissenschaftliche Vorlesung (mit Seminar)
V + S (2 SWS) - Mi 10-12 - Raum: 206
L2-KU-M4 3 / L5-KU-M4 3 / L3-KU-M5 3 (3 CP) / Belegbar ab dem 1. Semester

Mit neuen Folgen und neuen Schwerpunkten wird die Vorlesungsreihe weitergeführt - die Teilnahme im vorangegangenen Semester ist keine Voraussetzung (aber umgekehrt auch kein Hindernis).

In Anlehnung an das bekannte Kinderspiel lädt die Veranstaltung dazu ein, das Feld der visuellen Kultur im Spannungsfeld von Sichtbarem und Unsichtbaren zu erkunden. Ausgangspunkt ist jeweils eine gemeinsame Bildbetrachtung: Anhand von ausgewählten "Anschauungsobjekten" aus Kunst und Wissenschaft, Populär- und Alltagskultur werden exemplarische Sondierungen vorgenommen - und in diesem Zuge auch Grundbegriffe, Theorien und Methoden vorgestellt, die für die Auseinandersetzung mit der visuellen Kultur von Relevanz sind.
Dabei soll es nicht nur darum gehen, mögliche Bedeutungsschichten einzelner Bilder freizulegen und im Kontext der jeweiligen Produktions-, Publikations- und Rezeptionszusammenhänge zu erschließen. Besonderes Interesse gilt beispielsweise auch den Austauschprozessen zwischen verschiedenen Bereichen der visuellen Kultur und mit anderen kulturellen Feldern sowie dem historischen Horizont ästhetischer und gesellschaftlicher (Bild-)Praktiken der Gegenwart.


Hinweise:
Literatur wird in der Vorlesung bekannt gegeben und im Semesterapparat verfügbar gemacht.
Es kann ein Leistungsschein erworben werden.
Studierenden im Grundstudium wird zusätzlich der begleitende Besuch des Proseminars "Von der Imagination zum Image. Einführung in die Visuelle Kultur" empfohlen, in dem ein Proseminarschein erworben werden kann.



Goethe-Universität Frankfurt am Main
Institut für Kunstpädagogik: Visuelle Kultur

Von der Imagination zum Image. Einführung in die Visuelle Kultur

Fachwissenschaftliches Proseminar
P (2 SWS) - Di 14-16 - Raum: 206
L1-KU-M1 3 / L2-KU-M2 3 / L3-KU-M2 3 / L5-KU-M2 3 (3 CP)

Was versteht man eigentlich unter "visueller Kultur"? Geht es dabei nur um Bilder? Was ist überhaupt ein Bild? Wie hängen Vorstellung und Darstellung miteinander zusammen? Was sind "Techniken des Betrachters"? Was bedeutet "Repräsentation"? Welche Rolle spielen Materialität und Medialität in der visuellen Kultur? Das Seminar wird in das Gegenstandsgebiet einführen und in diesem Zuge Gelegenheit geben, sich mit Grundbegriffen und Grundfragen vertraut zu machen, die in der Auseinandersetzung mit visueller Kultur von Bedeutung sind, sowie eine Reihe von Methoden kennen zu lernen, mit denen sie erschlossen werden kann.
Ziel ist es nicht nur, ein theoretisches Rüstzeug für den kundigen Umgang mit visueller Kultur in ihren vielfältigen Erscheinungsformen zu erwerben. Vielmehr geht es auch darum, in der gemeinsamen Seminararbeit das erworbene Wissen an der Praxis zu erproben.

Hinweis:
Dieses Proseminar entspricht dem Fachwissenschaftlichen Proseminar "Einführung in die Literatur und die Methoden".

Literatur:
Nicholas Mirzoeff: Introduction into Visual Culture. London u. New York: 1999; Nicholas Mirzoeff (Hrsg.): The Visual Culture Reader. London u. New York: Routledge: 1998; Christian Kravagna (Hrsg.): Privileg Blick. Kritik der visuellen Kultur. Berlin: Ed. ID-Archiv, 1997; Chris Jenks (Hrsg.): Visual Culture. London u. New York: Routledge, 1995; Jessica Evans u. Stuart Hall (Hrsg.): Visual Culture. The Reader. London: Sage, 1997; Tom Holert (Hrsg.): Imagineering. Visuelle Kultur und Politik der Sichtbarkeit. = Jahresring, Bd. 47, Köln: Oktagon, 2000; Gottfried Boehm (Hrsg.): Was ist ein Bild? München: Fink, 1994; Manfred Faßler: Bildlichkeit. Wien, Köln u. Weimar: Böhlau, 2002.



Goethe-Universität Frankfurt am Main
Institut für Kunstpädagogik: Visuelle Kultur

Das ist ja ein Ding!
Sache, Gegenstand, Objekt, Modell - Dinge in Alltagskultur, Kunst und Wissenschaft

Fachwissenschaftliches Seminar I
SE (2 SWS) - Di 16-18 - Raum: 206
L2-KU-M4 3 / L3-KU-M5 3 / L3-GR-M6 3 / L5-KU-M4 3 (3 CP)

Täglich haben wir mit den unterschiedlichsten Dingen zu tun. Einige beachten wir kaum, anderen widmen wir größte Aufmerksamkeit. Manche benutzen wir mit großer Selbstverständlichkeit, andere behandeln wir auf besondere Art und Weise. Wir entwerfen neue Objekte und werfen alte weg, wir spielen mit Sachen, lernen von Modellen, sammeln Gegenstände und betrachten sie als Kunstobjekte.
Aber was ist eigentlich ein Ding - und was zeichnet bestimmte Dinge gegenüber anderen aus? Was treibt den Menschen dazu, bestimmte Gegenstände zu sammeln, zu archivieren und in besonderer Weise zu präsentieren? Was führt ihn dazu, neue Objekte zu entwerfen und alte zu verwerfen? Wie muss ein Gegenstand beschaffen sein, um als Modell zu funktionieren? Wann wird er zum Fetisch? Und wie wird ein Objekt, beispielsweise als Ready Made oder Objet trouvé, zum Objekt der Kunst?

Mit diesen und weiteren Fragen wird sich das Seminar anhand von Dingen aus Alltagskultur, Kunst und Wissenschaft beschäftigen. Im Zuge der Auseinandersetzung mit ausgewählten Gegenständen aus unterschiedlichen Feldern der Künste, der Pop- und Alltagkultur und des Design sowie der Wissenschaft sollen verschiedene methodische Ansätze und Theorien zur Diskussion gestellt werden.

Hierfür bieten sich auch gemeinsame Ortstermine in Sammlungen und in Ausstellungen an.
In Verbindung mit dem Seminar werden Tagesexkursionen angeboten. Bitte beachten Sie dazu die Aushänge.

Literatur:
Willy Rotzler: Objekt-Kunst. Köln: DuMont, 1972; Donald A. Norman: Dinge des Alltags, Frankfurt u. a.: Campus, 1989; Henry Petroski: The evolution of useful things, New York 1992; Joachim Kallinich (Hrsg.): Botschaft der Dinge. Heidelberg: Braus 2003; Vilem Flusser: Dinge und Undinge, München: Hanser, 1993; Karl-Heinz Kohl: Die Macht der Dinge. Geschichte und Theorie sakraler Objekte, München: Beck 2003; Lorraine Daston (Hrsg.): Thinks that Talk. Object lessons from art and science. New York: Zone Books, 2004; Lorraine Daston u. Peter Galison: Objectivity. New York: Zone Books, 2007 [dtsch. Übs.: Objektivität. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 2007]; Katharina Ferus u. a. (Hrsg): "Die Tücke des Objekts". Vom Umgang mit Dingen. Berlin: Reimer, 2008.

Weitere Literatur wird im Seminar bekannt gegeben und im Semesterapparat verfügbar gemacht.




Goethe-Universität Frankfurt am Main
Institut für Kunstpädagogik: Visuelle Kultur

Do It Yourself!
Heimwerken und Handarbeit - Alltagskultur und Kunst, Tradition und Trend

Fachwissenschaftliches Seminar II
SE (2 SWS) - Do 14-16 - Raum: 206
L3-KU-M5 3 / L3-KU-M6a 3 / L3-KU-M9a 3 / L3-KU-M10 3 (3 CP)

Do It Yourself: Selber machen hat derzeit Hochkonjunktur. Ob in Magazinen oder in Szeneläden: Allenthalben ist Handgearbeitetem, -genähtem und -gestricktem sowie Selbstgebasteltem in den unterschiedlichsten Formen und Formaten zu begegnen. Sogar Massenware präsentiert sich in entsprechendem Gewand. Und auch in den Künsten ist neben einer Rückkehr zu handwerklichen Techniken und Qualitäten ein regelrechter Bastel-Boom zu verzeichnen.
Doch was steckt hinter diesem Trend - insbesondere in einer Gesellschaft, die als Konsumkultur gilt und in der es scheinbar alles zu kaufen gibt? Welche Bedeutung ist ihm im Bezug auf die Gegenwartskultur beizumessen? Und welche Rolle spielt die Kunst in diesem Zusammenhang?

Um diesen Fragen nachzugehen, wird sich das Seminar sowohl mit den historischen Hintergründen von DIY, Heimwerken und Handarbeit als mit verschiedenen Typen von "Do-it-Yourself"-Kulturen in Geschichte und Gegenwart, ihrem jeweiligen Selbstverständnis, ihren Ästhetiken, Techniken, Strategien und Zielen, ihren Ökonomien und ihren gesellschaftlichen Kontexten beschäftigen. Interessieren werden dabei nicht nur Produktionszusammenhänge und Produktionen von Gebrauchsgegenständen, Kleidung und Schmuck über Musik, Zines, Videos bis zur Kunst, sondern auch die Spannungsfelder wie Alltagskultur, Design und Kunst; Konsum- und Protestkulturen; Materialität und Medialität u .a .m., in denen diese zu verorten sind.
Neben der Auseinandersetzung mit kunst- und kulturwissenschaftlichen Theorien bieten sich im Rahmen einer Erkundung des Feldes auch verschiedene Ansatzpunkte für praxisnahe Feldforschung an.


Literatur:
Amy Spencer: DIY. The Rise of Lo-fi Culture. London: Marion Boyars, 2005; Andreas Broeckmann u. Susanne Jaschko (Hrsg.): do it yourself! Kunst und digitale Medien. Software - Partizipation - Distribution. Berlin: transmediale, 2001; C6 (Hrsg.): DIY, London: mute POD, 2006; Shoshana Berger u. a.: ReadyMade. How to make (almost) everything. New York: Clarkson Potter, 2005; Richard Florida; The Rise of the Creative Class. And How It's Transforming Work, Leisure, Community and Everyday Life, New York: Basic Books, 2002; Joseph Heath u. Andrew Potter: Konsumrebellen. Der Mythos der Gegenkultur. Berlin: Rogner & Bernhard, 2005.

