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The Force Won't Be With You. Eco-Dystopia Galore!

Vortrag | Lecture
im Rahmen von "Bended Realities 2016: Black To The Future", Offenbach, 03.-06.06.2016 | June 3-6, 2016

[Pls. scroll down for the German version | Deutsche Fassung s.u.]

Will future earth be dominated by insects? Or will insects rather be praised for their valuable contribution to the survival of mankind? Between the vast fields hosting crops reserved for bio fuel, will there remain some tiny green for keeping some biodiversity and/or allotment gardening? Or will the latter be a privilege of rich city dwellers growing cocktail tomatoes and Italian herbs in terracotta pots on the sunny rooftop terraces of their condos in luxury high-rises decorated with environment awards? Or will GM corn save the world from hunger after TTIP has been successfully pushed through? Or will agricultural self-sustainment anyway be a topic relevant only for the happy few who have made their reservations for corporate space programmes and who will then take care of potato growth on Mars?

Facing the dead-end of Anthropocene, it is all but easy to answer questions dealing with the neatly interwoven complexes of ecology and economy, technology and politics. Not only because these answers will be probably even more uncomfortable than the questions already suggest. But then there's still the option of looking back to the future, to recall the reflections, considerations and visions of those who have been thinking about these very topics when yesterday has been tomorrow. Probably it is no coincidence that some of these visions of the future are mirrored not only in nowadays utopias and dystopias – but also in images of our present reality…

[deutsch | german]

Wird die Erde in nicht allzu ferner Zukunft von Insekten beherrscht werden – oder dürfen sie eher einen unersetzlichen Beitrag zum Überleben der Menschheit leisten? Wird es zwischen gigantischen Monokultur-Feldern, deren Ernte für so genannten Biosprit reserviert ist, noch kleine Grünstreifen für den Erhalt der Artenvielfalt und/oder Kleingärtnerei für den Eigenbedarf geben? Oder ist Letzteres nur für privilegierte Städter vorgesehen, die auf den sonnigen Dachterrassen ihrer mit Umweltpreisen bedachten Eigentumswohntürme in Terracotta-Töpfen Cocktailtomaten und italienische Kräuter züchten? Oder wird Genmais die Sache mit dem Welthunger schon richten, wenn TTIP erstmal durchgebracht ist? Oder werden sich sowieso nur noch diejenigen, die rechtzeitig ihren Platz in privaten Raumfahrtprogrammen buchen konnten, mit agrikultureller Selbstversorgung befassen – beispielsweise dem Kartoffel-Anbau auf dem Mars?

Im ausgehenden Anthropozän lassen sich Fragen zu den eng miteinander verflochtenen Komplexen von Ökologie und Ökonomie, Technologie und Politik vielleicht schwerer denn je beantworten. Nicht nur, weil die Antworten noch weitaus unangenehmer ausfallen könnten als es die Fragen bereits implizieren. Immerhin gibt es die Möglichkeit, einen Blick zurück nach vorn zu werfen und zu schauen, was sich den Überlegungen jener abgewinnen lässt, die sich hierzu schon Gedanken gemacht haben, als gestern noch morgen gewesen ist – zumal es wohl kein Zufall ist, dass sich einige dieser Zukunftsvisionen nicht nur in aktuellen Uto- und Dystopien wiederfinden, sondern auch Bildern von realer Gegenwart durchaus ähnlich sehen…

projekte: (UN)SICHTBARE STADT, Kulturen der Nachhaltigkeit, TechnoNaturKulturen, Urbane Biotope : Biotop Stadt

dachprojekt: (UN)SICHTBARE STADT

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