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Ästhetik und Kommunikation der Arten

Forschungs-Workshop
Goethe-Universität Frankfurt am Main, 18.719.12.2018

Zu den zentralen Grundeinheiten der Biologie gehört bis heute die Einteilung der Lebewesen in Arten. Wie kaum ein anderes Konzept hat sie unsere Vorstellungen von einer hierarchischen "Ordnung der Natur" geprägt, die wiederum von erheblichem Einfluss auf das Verständnis und Selbstverständnis des Menschen, seinen Denk- und Handlungsradius und dessen Konsequenzen für die belebte und unbelebte Welt waren und sind.

Allerdings haben sich mit der Zeit nicht nur die Auffassungen davon, was eine Art ist, was sie von anderen Arten unterscheidet und was sie mit anderen Arten verbindet, ausdifferenziert und verändert. Ähnliches gilt auch für die Frage danach, ob, wie und zu welchen Enden Arten unter- bzw. miteinander kommunizieren (können) – und die Wege, auf denen möglichen Antworten nachgegangen wird. So haben sich im Zuge eines von Donna Haraway inspirierten "species turn" Ansätze für eine auf Multi-Spezies-Perspektiven abzielende Forschung entwickelt. Im Mittelpunkt des Interesses stehen hier "neue Formen von Beziehungen, die sich aus nichthierarchischen Allianzen, symbiotischen Bindungen und der Vermischung kreativer Agenten ergeben" (Kirksey & Helmreich 2010). Dies wiederum schließt nicht zuletzt die Hinterfragung tradierter Wissensordnungen und Entwicklung von Methoden ein, die auf inter- und transdisziplinäre Ansätze setzen, mit denen auch Theorien und Praktiken neue Relationen eingehen können.

Aber was heißt das eigentlich genau? Welche Potenziale und welche Probleme können sich hieraus speziell für die Auseinandersetzung mit Aspekten der Ästhetik und Kommunikation der Arten ergeben – einem Forschungsfeld, das auf vielfältige Weise wissenschafts- und kulturgeschichtlich präformiert ist?
Hierüber wollen wir in unserem Workshop-Kolloquium ausgehend von den konkreten Arbeitsschwerpunkten, Projekten und Forschungsfragen der Beteiligten diskutieren.

Konzeption & Organisation: Jessica Ullrich & Verena Kuni

projekte: Botanische Mediologie, [IN]VISIBILIA, Insekten-Imagologie, (UN)SICHTBARE TYPOLOGIEN, Metaphorologie der Medien, MEDIOLOGIEN, Metamorphosen, Pflanzen-Kommunikation, Kulturen der Nachhaltigkeit, TechnoNaturKulturen

dachprojekte: [IN]VISIBILIA, MEDIOLOGIEN, TechnoNaturKulturen

tags: agency, alltagskultur, anthropologie, ästhetik, bild & imagination, biodiversität, biologie, biowissenschaften, design, erzählen, film, fotografie, geschlecht, grün, instrumente, klang, klangkunst, kommunikation, körper, kulturgeschichte, kunst & medien, kunst & wissenschaft, materielle kultur, medienkulturen, metamorphose, methodologie, mimesis, mimikry, modelle, musik, natur, naturgeschichte, ökologie, popkultur, soziologie, subjekt & autorschaft, technologie, topologien, umwelt, unsichtbarkeit, video, visuelle kultur, wissenskulturen

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