Weitere Literatur und Ressourcen werden im Seminar bekannt gegeben und im Semesterapparat sowie im Seminar-Wiki verfügbar gemacht.



Goethe-Universität Frankfurt am Main
Institut für Kunstpädagogik: Visuelle Kultur

GEHEN & SEHEN
Erkundungen zur Visuellen Kultur im Urbanen Raum

Projektseminar mit Tagesexkursionen
Projekttreffen in Raum 206 und Tagesexkursionen n.V. (siehe Aushänge)
Geeignet für alle Fachsemester

GEHEN & SEHEN ist ein Projektseminar mit (Tages-)Exkursionen in Form von Stadtspaziergängen in Frankfurt, Offenbach und weiteren Städten des Rhein-Main-Gebiets (Wiesbaden, Darmstadt, Mainz...), die eine Erkundung der visuellen Kultur im urbanen Raum zum Ziel haben. Das Format nimmt bewusst auf eine traditionelle Kulturpraxis Bezug, für die sich kaum zufällig seit der frühen Moderne auch zahlreiche KünstlerInnen und Künstlergruppen interessiert haben - prominent etwa die Situationisten, deren "Techniken" des "Umherschweifens" und der "psychogeographischen Spaziergänge" gerade in jüngerer Zeit in verschiedenen Kontexten eine Renaissance erfahren.

Welche Orte würde ich einem Gast zeigen, der sich nicht nur für "Sehenswürdigkeiten" im klassischen Sinne interessiert? Welche wollte ich mir selbst schon längst einmal genauer ansehen? Wie bilden sich in Wandel befindlichen Relationen zwischen "privaten" und "öffentlichen" Räumen, zwischen individuellen und gemeinschaftlichen Sphären ab?
Wie verändern gesellschaftliche und ökonomische Prozesse das Stadtbild und den Lebensraum Stadt? Wie funktionieren Orte der Kunst und der Kultur in diesem Kontext? Welche Spielräume gibt es für welche Gestaltungsinteressen? Was wären Nicht-Orte? Wie sehen Frankfurts "Park Fictions" aus? Wuchert unter dem Pflaster noch irgendwo der Strand?

Fragen wie diese können als Leitfragen einer "Routenplanung" für die Stadtspaziergänge dienen - und auf diesen selbst zum gezielten Ab- bzw. freien Umherschweifen einladen.
Stadtspaziergänge bringen nicht nur den Körper, sondern auch das Denken in Bewegung. In diesem Sinne sollen die Stationen für Diskussionen genutzt werden, aus denen sich gegebenenfalls weitere Projekte entwickeln lassen.

Museen, Galerien und "Off-Spaces", Kunst im öffentlichen Raum, Kulturdenkmäler und historische Orte werden dabei keineswegs "übergangen". Sie stellen ebenso potentielle Stationen dar wie "Unorte" und Nicht-Orte; umgekehrt können sich Spuren des Alltags und Zufallsfunde am Wegesrand mitunter als ebenso interessant erweisen wie markante architektonische Konstellationen und städtebau-politisch relevante Situationen.

Literatur:
Marc Augé: Orte und Nicht-Orte. Frankfurt a M.: Fischer, 1994; Lucius Burkhardt: Warum ist Landschaft schön? Die Spaziergangswissenschaft. Berlin: Martin Schmitz, 2006; Karen Franck u. Quentin Stevens (Hrsg.): Loose Space. Possibilty and Diversity in Urban Life, London: Routledge, 2007; Katja Kupfer u. Christoph Schröder: Unsere Stadt. Frankfurt in vier Spaziergängen. Frankfurt a. M.: Heinrich & Hahn, 2007; Roberto Ohrt (Hrsg.): Das Grosse Spiel. Situationisten zwischen Gesellschaft und Kunst. Hamburg: Ed. Nautilus, 2000.
Weitere Literatur und Ressourcen werden im Semesterapparat verfügbar gemacht.
Dort findet sich auch Grundlagenliteratur zu Themen wie Raum, Stadt, Urbanismus, Visuelle Kultur urbaner Räume, Kunst öffentlichen Raum, Street Art u.a.m.



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Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2007/2008

- Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main -

Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main
Institut für Kunstpädagogik: Visuelle Kultur

"Ich sehe was, was du nicht siehst..."?
Bild-Lektüren zur visuellen Kultur

Fachwissenschaftliche Vorlesung (mit Seminar)
V (+ S); 2 SWS; Mi 10:00 - 12:00; Raum 206
L2-KU-M4 3 / L5-KU-M4 3 / L3-KU-M5 3 (3 CP)

In Anlehnung an das bekannte Kinderspiel lädt die Vorlesung dazu ein, das Feld der visuellen Kultur im Spannungsfeld von Sichtbarem und Unsichtbaren zu erkunden. Ausgangspunkt ist jeweils eine gemeinsame Bildbetrachtung: Anhand von ausgewählten "Anschauungsobjekten" aus Kunst und Wissenschaft, Populär- und Alltagskultur werden exemplarische Sondierungen vorgenommen - und in diesem Zuge auch Grundbegriffe, Theorien und Methoden vorgestellt, die für die Auseinandersetzung mit der visuellen Kultur von Relevanz sind.
Dabei soll es nicht nur darum gehen, mögliche Bedeutungsschichten einzelner Bilder freizulegen und im Kontext der jeweiligen Produktions-, Publikations- und Rezeptionszusammenhänge zu erschließen. Besonderes Interesse wird auch den Austauschprozessen zwischen verschiedenen Bereichen der visuellen Kultur und mit anderen kulturellen Feldern sowie dem historischen Horizont ästhetischer und gesellschaftlicher (Bild-)Praktiken der Gegenwart gelten. Literatur wird in der Vorlesung angegeben.

Hinweise:
Literatur wird in der Vorlesung bekannt gegeben.
Es kann ein Leistungsschein erworben werden.
Studierenden im Grundstudium wird zusätzlich der begleitende Besuch des Proseminars "Von der Imagination zum Image. Einführung in die Visuelle Kultur" empfohlen, in dem ein Proseminarschein erworben werden kann.

Zur Veranstaltung wird ein Wiki angeboten; Zugang siehe Aushang (sowie demnächst an dieser Stelle).



Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main
Institut für Kunstpädagogik: Visuelle Kultur

Von der Imagination zum Image. Einführung in die Visuelle Kultur

Fachwissenschaftliches Proseminar
P (2 SWS) - (Fachwissenschaftliches Proseminar) - Di 14-16 - Raum: 206
L1-KU-M1 3 / L2-KU-M2 3 / L3-KU-M2 3 / L5-KU-M4 3 (3 CP)

Was versteht man eigentlich unter "visueller Kultur"? Geht es dabei nur um Bilder? Was ist überhaupt ein Bild? Wie hängen Vorstellung und Darstellung miteinander zusammen? Was sind "Techniken des Betrachters"? Was bedeutet "Repräsentation"? Welche Rolle spielen Materialität und Medialität in der visuellen Kultur? Das Seminar wird in das Gegenstandsgebiet einführen und in diesem Zuge Gelegenheit geben, sich mit Grundbegriffen und Grundfragen vertraut zu machen, die in der Auseinandersetzung mit visueller Kultur von Bedeutung sind, sowie eine Reihe von Methoden kennen zu lernen, mit denen sie erschlossen werden kann.
Ziel ist es nicht nur, ein theoretisches Rüstzeug für den kundigen Umgang mit visueller Kultur in ihren vielfältigen Erscheinungsformen zu erwerben. Vielmehr geht es auch darum, in der gemeinsamen Seminararbeit das erworbene Wissen an der Praxis zu erproben.

Literatur:
Nicholas Mirzoeff: Introduction into Visual Culture. London u. New York: 1999; Nicholas Mirzoeff (Hrsg.): The Visual Culture Reader. London u. New York: Routledge: 1998; Christian Kravagna (Hrsg.): Privileg Blick. Kritik der visuellen Kultur. Berlin: Ed. ID-Archiv, 1997; Chris Jenks (Hrsg.): Visual Culture. London u. New York: Routledge, 1995; Jessica Evans u. Stuart Hall (Hrsg.): Visual Culture. The Reader. London: Sage, 1997; Tom Holert (Hrsg.): Imagineering. Visuelle Kultur und Politik der Sichtbarkeit. = Jahresring, Bd. 47, Köln: Oktagon, 2000; Gottfried Boehm (Hrsg.): Was ist ein Bild? München: Fink, 1994; Manfred Faßler: Bildlichkeit. Wien, Köln u. Weimar: Böhlau, 2002.

Weitere Literatur wird im Seminar bekannt gegeben.

Zur Veranstaltung wird ein Wiki angeboten; Zugang siehe Aushang (sowie demnächst an dieser Stelle).



Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main
Institut für Kunstpädagogik: Visuelle Kultur

Wenn eins zum andern kommt:
Collage, Assemblage, Montage, Bricolage, Sampling

Fachwissenschaftliches Seminar I
S (2 SWS) - Di 16-18 - Raum: 206
L2-KU-M4 3 / L3-KU-M5 3 / L3-GR-M6 3 / L5-KU-M4 3 (3 CP)

Collage, Assemblage, Montage, Bricolage, Sampling: Verfahren, bei denen vorgefundene Elemente zu etwas Neuem zusammengefügt werden, spielen nicht nur in der Kunst eine zentrale Rolle. Auch insgesamt sind sie mittlerweile zu Kulturtechniken von zentraler Bedeutung aufgerückt. Dass "das Ganze immer mehr als die Summe der Teile" ist, mag zwar als Binsenweisheit durchgehen. Aber wie funktionieren zusammengesetzte Bilder eigentlich genau? Inwiefern unterschieden sich die kombinatorischen Verfahren hinsichtlich ihres Umgangs mit dem Ausgangsmaterial, ihrer Techniken, ihrer Ziele und ihrer Effekte? In welchen kulturellen Feldern kommen sie bevorzugt zur Anwendung? Welche Bedeutung kommt ihnen als ästhetische und als gesellschaftliche Praxis zu? Wie sind sie kunst- und kulturhistorisch zu verorten?

Mit diesen und weiteren Fragen wird sich das Seminar beschäftigen. Im Zuge der Auseinandersetzung mit ausgewählten Arbeitsbeispielen aus unterschiedlichen Feldern der Künste, der Pop- und Alltagkultur sowie der Wissenschaft sollen verschiedene methodische Ansätze und Theorien zur Diskussion gestellt werden. Mit Blick auf aktuelle Anwendungen im Bereich der digitalen Medien werden zudem auch die Rechtsverhältnisse thematisiert, die in diesem Bereich eine tragende Rolle spielen.

Literatur:
Herta Wescher: Die Collage. Köln: DuMont, 1968; Diane Waldman: Collage und Objektkunst vom Kubismus bis heute. Köln: DuMont, 1993 [Dk 245]; Brandon Taylor: Collage. The Making of Modern Art. London: Thames & Hudson, 2004; Annegret Jürgens-Kirchhoff: Technik und Tendenz der Montage in der Kunst des 20. Jahrhunderts. Giessen: anabas, 1984; Dawn Ades: Photomontage. London: Thames & Hudson, 1986; Diedrich Diederichsen: Montage / Sampling / Morphing. In: www.medienkunstnetz.de; Lev Manovich: White Cube Black Box. Berlin: Merve, 2005.

Weitere Literatur wird im Seminar bekannt gegeben.

Zur Veranstaltung wird ein Wiki angeboten; Zugang siehe Aushang (sowie demnächst an dieser Stelle).


Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main
Institut für Kunstpädagogik: Visuelle Kultur

Ganz automatisch genial? Kunst-Maschinen

Fachwissenschaftliches Seminar II
SE (2 SWS) - Do 14-16 - Raum: 212
L3-KU-M5 3 / L3-KU-M6a 3 / L3-KU-M9a 3 / L3-KU-M10 3 (3 CP)

Die Kulturgeschichte ist reich an kunstvollen Maschinen und Automatenkonstruktionen - darunter auch solchen, die künstlerische Tätigkeiten des Menschen imitieren bzw. selbsttätig Bildwerke oder Objekte produzieren. Während solche Maschinen - zumal wenn sie von Künstlern konstruiert wurden - ohne weiteres der Kunst oder mindestens dem Kunsthandwerk zugeschlagen werden, gilt das noch lange nicht für ihre Elaborate. Entscheidend ist hier das Kriterium der Autorschaft.
Allerdings ist es alles andere als ungewöhnlich, dass sich Künstlerinnen und Künstler bei ihrer Arbeit technischer Apparaturen und automatisierter Prozesse bedienen - und gerade seit Beginn der Moderne hat es zahlreiche Versuche gegeben, auf diesem Wege auch die traditionelle Autorschaftsposition zu unterlaufen. Doch wie ernst ist es eigentlich zu nehmen, wenn ein Künstler wie Warhol behauptet, er wolle (wie) eine Maschine sein? Und wäre vor dem Hintergrund entsprechender Positionierungen auch eine Neubewertung "automatischer Kunstproduktion" vorzunehmen?

Das Seminar wird dieses Spannungsfeld genauer untersuchen. Die Ausstellung "Kunstmaschinen - Maschinenkunst" (Schirn Kunsthalle Frankfurt, 18. 10. 2007 bis 27. 01. 2008) bietet reiches Anschauungsmaterial zum Thema, so dass die Seminararbeit nicht nur auf der Basis ausgewählter theoretischer Texte und Bildquellen, sondern auch in direkt am Gegenstand stattfinden kann.

Literatur:
Andreas Mayer u. Alexander Metraux: Kunstmaschinen und Maschinenkunst. In: dies. (Hrsg.): Kunstmaschinen. Spielräume des Sehens zwischen Wissenschaft und Ästhetik. Frankfurt a. M.: Fischer, 2005, S. 7-23; Kunstmaschinen - Maschinenkunst. Bearb. Katharina Dohm u. Heinz Stahlhut. Ausst.-Kat. Schirn Kunsthalle Frankfurt a. M. Heidelberg: Kehrer, 2007 (im Erscheinen); Roger Behrens: Maschinenkunst. Maastricht 1996; Hans Ulrich Reck/Harald Szeemann (Hrsg.): Junggesellenmaschinen. Erw. Neuausgabe. Wien u. New York: Springer, 1999; Dieter Mersch: Kunstmaschinen. Zur Mechanisierung von Kreativität. In: Gerhard Gamm u. Andreas Hetzel (Hrsg.): Unbestimmbarkeitssignaturen der Technik. Bielefeld: [transcript], 2005, S. 149-168.

Weitere Literatur wird im Seminar bekannt gegeben.

Zur Veranstaltung wird ein Wiki angeboten; Zugang siehe Aushang (sowie demnächst an dieser Stelle).


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Lehraufträge & Gastdozenturen im Sommersemester 2007

- Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main -

Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main
Institut für Kunstpädagogik

Pimp My Style!
Accessoires und Schmuck in Jugendkulturen. Ego-Designs, Zeichen der Zugehörigkeit

Fachwissenschaftliches Seminar (i. Za. mit Prof. Dr. Birgit Richard)

S; 2 SWS; Di 14:00 - 16:00, ab 24.04.2007

In Jugend- und Subkulturen spielt das "Drum und Dran" eine entscheidende Rolle. Nicht nur über die Kleidung, sondern auch über Schmuck und Accessoires werden Signale der Positionierung gesetzt: Ego-Designs, die zugleich als Zeichen der Zugehörigkeit bzw. der Abgrenzung fungieren können.
Stil zu zeigen bzw. "stylish" zu sein ist nicht allein eine Frage von Mode, sondern auch ein Modus sozialer Kommunikation – und auf beiden Ebenen erweisen sich Details als entscheidend.

Material- und Gebrauchswert sind dabei oft von untergeordneter Bedeutung: Viel wichtiger kann es sein, die richtigen Marken, die coolsten Designer zu kennen und sich beispielsweise angesagte Gadgets in Kleinstauflage leisten zu können. Wo allerdings der Geldbeutel und/oder der Schulterschluss mit der Peer-Group zum Kauf von Kleidung von der Stange verpflichten, ist umso mehr Phantasie im Detail gefragt. T-Shirt Prints, Aufnäher und Badges etwa bieten ein breites Spektrum von Gestaltungsmöglichkeiten – und zwar auch für eigene Designs, mit denen kommerziellen Angeboten dezidiert eine Do-It-Yourself-Kultur entgegen gesetzt wird. Umgekehrt zeigt sich gerade im Bereich Schmuck und Accessoires, dass Strategien der Aneignung, Umwertung und Rekombination von Codes auf beiden Seiten gleichermassen funktionieren.

Das am Institut für Kunstpädagogik angesiedelte Jugendkulturarchiv bietet reiches Material, um dieses Feld am Gegenstand zu untersuchen: Seine Bestände umfassen u. a. T-Shirts, Caps, Gürtel, Taschen, Schmuck und andere Accessoires, die im Rahmen des Seminars beispielhaft aufgearbeitet, aber natürlich auch zum Ausgangspunkt für weiterführende Recherchen und Reflexionen werden sollen. Zum Semesterbeginn wird hierfür u. a. auch ein Weblog zur Verfügung stehen.
Literatur zur Einführung:

Malcolm Barnard: Fashion as Communication. London 2002; Dick Hebdige: Subculture. The meaning of style. London/New York 1981; R. Hitzler/Th. Bucher/A. Niederbacher: Leben in Szenen. Formen jugendlicher Vergemeinschaftung heute, Opladen 1981; David Muggleton: Inside subculture. The postmodern meaning of style. New York 2000; Ted Polhemus: The Customized Body, London 2000; Birgit Richard (Hrsg.): Hüllen des Selbst. Mode als ästhetisch-medialer Komplex. = Kunstforum International, Bd. 141, 2004.


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Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2006/2007

- Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main - Universität Freiburg -

Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main
Institut für Kunstpädagogik

Das aktive Archiv: Jugendkulturen off- und online
Customize it! (No) Logos, Re-Branding, Prosumer Culture

Fachwissenschaftliches Seminar
S; 2 SWS; Di, 14:00 - 16:00, ab 24.10.2006

Customize it! Dieses Motto wird seit einiger Zeit bevorzugt von Turnschuh-, T Shirt- und Gadget-Herstellern ausgegeben, um ihre Produkte umso einträglicher an Mann und Frau zu bringen. Massenware erhält dadurch das Flair von Individualität und Exklusivität - anders als bei Editionen muss man aber nicht unbedingt teure DesignerInnen engagieren und erhöht zugleich die persönliche Kundenbindung.

Was Firmen erst in den letzten Jahren für sich entdeckt haben, ist in Jugend- und Subkulturen schon lange ein bewährtes Prinzip. Und zudem eines, das über die persönliche Aneignung hinaus auch ein breites Spektrum von Kreativität bis hin zu Kritik an und Subversion von Marken und deren Vermarktungsstrategien eröffnet.

Das am Institut für Kunstpädagogik angesiedelte Jugendkulturarchiv bietet reiches Material, um dieses Spannungsfeld am Gegenstand zu untersuchen: Mode, Accessoires, Gadgets und andere Gegenstände, die nicht zuletzt auch belegen können, wie sich unterschiedlich sich Strategien im Umgang mit Marken, Logos und Labels in verschiedenen Jugendkulturen artikulieren und über die Zeit hinweg entwickeln.

Im Rahmen des Seminars soll es daher einerseits gezielt in seinen Beständen genutzt und aufgearbeitet, andererseits aber auch um digitale Ressourcen erweitert werden.

Das Seminar findet in Form eines "Blendend Learning", d.h. in Präsenz- und online-Modulen statt. Besondere Computerkenntnisse werden jedoch nicht vorausgesetzt.

Literatur zur Einführung:

Heike Jenß: Customize Me! Anmerkungen zur Massenindividualisierung in der Mode. In: Schönheit der Uniformität. Körper, Kleidung, Medien, Hrsg. Gabriele Mentges u. Birgit Richard, Frankfurt am Main 2005, S. 199-219
Naomi Klein: No logo! Der Kampf der Global Players um Marktmacht. Ein Spiel mit vielen Verlierern und wenigen Gewinnern, München 2001
Birgit Richard: Logomanie und Markenhopping. Strategien der Verkürzung und Konservierung des Flüchtigen. In: Haltbar bis... immer schneller, Ausstellungskatalog Kunsthalle Krems, Hrsg. Ulrich Marchsteiner, Köln 1999, S. 60-67
Die Hüllen des Selbst. Mode als ästhetisch-medialer Komplex, Hrsg. Birgit Richard, Kunstforum International, Band 141, Juni-September 1998

Weitere Literatur und Links zu online-Ressourcen folgen im Seminar.


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Universität Freiburg i. Brsg.
Fachübergreifende Lehrveranstaltung

Cyborg-Entomologie
Insektenkunde zwischen Science und Fiction

Blocklehrveranstaltung (Vorlesung und Workshop)
09. 12. / 10. 12. 2006

Mit Insekten, so sollte man meinen, haben Menschen eher wenig gemein. Hier das viergliedrige Säugetier, dort das sechsgliedrige Kerbtier mit dem chitingepanzerten Leib. Aus Menschenperspektive handelt es sich bei Insekten entweder um Nützlinge oder um Schädlinge - in jedem Fall aber um "die Anderen". Fremde und etwas seltsame Wesen, die faszinieren oder Ekel hervorrufen.

Wohl gerade deshalb sind Insekten jedoch auch seit je ein kulturelle Projektionsfläche, die auf vielfältige Weise bespielt werden kann und je nach den historischen, ethischen, ästhetischen und politischen Interessen, die den Projektionen zu Grunde liegen, auch sehr unterschiedlich gestaltet wird. Auch sind es sowohl einzelne Insektenarten, die bevorzugt solchen Projektionen unterliegen - allen voran jene, mit denen den Menschen ein spezifisches Verhältnis verbindet - als auch spezifische Charakteristika, Eigenschaften und Verhaltensweisen, die besonders zu interessieren scheinen, wobei das einzelne Insekt ebenso wie ein ganzes Insektenvolk ins Visier geraten kann.

Gerade in jüngerer Zeit ist nun zu beobachten, dass der Entomologie - also der Insektenkunde - sowie Insekten allgemein, und zwar allen voran den staatenbildenden Insekten wie Bienen und Ameisen, auch seitens der populären Medien ein verstärktes Interesse entgegen gebracht wird. Im Hintergrund stehen dabei Entwicklungen im Bereich der Informations- und Biotechnologien, deren Konsequenzen Donna Haraway bereits Mitte der achtziger Jahre in zwei zentrale Paradigmen gefasst hat:
Den "Zusammenbruch entscheidender Grenzziehungen" - derjenigen nämlich zwischen Mensch und Maschine sowie derjenigen zwischen Mensch und Tier - und die "Übersetzung der Welt in ein Kodierungsproblem".
Aufwallendem Unbehagen schallt die Parole entgegen: Widerstand ist zwecklos! Liebe die Maschine, das Tier, das Alien in Dir!

Gleichwohl bleibt die Botschaft ambivalent. Während nämlich einerseits die Möglichkeit in Aussicht gestellt wird, von der Insektenwelt nicht nur mittelbar zu lernen, sondern auch mit Hilfe neuer Technologien bestimmte Fähigkeiten direkt zu implementieren, begegnen anderseits einschlägig von Insektoidem affizierte Horror- und Science Fiction-Phantasien. Bei näherer Betrachtung der Bilder, über die die entsprechenden Vorstellungen kommuniziert werden, erweist sich zudem, dass sowohl die positiven Utopien als auch die Dystopien seltsam vertraut erscheinen. Inwieweit handelt es sich hier also wirklich um fundamentale Veränderungen?

Diesen Komplex wird die zweitägige Block-Lehrveranstaltung sowohl in seinen gegenwärtigen Konturen als auch im Hinblick auf seine kultur- und wissenschaftsgeschichtlichen Fundamente näher zu fassen versuchen. Während am ersten Tag der Weg "Von der Alien-Anthropologie zur CyBorg-Entomologie" eingeschlagen werden soll, wird es am zweiten Tag um einen vertiefenden Blick auf das spezifische Interesse an staatenbildenden Insekten gehen. Wenn bereits am ersten Tag Fragestellungen und Perspektiven der Gender Studies eine wichtige Rolle spielen, so sollen am zweiten mit den "Königinnen" und ihrem Hofstaat insbesondere jene geschlechtsbezogenen Phantasmen in den Mittelpunkt rücken, welche nicht etwa nur populäre Vorstellungen seit je entscheidend mitbestimmen, sondern durchaus auch der Entomologie ihren Stempel aufgeprägt haben.

Die Block-Lehrveranstaltung besteht aus mehreren Einheiten, die jeweils von einem einführenden Vortrag bzw. einer Vorlesung eingeleitet werden. Im Anschluss besteht dann jeweils die Möglichkeit, die vorgestellten Thesen und Inhalte anhand von mitgebrachtem Material sowie unter Einbezug weiterer theoretischer Positionen vertiefend zu diskutieren. Das Einbringen eigener Arbeiten und Projekte mit Bezug zum Spannungsfeld Technoscience, Kultur- und Wissenschaftsgeschichte und Gender Studies, die vor- und zur Diskussion gestellt werden können, ist dabei willkommen; idealerweise sollte jedoch im Vorfeld Kontakt zur Dozentin aufgenommen werden (Kontaktadresse s. unten). Allen TeilnehmerInnen sollte Donna Haraways "Manifesto for Cyborgs" bekannt sein; eine weiterführende Kenntnis von Grundlagentexten zur feministischen Wissenschaftsgeschichte u. -kritik sowie allgemein zur Wissenschaftsgeschichte ist von Vorteil, aber keine Teilnahmevoraussetzung. Weitere Literaturhinweise werden ebenso wie Veranstaltungsort und -zeiten im Vorfeld per Aushang angegeben.


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Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2006

- Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main -

Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main
Institut für Kunstpädagogik

Blog-Kult(uren)
Bloggen zwischen Kulturproduktion und Kulturvermittlung

Doppelveranstaltung (Fachwissenschaftliches Seminar und Übung, 4-stündig)
S/UE; 4 SWS; Mo, 14:00 - 18:00, Studio; ab 24.4.2006

Weblogs - kurz: Blogs - sind mittlerweile aus der Netzkultur nicht mehr wegzudenken. Das Spektrum reicht vom persönlichen Tagebuch bis hin zu professionellen journalistischen Beiträgen; kaum ein Thema, zu dem sich nicht ein Blog auffinden liesse. Kein Zweifel: Blogs sind Kult - aber in welchem Verhältnis stehen Blog-Kulturen zu anderen Feldern kultureller Produktion und ihren Medien?

Einführend wird sich das Seminar zunächst für die Konturen der aktuellen Blog-Kultur(en) interessieren: Wie sehen Blogs aus, wie funktionieren sie - und welche Rolle kommt ihnen nicht nur innerhalb des Netzes, sondern in verschiedenen Öffentlichkeiten zu? Im Mittelpunkt werden dann Blogs als Orte und Medien der Kulturproduktion und -vermittlung stehen. Wie sind verschiedene kulturelle Szenen in Blogs repräsentiert? Welche Rolle spielen Blogs für diese Szenen? Was können Blogs hier über die Selbstdarstellung und den Austausch innerhalb einer Community hinaus leisten? Unter welchen Voraussetzungen stellen sie geeignete Werkzeuge für Kulturproduktion und Kulturvermittlung dar?

Diesen Fragen soll im Seminar nicht nur anhand von exemplarischen Analysen nachgegangen werden. Vielmehr wird es auch darum gehen, sich im Rahmen der Übung praxisorientiert mit Bloggen, Blogs und Blog-Kultur auseinanderzusetzen - in eigenen Blogs oder im Seminarblog "Blogkult(uren)".

Literatur zur Einführung:
Jan Schmidt: Weblogs, Konstanz: UVK, 2006
Erik Möller: Die heimliche Medienrevolution. Wie Weblogs, Wikis und freie Software die Welt verändern, Hannover: Heise, 2005
Online-Communities, Weblogs und die soziale Rückeroberung des Netzes, Hrsg. Christian Pahl u.a., Graz: Nausner & Nausner, 2003
Don Alphonso/Kai Pahl: Blogs! Text und Form im Internet, Berlin: Schwarzkopf & Schwarzkopf, 2003

Online-Quellen:
Blog-Talks 1.0 und 2.0, Hrsg. Thomas N. Burg, http://wiki.randgaenge.net/BlogTalks/
Blog Initiative Germany http://www.bloginitiativegermany.de/
Seth Goldin: Who's There? (2005) http://sethgodin.typepad.com/seths_blog/2005/09/whos_there_the_.html
Handbook for Bloggers and Cyber-Dissidents, Hrsg. Reporters Without Borders, (2005) http://thewall.civiblog.org/rsf/


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Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2005/2006

- Universität Basel -

Universität Basel
Institut für Medienwissenschaften (ifm)

Auge, Blick und Bild (I): Theorie und Geschichte der Fotografie
zusammen mit Prof. Dr. Georg Christoph Tholen

Seminar im Modul Grundlagentheorien der Medienwissenschaft 2
Do 14-16 Uhr - Bernoullistr. 28 - EG 007

Bildmedien – von der Malerei über die Fotografie, den Film, das Fernsehen bis zu den digitalen Bildwelten – konstruieren Wirklichkeit. Sie geben den Rahmen vor, in dem wir visuelle Realitäten wahrnehmen. Unsere Wahrnehmung ist also nicht nur 'natürlich', sondern stets auch geschichtlich bedingt: "Es ist eine andere Natur, welche zur Kamera als welche zum Auge spricht.", schrieb Walter Benjamin bereits 1931 in seiner "Kleinen Geschichte der Photographie".

Das auf drei Semester angelegte - aber für sich stehende - Seminar über die "visuelle Kultur der Bildmedien" behandelt in seinem ersten Schwerpunkt (WS 05/06) die "Geste des photographischen Universums" (V. Flusser), d.h. die Geschichte der Fotografie sowie die Wechselfälle ihrer theoretischen Analyse – im Spannungsfeld zwischen 'naturgetreuer' Abbildung, Dokumentarismus und künstlerischer Modellierung. Insbesondere soll das "Paradigma Photographie" an dem Übergang zwischen analoger und digitaler Fotografie hinsichtlich ihres medientheoretischen Stellenwerts erörtert werden – in Fallstudien und theoriegeschichtlichen Exkursen sowie unter aktiver Beteiligung der SeminarteilnehmerInnen.

Literaturhinweise:
Hubertus von Amelunxen (Hg.): Theorie der Fotografie , Bd. 4, München 2000.
Hubertus von Amelunxen u.a. (Hg.): Fotografie nach der Fotografie, [Ausst.-Kat.], Dresden/Basel 1995 .
Roland Barthes: Die helle Kammer. Bemerkungen zur Photographie, Frankfurt a. M. 1989.
Walter Benjamin: Medienästhetische Schriften [Beiträge zur Photographie], Frankfurt a. Main 2002.
Philippe Dubois: Der fotografische Akt. Versuch über ein theoretisches Dispositiv, Dresden 1998.
Hartwig Fischer (Hg.): Covering The Real. Kunst und Pressebild von Warhol bis Tillmans, [Ausst.-Kat.], Kunstmuseum Basel, Köln 2005.
Susan Sontag: Über Fotografie, Frankfurt a. M. 2002.
Douglas Fogle (Hg.) The Last Picture Show. Künstler verwenden Fotografie 1960-1982, [Ausst.-Kat.], Fotomuseum Winterthur 2004 .
Michel Frizot (Hg.): Neue Geschichte der Fotografie, Köln 1998
Peter Geimer (Hg.): Ordnungen der Sichtbarkeit. Fotografie in Wissenschaft, Kunst und Technologie, Frankfurt a. M. 2002.
Susanne Holschbach (Hg.): Foto/Byte, in: MedienKunstNetz (www.medienkunstnetz.de).
Thomas Kleinspehn: Der flüchtige Blick. Sehen und Identität in der Kultur der Neuzeit. Reinbek 1991.
Rosalind Krauss: Das Photographische. Eine Theorie der Abstände, München 1998.
Herta Wolf (Hg.): Paradigma Fotografie, Frankfurt a. M., 2002.
Herta Wolf (Hg.): Diskurse der Fotografie, Frankfurt a. M. 2003.


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Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2005

- Universität Basel - Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich - HfG Offenbach -

 

Universität Basel
Institut für Medienwissenschaften (ifm)

Bilder der Wirklichkeit - Wirklichkeit der Bilder.
Zum Verhältnis von Realität und Medium in Presse und Kunst

Hauptseminar - Do 14-16 Uhr - Bernoullistr. 28 (Raum: n.n.)

Welches Bild von Wirklichkeit vermitteln uns Medien? Welche Realitäten werden von und in Bildmedien generiert? Wie hat sich Wahrnehmung des Verhältnisses von Realität und Medium im Zeitalter der digitalen (Re-)Produzierbarkeit von Bildern verändert?
Diesen und weiteren Fragen wird das Seminar in Auseinandersetzung mit Bildern nachgehen, die in unterschiedlicher Weise auf "Wirklichkeit" referieren.
Dabei sollen nicht nur verschiedene Ansätze aus Medien- und Kunsttheorie vor- und zur Diskussion gestellt werden. Gelegenheit zur Arbeit am Gegenstand bietet u.a. die Ausstellung "Covering the Real - Kunst und Pressebild von Warhol bis Tillmans", die vom 01.05. bis zum 21.08.05 im Kunstmuseum Basel zu sehen ist. In der Gegenüberstellung von Bildern, denen wir im Rahmen medialer Berichterstattung der Presse begegnen, mit solchen aus dem Kontext der Kunst wird es nicht nur um Arbeiten gehen, in denen Pressebilder als Material Verwendung finden und/oder zum Gegenstand von Analyse, Reflexion und Kritik werden. Vielmehr sollen auch Verfahren der Bildgeneration, Formate und Rahmungen sowie "medialen Strategien" ins Blickfeld rücken, über die sich jeweils das Verhältnis von Realität und Medium artikuliert. Nicht zuletzt wird sich das Seminar für den "Eigensinn" der Bilder interessieren - für die Frage nach der Wirklichkeit der Bilder in Presse und Kunst.

Literatur:
Ausst. Kat. Covering the Real, Kunstmuseum Basel, Köln 2005 (i. E.); J. Baudrillard: Die Agonie des Realen, Berlin 1978; Bildlichkeit, Hrsg. V. Bohn, Frankfurt a. M. 1990; Diskurse der Fotografie, Hrsg. H. Wolf, Frankfurt a. M. 2003; B. Groys: Unter Verdacht, München 2000; N. Luhmann: Die Realität der Massenmedien, Opladen 1996; W. J. T. Mitchell: Picture Theory, Chicago 1994; The Newspaper in Art, Hrsg. G. Apgar u.a., Spokane 1996; Paradigma Fotografie, Hrsg. H. Wolf, Frankfurt a. M. 2002; H. Foster: The Return of the Real, Cambridge 1996; Stuff it. The video essay in the digital age, Hrsg. U. Biemann, Zürich u.a. 2003; Die Wirklichkeit der Medien, Hrsg. K. Merten u.a., Opladen 1994.
Weitere Literatur im Semesterapparat (Bibliothek) und im Seminarordner.

Hinweise:
Neben mehreren Ortsterminen in der Ausstellung "Covering the Real" (Kunstmuseum Basel, 01.05.-21.08.2005) ist u.a. eine Exkursion zur Ausstellung "Documentary Creations" (Kunstmuseum Luzern, 26.02. bis 29.05. 2005) geplant.




Universität Basel
Institut für Medienwissenschaften (ifm)

Das Kino und die Wissenschaften

zusammen mit Dr. Hansmartin Siegrist

Hauptseminar - Di 18-20 Uhr - Bernoullistr. 28, UG

Der Film gilt als erste Kunst, die auf einer industriellen Bündelung wissenschaftlicher bzw. grosstechnischer Innovationen beruht. Diese Herkunft wurde immer wieder zur Abgrenzung des "seriösen" Kinematographen gegenüber seiner Schaubuden-Tradition bemüht, so etwa im "wissenschaftlichen Film". Dass Wissenschaft aber auch in vielen nicht dokumentarischen Genres wie Science fiction, Biopics oder "Mad Scientist-Movies" zum – vor allem diskurskritisch – interessanten Thema geworden ist, soll anhand einzelner Filmanalysen dargelegt werden.

Hinweise:
Es können Seminararbeiten auch in der Form von Videoreferaten verfasst werden, die im Rahmen des Festivals "Science et cité" (19.-24.05.2005) gehalten werden (Vorbesprechung in der ersten Sitzung).




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Hochschule für Gestaltung und Kunst (HGKZ) Zürich
NDS Cultural und Gender Studies

Künstliche Körper - natürliche Geschlechter?
Gender-Konstruktionen als Virtual Reality

Blockseminar - Freitag 20. 05. / Samstag 21. 05. 2005

Haben künstliche Körper ein Geschlecht? Wenn ja, warum ist das so? Wie beeinflussen die Entwicklungen in den Bio- und Informationstechnologien die Konstruktionen künstlicher Körper? Und welche Optionen ergeben sich daraus für Art und Weise, wie Körpern Geschlecht eingetragen wird?
Diesen und weiteren Fragen wird das Seminar in Auseinandersetzung mit ausgewählten Texten zur Gender- und Medientheorie und an Beispielen aus der Praxis - Avatar-Design, Musikvideo, Computerspielen, Kunst - nachgehen. Nicht zuletzt soll dabei interessieren, inwieweit künstliche Kreaturen nicht nur Körperbilder und Geschlechtervorstellungen widerspiegeln, sondern diese auch ihrerseits prägen und gegebenenfalls verändern können.

Hinweise:
Voraussetzung ist die Bereitschaft zur Lektüre ausgewählter Texte, die im Seminar diskutiert werden sollen.
Ein Reader und eine Linkliste werden im Vorfeld zur Verfügung gestellt.
Erster Lektürehinweis: Verena Kuni: Cyborg_Configurationen. Formationen der (Selbst )Schöpfung im Imaginationsraum technologischer Kreation. Teil I: Alte und neue Mythologien von 'Künstlichen Menschen', Teil II: 'Monströse Versprechen' und posthumane Anthropomorphismen; online-Text im MedienKunstNetz, Bereich: Cyborg Bodies (ab 03/2005)


zurück zum / back to Beginn der Seite / top of page Homepage Verena Kuni

Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2004/2005

- Universität Basel - HfG Offenbach - KHIB Bergen/Norwegen - Universität Frankfurt -

 

Universität Basel
Institut für Medienwissenschaften (ifm)

Ästhetiken der Projektion
Von der Camera Obscura bis zur Multi-Media-Installation

Proseminar - Do 14-16 Uhr - Bernoullistr. 28 UGII

Nicht nur in den Künsten, in denen die elektronischen Medien zunehmend an Bedeutung gewonnen haben, spielen Ästhetiken der Projektion eine bedeutende Rolle. Auch in unserem Medien-Alltag behaupten Projektionen als Übermittler 'bewegter' und 'bewegender' Bilder eine zentrale Position. Wo Fernsehen und Video dem Kinofilm den Rang abgelaufen haben, werden ihre Bilder zunehmend über einen Beamer an die Wand geworfen; ähnlich stecken Overhead- und Diaprojektoren erst zurück, seit leistungsfähige Geräte Entsprechendes für den Computerbildschirm leisten. Doch worin unterscheiden sich die unterschiedlichen Medien und Apparate der Projektion? Welche spezifischen Ästhetiken zeichnen sie aus - und mit welchen Bilderpolitiken sind sie verknüpft? Welche Entwicklungen, Brüche und Verschiebungen lassen sich hier in historischer Perspektive - die Technik-, Kultur-und Wahrnehmungsgeschichte der Medien gleichermaßen umfasst - beobachten?
Das Seminar wird Apparate und Techniken sowie Ästhetiken und Politiken der Projektion von der Camera Obscura und der Laterna Magica bis zum modernen Video- und Datenbeamer in den Blick nehmen. Anhand ausgewählter Texte und anschaulicher Beispiele aus Geschichte und Gegenwart gibt es Gelegenheit, unterschiedliche Theorien und Praktiken der Projektion kennen zu lernen.
Ortstermine/Exkursionen (u. a. Museum für Kommunikation, Bern) n. V.

Literaturhinweise:
Ulrike Hick: Geschichte der optischen Medien, München 1999
Die Mobilisierung des Sehens. Zur Vor- und Frühgeschichte des Films in Literatur und Kunst, [= Mediengeschichte des Films, Bd. I], Hrsg. Harro Segeberg in Zusammenarbeit mit Knut Hickethier und Corinna Müller, München 1996 Friedrich Kittler: Optische Medien. Berliner Vorlesung 1999, Berlin 2002
Laterna Magica. Lichtbilder aus Menschenwelt und Götterwelt, Hrsg. Detlef Hoffmann/Almut Junker, Berlin 1982
Jens Ruchatz. Licht und Wahrheit. Eine Mediumgeschichte der fotografischen Projektion, München 2004
Film und Projektionskunst, = KINtop, Bd. 8, Frankfurt a. M. 1999
Black Box. Der Schwarzraum in der Kunst, Ausst. Kat. Kunstmuseum Bern, Hrsg. Ralf Beil, Ostfildern-Ruit 2001


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Kunsthochschule Bergen (Norwegen)
Fg. Medien

...art (referring to/commenting on:) media...
Lecture and Workshop/Course, KHIB Bergen, 06. 10. - 08. 10. 2004

Lecture:
Haunted.
Comments on/referring to media based art (referring to/commenting on: media).


There is no art without media, of cause. However, there's art that is clearly referring to its media based production. And there's art that is not only media based, and referring to its media based production, but also commenting on it. In a way, one could say: It is haunted by its own status, being media based art. The lecture will take a closer look on haunted media based art from 1880 to present.


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Hochschule für Gestaltung Offenbach
Fg. Visuelle Kommunikation
"zusammen arbeiten": Die Kunst der Zusammenarbeit.
Theoretische Begleitung / Lehrveranstaltung im Rahmen des Projektes "work in process: arbeit im/am prozess"

Wie funktioniert Zusammenarbeit in der Kunst? Welche Rolle spielt dabei der Rahmen des "Betriebssystems"?
In enger Anbindung an das Praxisseminar mit Wiebke Groesch und Frank Metzger werden die Blocktermine dazu dienen verschiedene Modelle künstlerischer Zusammenarbeit kennenzulernen. Anhand verschiedener Beispiele aus der Kunstgeschichte und der jüngeren Gegenwartskunst, gemeinsamen Lektüren von Texten zum Thema, aber auch vor dem Hintergrund eigener Erfahrungen der ProjektteilnehmerInnen mit und ihrer Erwartungen an Zusammenarbeit wird zur Diskussion gestellt, welche Potentiale unterschiedliche Formen der Zusammenarbeit bieten und welche Probleme sie aufwerfen können.

Nicht zuletzt wird in diesem Zuge die Gelegenheit gegeben, die (Zusammen-)Arbeit an und in den Praxisprojekten vor- und zur Diskussion zu stellen und weiterfürend zu reflektieren.



Hinweise:
Blocktermine, siehe Aushang bzw. ab Semesterbeginn auch die projektbegleitenden Rundmails.
Ein Semesterapparat mit Literatur steht in der HfG-Bibliothek bereit.


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Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main
Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaften

Ästhetiken der Projektion
Von der Camera Obscura bis zur Multi-Media-Installation

Proseminar (Mediengeschichte, Medientheorie, Medienästhetik) - Montag, 18-20 Uhr

Nicht nur in den Künsten, in denen die elektronischen Medien zunehmend an Bedeutung gewonnen haben, spielen Ästhetiken der Projektion eine bedeutende Rolle. Auch in unserem Medien-Alltag behaupten Projektionen als Übermittler 'bewegter' und 'bewegender' Bilder eine zentrale Position. Wo Fernsehen und Video dem Kinofilm den Rang abgelaufen haben, werden ihre Bilder zunehmend über einen Beamer an die Wand geworfen; ähnlich stecken Overhead- und Diaprojektoren erst zurück, seit leistungsfähige Geräte Entsprechendes für den Computerbildschirm leisten. Doch worin unterscheiden sich die unterschiedlichen Medien und Apparate der Projektion? Welche spezifischen Ästhetiken zeichnen sie aus - und mit welchen Bilderpolitiken sind sie verknüpft? Welche Entwicklungen, Brüche und Verschiebungen lassen sich hier in historischer Perspektive - die Technik-, Kultur-und Wahrnehmungsgeschichte der Medien gleichermaßen umfasst - beobachten?
Das Seminar wird Apparate und Techniken sowie Ästhetiken und Politiken der Projektion von der Camera Obscura und der Laterna Magica bis zum modernen Video- und Datenbeamer in den Blick nehmen. Anhand ausgewählter Texte und anschaulicher Beispiele aus Geschichte und Gegenwart gibt es Gelegenheit, unterschiedliche Theorien und Praktiken der Projektion kennen zu lernen.
Ortstermine im Filmmuseum und im Museum für Moderne Kunst n. V.

Literaturhinweise:
Ulrike Hick: Geschichte der optischen Medien, München 1999
Die Mobilisierung des Sehens. Zur Vor- und Frühgeschichte des Films in Literatur und Kunst, [= Mediengeschichte des Films, Bd. I], Hrsg. Harro Segeberg in Zusammenarbeit mit Knut Hickethier und Corinna Müller, München 1996 Friedrich Kittler: Optische Medien. Berliner Vorlesung 1999, Berlin 2002
Laterna Magica. Lichtbilder aus Menschenwelt und Götterwelt, Hrsg. Detlef Hoffmann/Almut Junker, Berlin 1982
Jens Ruchatz. Licht und Wahrheit. Eine Mediumgeschichte der fotografischen Projektion, München 2004
Film und Projektionskunst, = KINtop, Bd. 8, Frankfurt a. M. 1999
Black Box. Der Schwarzraum in der Kunst, Ausst. Kat. Kunstmuseum Bern, Hrsg. Ralf Beil, Ostfildern-Ruit 2001


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Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2004

- HfMDK Frankfurt/M. - Universität Basel -

 

Universität Basel
Institut für Medienwissenschaften (ifm)

Prof. Dr. Georg Christoph Tholen/Verena Kuni M.A.

Das World Wide Web als Ort der Kunst

Das World Wide Web hat sich in den vergangenen Jahren auch als Ort der Kunst etabliert. Anhand ausgewählter Projekte und entlang exemplarischer Fragestellungen wird das Seminar ein aktuelles Feld künstlerischer Produktion erkunden und im Kontext der jüngeren Kunst- und Mediengeschichte betrachten. In diesem Zuge können nicht nur Einblicke in die Entwicklung des World Wide Web zu einem Ort der Kunst gewonnen, sondern auch dessen medienspezifische Potentiale und Probleme diskutiert werden. Im Zentrum des Kurses stehen die Vermittlung und Erarbeitung theoretischer Grundlagen und ihre Anwendung in der Auseinandersetzung mit Kunst im World Wide Web

netz.kunst, Jahrbuch des Institutes für Moderne Kunst Nürnberg '98/'99, Hrsg. Institut für Modene Kunst Nürnberg i. Za. mit Verena Kuni, Nürnberg 1999; Tilman Baumgärtel: [net.art]. Materialien zur Netzkunst, Hrsg. Institut für Moderne Kunst Nürnberg, Nürnberg 1999; Net.Art. Rebellen im Internet, DU, Nr. 711, Zürich 2000; Tilman Baumgärtel: [net.art 2.0]. Neue Materialien zur Netzkunst, Hrsg. Institut für Moderne Kunst Nürnberg, Nürnberg 2001; net_condition. Art and Global Media, Hrsg. Peter Weibel, Cambridge/Ms. 2001 Weitere Literatur zur Einführung (online-Texte) über die WWW-Seite des Seminars.


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Hochschule für Musik u. Darstellende Kunst/Frankfurt am Main
FB.II/Genderforschung in den Künsten

Prof. Dr. Sibylle Gienger/Verena Kuni M.A.

Beruf(ung): KünstlerIn

Seminar - Di 14-15.30 Uhr - A 206

Kunst als Berufung - Kunst als Beruf: Was ideell so selbstverständlich in einander aufzugehen scheint, erweist sich in der Realität rasch als Spannungsfeld, in dem Wunsch und Wirklichkeit weit auseinander klaffen können. Wenn es um die schöpferische Tätigkeit derer geht, die sich entschlossen haben, ihr Leben den Künsten zu widmen, ist zunächst einmal von Berufung die Rede. Ein charismatischer Begriff, der nicht selten romantische Vorstellungen vom KünstlerInnen-Dasein weckt. Inwieweit sich diese mit dem Berufsalltag professioneller KünstlerInnen decken, steht jedoch auf Arbeit; und weder Begabung noch unermüdlicher Einsatz können garantieren, dass der Traum vom Erfolg in Erfüllung geht. Berühmte Vorbilder spornen ebenso an wie Idealismus und die Liebe zur gewählten Profession, die auch über Schwierigkeiten und Rückschläge hinweghelfen mögen. Gleichwohl sind Opferbereitschaft und Verzicht existenzielle Grenzen gesetzt - und längst nicht allen, die sich zur Kunst berufen fühlen, gelingt es, mit dieser ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.
Doch wie viele Kompromisse verträgt die Kunst? Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, um Berufung und Beruf erfolgreich zu vereinen? Inwieweit ist das gegenwärtige (Berufs-)Bild des Künstlers/der Künstlerin von Mythos und Geschichte mitgeprägt? Und was bedeutet dies für diejenigen, die Kunst als Beruf betreiben? Welches sind die Bedingungen künstlerischer Existenz? Welche Wege führen zum Erfolg?

Das Seminar schliesst an die gleichnamige Veranstaltungsreihe im Wintersemester 2003/2004 an.

Hinweis:
Ein Semesterapparat mit Literatur wird in der Bibliothek bereitgestellt.


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Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2003/2004

- HfMDK Frankfurt/M. - HfG Offenbach -

 

Hochschule für Musik u. Darstellende Kunst/Frankfurt am Main
FB.II/Genderforschung in den Künsten

Prof. Dr. Sibylle Gienger/Verena Kuni M.A.

LebensKunstWerke
Dichtung und Wahrheit (auto)biographischer Bilder in Musik, Tanz, Literatur, Film und Bildender Kunst (II)

Seminar - Mi 14-16 Uhr - A 206
Fortsetzung des im Sommersemsester 2003 begonnenen Projektseminars.
NeueinsteigerInnen sind herzlich willkommen!

Hinweise:
Ein Semesterapparat mit Literatur wird in der Bibliothek bereitgestellt.

Ein Besuch der Veranstaltungsreihe "Beruf(ung): KünstlerIn" wird den TeilnehmerInnen wärmstens empfohlen.
Nähere Informationen zum Programm finden Sie hier.
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Hochschule für Gestaltung Offenbach
Fg. Visuelle Kommunikation
Lehrveranstaltung im Rahmen des Projektes "gender/medien/kunst"

"Zusammenhänge herstellen"

Projektforum u. Fortsetzung des im WS 2001/2002 begonnenen Projekts incl. Theorieseminar

Weiterführende Informationen:
gender/medien/kunst (Projekt an der HfG Offenbach)
gendersenses (Zentrum für Genderforschung in den Künsten)
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Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2003

- HfMDK Frankfurt/M. - HfG Offenbach - Akademie Bildender Künste Wien -

 

Hochschule für Musik u. Darstellende Kunst/Frankfurt am Main
FB.II/Genderforschung in den Künsten

Prof. Dr. Sibylle Gienger/Verena Kuni M.A.

LebensKunstWerke
Dichtung und Wahrheit (auto)biographischer Bilder in Musik, Tanz, Literatur, Film und Bildender Kunst

Seminar - Di 14-16 Uhr - A 206
Beginn der Seminarveranstaltung ist der Dienstag, 29. April. (14-16 Uhr)

"Was aber könnte mit dem schillernden Begriff des Lebens als 'Kunstwerk' gemeint sein? Geht es um die alte avantgardistische und, wie man dachte, längst gescheiterte Verschmelzung von Kunst und Leben?"
In den (auto)biographischen Bildern, die in der Literatur und in Filmen über Künstlerinnen und Künstler gezeichnet werden, haben 'LebensKunstWerke' seit jeher ihren angestammten Ort: Ein Leben für die Kunst, das selbst wie ein Kunstwerk angesehen will - und uns in den Künsten auch als Kunstwerk begegnet. Was macht die Faszination dieser Bilder aus, in denen "Dichtung und Wahrheit", Legende und Lebenswirklichkeit in Eins gehen?

Wir werden uns im Verlauf des Semesters nicht nur mit schriftlichen Dokumenten, sondern auch mit biographischen Filmen beschäftigen. Es ist deshalb sinnvoll, für die Veranstaltung zwei volle Zeitstunden (14.00 -16.00 Uhr) einzuplanen, damit wir flexibel auf den jeweiligen Zeitbedarf (z.B. Filmlänge und Diskussion) reagieren können.
Wir freuen uns auf ein spannendes und anregendes Seminar mit interessierten Studierenden, die ihre Wünsche und Themenschwerpunkte engagiert einbringen. Das Seminar ist interdisziplinär ausgerichtet und für Studierende aller Fachrichtungen offen!

Hinweis:
Ein Semesterapparat mit Literatur wird in der Bibliothek bereitgestellt.


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Hochschule für Gestaltung Offenbach
Fg. Visuelle Kommunikation
Lehrveranstaltung im Rahmen des Projektes "gender/medien/kunst"

Sprechen über Kunst KünstlerInnen. Strategien der (Selbst-)Vermittlung

Fortsetzung des im WS 2001/2002 begonnenen Projekts incl. Theorieseminar

Weiterführende Informationen:
gender/medien/kunst (Projekt an der HfG Offenbach)
gendersenses (Zentrum für Genderforschung in den Künsten)
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Akademie Bildender Künste Wien
Institut für Bildende Kunst (Ordinariat für neue Medien)

Unsichtbare Meisterwerke?
Das schöpferische Subjekt, der kreative Imperativ und die Hausarbeitsökonomie der Kunst

In den Meisterschaftserzählungen der Moderne spielt das Unsichtbare eine bedeutende Rolle: Nicht nur im Bezug auf Autorschaftsmodelle, die über den Umweg des "künstlerischen Mediumismus" (M. Duchamp) das klassische Inspirationstheorem der Geniereligion vordergründig unterlaufen, um es - "... höhere Wesen befahlen..." - unter letztlich nur leicht variierten Vorzeichen um so wirkmächtiger neu zu verankern. Sondern etwa auch in Bewegungen wie der Konzeptkunst, die - auf ihre Weise ebenfalls den Kunstbegriff der Renaissance beerbend - die Idee ins Zentrum rücken und auf diese Weise - mindestens theoretisch - zu einer "Dematerialisierung des Objektes" (L. Lippard) führen. Wo diese wiederum in der Kunst mit elektronischen Medien neuerliche Urstände feiert, geht sie zugleich mit einer (Re-)Auratisierung des "immateriellen Werkes" und der "immateriellen Arbeit" einher.

Mit dieser Art der "Unsichtbarkeit" scheint das, was Donna Haraway in ihrem Manifesto for Cyborgs als "Hausarbeitsökonomie" bezeichnet, zunächst einmal denkbar wenig zu tun zu haben: Jene von den neuen Technologien wesentlich mit vorangetriebene, "weitreichende Umstrukturierung der Arbeitsverhältnisse, in der diese in einem umfassenden Sinn die Charakteristika der vormals tatsächlich nur von Frauen ausgeübten Tätigkeiten annehmen. Im wahrsten Sinne des Wortes wird Arbeit als weiblich oder feminisiert neu definiert, egal ob sie von Männern oder Frauen verrichtet wird." Doch ist durchaus interessant, was diese "feminisierte" Arbeit kennzeichnet: Neben der vielbeschworenen Flexibilität, Feinmotorik und sozialen Intelligenz, die sie den ArbeiterInnen abverlangt, hat sie insbesondere eins mit der klassischen Hausfrauentätigkeit gemein - nämlich, dass sie weitgehend unsichtbar bleibt.

Dieser Prozess aber führt in traditionellen westlichen Wohlstandsgesellschaften, die bislang von einer breiten Mittelschicht dominiert wurden, zu einer bezeichnenden Verschiebung: Gerade dort, wo es über die mit einer "Verweiblichung" der Arbeit einhergehende, drohende Entwertung des (männlichen, weissen) Subjekts hinwegzutäuschen gilt, fallen nämlich kompensatorische Charismatisierungen der "unsichtbaren" Arbeit auf, für die nur allzu offenkundig auf Paradigmen zurückgegriffen wird, die ursprünglich vornehmlich im kulturellen Sektor verortet waren - wie etwa der kreative Imperativ, die Auratisierung des Medialen und schließlich auch des innovativ-schöpferischen Individuums. Eine Übertragungsleistung, die im übrigen auch umgekehrt funktioniert: Wenn KünstlerInnen seit je schon UnternehmerInnen in eigener Sache gelten, werden sie unter den Vorzeichen der sogenannten Neuen Ökonomie mittlerweile sogar als ProtagonistInnen einer zukünftigen Marktwirktschaft gehandelt - insofern sie etwa nachgerade "modellhaft" vorzuführen scheinen, wie Arbeit im Zeitalter dieser Neuen Ökonomie auszusehen hat: Ein Maximum an kreativer Leistung, Selbstorganisation und Flexibilität bei einem Minimum an ökonomischen Sicherheiten - Kultivierung des "schönen Scheins", Selbstdarstellung und Rollenspiel als Profession.

Vor diesem Hintergrund gilt es nicht nur nach möglichen Beziehungen zu fragen, die sich zwischen dem "unsichtbare Meisterwerk" als einem zentralen Paradigma der Moderne und der "Immateriellen Arbeit" umherschweifender (Kultur-)ProduzentInnen herstellen lassen, sondern auch nach der spezifischen Rolle, welche einerseits die sogenannten 'neuen' Medien und andererseits die Kategorie Geschlecht in diesem Zusammenhang spielen.
Ausgehend von exemplarischen Lektüren (* s.u.) sollen anhand ausgewählter Beispiele aus der historischen und zeitgenössischen Kunstpraxis verschiedene Modelle künstlerischer bzw. kultureller Produktion untersucht, die mit ihnen verknüpften Subjektvorstellungen und Ökonomien diskutiert und auf ihre jeweiligen geschlechtlichen Kodierungen hin befragt werden.

Weiterführende Informationen:
unsichtbare meisterwerke? (Projektseiten / Öffnen in einem eigenen Browser-Fenster)


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Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2002/2003

- Universität Trier - HfG Offenbach -

 

Universität Trier
FB.III/Kunstgeschichte

Texte(n) zur Kunst: 'Neue' Medien

Seminar - Di 16-18 Uhr - A 246
A für Studierende im Grund- und Hauptstudium
B Scheine anrechenbar für das Zertifikat interdisziplinäre Geschlechterstudien/gender studies
C Kleine Exkursionen (n.V.)

Seit einigen Jahren ist die Rede von den "Neuen Medien" in Kunst und Kunstgeschichte allgegenwärtig. Gemeint sind damit in der Regel die elektronischen Medien, denen wir einerseits in Ateliers und Ausstellungen sowie zunehmend auch in Museen in Form von digitaler Fotografie, Video- und Computerinstallationen, andererseits im Internet in Form von webbasierten künstlerischen Arbeiten begegnen. Aber was macht eigentlich das "Neue" dieser sogenannten "Neuen" Medien aus? Inwieweit haben die technologischen Entwicklungen für die Kunst und für die Kunstgeschichte neue Perspektiven eröffnet? Haben die "Neuen" Medien die traditionellen Gattungen lediglich erweitert oder zur Erosion bzw. Implosion der Gattungsgrenzen beigetragen? Konnten sie dazu beitragen, neue thematische Felder für die Kunst und neue Aktionsradien für die künstlerische Praxis zu erschliessen? Haben neue Produktionsweisen im Bereich der elektronischen Medien und insbesondere im Netz zu einem veränderten Selbstverständnis der KünstlerInnen geführt, das auch für die Arbeit in und mit anderen Medien modellhaft geworden ist? Fordert uns die Auseinandersetzung mit elektronischer Kunst mithin zur Entwicklung neuer theoretischer Ansätze, neuer wissenschaftlicher Zugänge und Methoden, zu einer Reflexion oder gar Revision unseres Kunst- und Medienbegriffes heraus? Und wo lassen sich demgegenüber aus der Sicht der Kunstgeschichte sowohl auf Seiten der Produktion als auch auf Seiten der Rezeption Kontinuitäten und Wiederaufnahmen benennen?
Vor dem Hintergrund dieser und weiterer Fragen wird sich das Seminar im Schwerpunkt der Lektüre und Diskussion von kunsthistorisch relevanten Grundlagentexten zur Medientheorie und Texten zur Geschichte der Kunst mit elektronischen Medien widmen, um auf dieser Basis in Auseinandersetzung mit ausgewählten künstlerischen Arbeiten und Projekten zu treten. Es wird also einerseits um die Vermittlung eines theoretischen Handwerkzeugs, andererseits aber auch um dessen Tauglichkeit im "Praxistest" gehen. Ein kritischer Blick soll dabei nicht zuletzt dem charismatischen Vokabular und den vieldiskutierten Tropen unterschiedlichster Provenienz von "Immersion" und "Hybridisierung" bis hin zu "Schnittstellen" und "Netzwerken" gelten, die zusammen mit der Rede von den "Neuen Medien" Eingang in Kunst und Kunstwissenschaft gefunden haben.


Für Studierende im Grund- und Hauptstudium. Es kann ein für das Zusatz-Zertifikat Interdisziplinäre Geschlechterstudien anrechenbarer Schein erworben werden. Geeignet auch für Studierende der Medienwissenschaften.
Bei hinreichendem Interesse der TeilnehmerInnen (kleine) Exkursionen zum ZKM Karlsruhe sowie ggf. zur Transmediale Berlin.

Literaturhinweise zur Einführung
(Auswahl mit Rücksicht auf die Trierer Bestände):


Dinkla, Söke, Pioniere Interaktiver Kunst von 1970 bis heute, Ostfildern: Hatje-Cantz, 1997.[UBT LS B, (21=OVG/me2733)]
Frieling, Rudolf/Daniels, Dieter [Hg.]: Medien Kunst Aktion. Die 60er und 70er Jahre in Deutschland, Wien/New York: Springer, 1997.
Frieling, Rudolf/Daniels, Dieter [Hg.]: Medien Kunst Interaktion. Die 80er und 90er Jahre in Deutschland, Wien/New York: Springer 2000.
Hall, Doug [Hg.]: Illuminating video. An essential guide to video art, New York : Aperture, 1990 [UBT, LS A, OG (33=BZG.BA/pb16214)]
Herzogenrath, Wulf [Hg.]: TV-Kultur : das Fernsehen in der Kunst seit 1879, Dresden: Verlag d. Kunst, 1997 [UBT, LS B (21=JE/me1500)]
Herzogenrath, Wulf/Decker, Edith [Hg.]: Videoskulptur retrospektiv und aktuell 1963-1989, Ausst. Kat., Köln: Dumont, 1989. [UBT, LS A, OG (33=BZG.BC/pb11562)]
Hirner, René [Hg.]: Vom Holzschnitt zum Internet. Die Kunst und die Geschichte der Bildmedien von 1450 bis heute, Ostfildern: Hatje-Cantz, 1997.
Institut für moderne Kunst Nürnberg [Hg.]: netz.kunst, (= Jahrbuch '98/'99), Nürnberg: Verlag für moderne Kunst, 1999.
Kritische Berichte 1/1998: Netzkunst, Zeitschrift für Kunst- und Kulturwissenschaften. Marburg: Jonas, 1998 [UBT, LS A (33=z6013)]
McLuhan, Marshall: Die magischen Kanäle. Understanding Media, Düsseldorf: Econ, 1968 [UBT, LS B (21=CD/me925a)]
Paech, Joachim [Hg.]: Film, Fernsehen, Video und die Künste. Strategien der Intermedialität, Stuttgart : Metzler, 1994. [UBT: vermisst]
Rötzer, Florian [Hg.], Digitaler Schein - Ästhetik der elektronischen Medien. Frankfurt/M.: Suhrkamp 1991. [UBT Mag. (sn39271)]
Rötzer, Florian/Weibel, Peter [Hg.]: Cyberspace. Zum medialen Gesamtkunstwerk. München: Boer, 1993.
Schade-Tholen, Sigrid/Tholen, Georg Christoph: Konfigurationen. Zwischen Kunst und Medien, München: Fink, 1999
Schneider, Irmela/Thomsen, Christian W. [Hg.]: Hybridkultur. Medien Netze Künste, Köln: Wienand, 1997
Schwarz, Hans-Peter [Hg.], Medien-Kunst-Geschichte. Medienmuseum ZKM - Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe. München: Prestel, 1997. [UBT LS A, OG (33=CM.KAR/pb18178)]
Ruckhaberle, Dieter (Hg.): Kunst und Medien, Ausst. Kat. Staatliche Kunsthalle Berlin/BBK Bonn, Berlin: Publica, 1984 [UBT, LS A, OG (33=AW/pb7176)]
Weibel, Peter [Hg.]: Net condition. Art and global media, Ausst. Kat. ZKM Zentrum für Kunst und Medientechnologie u.a., Cambridge/Mass. u.a.: MIT Press, 2001 [UBT, LS A (33=BZG.BA/pb20224)]
Weibel, Peter [Hg.]: Vom Tafelbild zum globalen Datenraum. Neue Möglichkeiten der Bildproduktion und bildgebender Verfahren, Ostfildern-Ruit: Cantz, 2001, [UBT LS A (33=BA.WEI/pb20212)]

Weitere Literatur insb. zu den einzelnen Schwerpunkten und Referatsthemen wird im Seminar bekanntgegeben; neben einem Semesterapparat in der Bibliothek wird im WWW ein Online-Arbeitsblatt mit ausführlicherer Bibliographie, weiteren Materialien und Links zu Online-Quellen bereitgestellt.


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Hochschule für Gestaltung Offenbach
Fg. Visuelle Kommunikation
Lehrveranstaltung im Rahmen des Projektes "gender/medien/kunst"

Sprechen über Kunst KünstlerInnen. Strategien der (Selbst-)Vermittlung

Fortsetzung des im WS 2001/2002 begonnenen Projekts incl. Theorieseminar

Weiterführende Informationen:
gender/medien/kunst (Projekt an der HfG Offenbach)
gendersenses (Zentrum für Genderforschung in den Künsten)
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Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2002

- Universität Trier - HfG Offenbach -

 

Universität Trier
FB.III/Kunstgeschichte

Texte(n) zur Kunst: RollenSpiele

Seminar - Mi 14-16 Uhr - A 246 (Beginn: 24. 04. 2002)
A für Studierende im Grund- und Hauptstudium
B Scheine anrechenbar für das Zertifikat interdisziplinäre Geschlechterstudien/gender studies
C Evtl. Tagesexkursionen (n.V.)

"Wir alle spielen Theater" schreibt Erving Goffman und hat dabei unsere Selbstdarstellung im Alltag im Auge. In der Kunst kommt der Selbstinszenierung jedoch seit je schon eine spezifische Bedeutung zu: Sie kann nicht nur als Signifikante eines ästhetischen Programms fungieren, sondern signalisiert auch, welche Positionen die AkteurInnen im Bezug auf ihr Publikum besetzen wollen und auf welche Kontexte sie dabei referieren. Der Heimatmaler besetzt nicht nur ein anderes Genre als die Performance-Künstlerin, er bewegt sich auch in anderen Szenen als diese - und tritt in ihnen anders auf. Das Seminar wird sich allerdings weniger für die Mikrosoziologie des Kunstbetriebs interessieren, als für die kunsthistorischen Zusammenhänge, in denen diese steht. Es wird daher einerseits danach fragen, welche Rollen heute auf den Bühnen der zeitgenössischen Kunst bzw. des zeitgenössischen Kunstbetriebs eine Rolle spielen - andererseits aber auch, wo sich dies anbietet, deren Vorläufer und Vorbilder in der Kunstgeschichte ins Visier nehmen.
Dazu werden Neuinszenierungen von "Klassikern" wie "Der Künstlerfürst", "Der Bürgerschreck", "Das Universalgenie" oder "Der (Natur)Wissenschaftler" ebenso gehören wie solche Rollen, die erst in jüngerer Zeit zunehmend ins Rampenlicht gerückt sind, wenn wir KünstlerInnen etwa als "DienstleisterInnen", "SozialarbeiterInnen" oder "PolitaktivistInnen" kennenlernen können. Handelt es sich dabei überhaupt (noch) um ein "Rollen"-Spiel oder geht es um eine Verschiebung der professionellen Kompetenzen? Welche Ansprüche verbinden KünstlerInnen selbst mit den jeweiligen Rollen - und welche werden ihnen auf den Leib geschrieben? Welche Rolle spielen Texte und Bilder unterschiedlicher Provenienz für die entsprechenden "Choreographien"? Nach welchen Modellen werden sie geformt? Vor welchen Folien wollen sie gelesen werden? Auf welchen Bühnen wollen sie bestehen? Wie gehen Kunstgeschichte und Kunstkritik mit diesen Rollen(spielen) um? Und welchen Anteil haben sie nicht nur an der Gestaltung einzelner Rollen(modelle), sondern auch an ihrer Durchsetzung auf bzw. Absetzung von den Spielplänen des zeitgenössischen Kunstbetriebs? Nicht zuletzt wird in diesem Zusammenhang nach Rolle zu fragen sein, die " Geschlecht" im jeweiligen Kontext spielt - beispielsweise auch vor dem Hintergrund der Konjunktur, die Geschlechtermaskeraden in der zeitgenössischen Kunst erfahren haben.

Am Seminar "Texte(n) zur Kunst: Künstler (als) Bilder" im voraufgegangenen Wintersemester teilgenommen zu haben ist keine Voraussetzung für Teilnahme und Scheinerwerb. Interessierten sei jedoch - für eine Orientierung über "klassische" (Rollen-)Bilder - ein Blick in die Literaturliste des vergangenen Semesters (per eMail bei der Dozentin erhältlich) bzw. in den bestehenden Seminarapparat und dort insbesondere in Kris/Kurz 1995 (Die Legende vom Künstler) und Vasaris Viten empfohlen.

Das Seminar ist für den Erwerb von Scheinen für das Zertifikat Interdisziplinäre & Interkulturelle Geschlechterstudien geeignet.

Literaturhinweise:

BÄTSCHMANN, Oskar. Ausstellungskünstler: Kult und Karriere im modernen Kunstsystem, Köln: DuMont, 1997 (33=AM.BAE/pb18400)
BELTING, Hans. Das unsichtbare Meisterwerk: Die modernen Mythen der Kunst, München: Beck, 1998 (33=AW.BEL/pb18690)
BETTINGER, Elfi [Hg.]. Maskeraden: Geschlechterdifferenz in der literarischen Inszenierung, Berlin: Schmidt, 1995 (mb15265)
BISMARCK, Beatrice v./Stoller, Diethelm/ Wuggenig, Ulf [Hg.]. Games. Fights. Collaborations. Das Spiel von Grenze und Überschreitung: Kunst und Cultural Studies in den 90er Jahren, Hatje Cantz: Ostfildern-Ruit b. Stuttgart, 1996 (UB Trier %)
BLESSING, Jennifer [Hg.], Rrose is a Rrose is a Rrose: Gender Performance in Photography, Ausst. Kat., New York: The Guggenheim Museum, 1997 (33=AIG/pb19908)
FRÜCHTL, Joseph/ ZIMMERMANN, Jörg/ BOHRER, Karl-Heinz [Hg.]. Ästhetik der Inszenierung: Dimensionen eines künstlerischen, kulturellen und gesellschaftlichen Phänomens, Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 2001 (UB Trier %)
GOFFMAN, Erving. Wir alle spielen Theater: Die Selbstdarstellung im Alltag, München: Piper, 1976 (39=EK/sn13061(3))
GROBLEWSKI, Michael [Hg.]. Kultfigur und Mythenbildung: Das Bild vom Künstler und sein Werk in der zeitgenössischen Kunst, Hrsg. Michael Groblewski, Berlin: Akademie-Verlag, 1993 (33=BZG.BA/pb17750)
HOFFMANN-CURTIUS, Kathrin/ WENK, Silke [Hg.]. Mythen von Autorschaft und Weiblichkeit im 20. Jahrhundert, Marburg: Jonas, 1997 (33=WK/pb10255-6,2) JONES, Amelia [Hg.]. Performing the body, performing the text, London/New York: Routledge, 1999 (UB Trier %)
KUSPIT, Donald. Der Kult vom Avantgarde-Künstler, Klagenfurt: Ritter, 1995 (33=AW.KUS/pb16782)
NEUMANN, Eckhard. Künstlermythen: Eine psycho-historische Studie über Kreativität, Frankfurt/M 1986 (lb24676)
PHELAN, Peggy. Unmarked: The Politics of Performance, London/New York: Routledge, 1993 (33=pb 19513)
RUPPERT, Wolfgang. Der moderne Künstler. Zur Sozial- und Kulturgeschichte der kreativen Individualität in der kulturellen Moderne im 19. und frühen 20. Jahrhundert, Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1998 (pb19793)
SOUSLOFF, Catherine M.. The Absolute Artist. The Historiography of a Concept. Minneapolis: Univ. of Minnesota Press, 1997 (UB Trier %)
SCHULZE, Gerhard. Die Erlebnis-Gesellschaft: Kultursoziologie der Gegenwart, Frankfurt/Main [u.a.]: Campus-Verl., 1996 (39=WA/sn36580(6):a)
WEISSBERG, Liliane [Hg.]. Weiblichkeit als Maskerade, Frankfurt a. M.: Fischer Tb., 1994 (pb16348)
WILLEMS, Herbert [Hg.]. Inszenierungsgesellschaft: Ein einführendes Handbuch, Opladen [u.a.]: Westdt. Verl., 1998 (39=AJ/sn42630)
WULFFEN, Thomas [Aut./Hg.]. Betriebssystem Kunst, Kunstforum International, Bd. 125, 1994 (33=z8278)
ZWEITE, Armin/ KRYSTOF, Doris/ SPIELER, Reinhard [Hg.]. Ich ist etwas Anderes, Ausst. Kat., Düsseldorf: Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, 2000 (UB Trier %)
Weitere Literatur insb. zu den einzelnen Schwerpunkten und Referatsthemen wird im Seminar bekanntgegeben.