2019-11-20
Jede einzelne Bewertung auf dem Portal Famulatur-Ranking.de01 halten wir für wichtig. In unseren Listen 'Aufwandsentschädigung für Famulatur'02' zitieren wir für bewertete Kliniken die 'Gesamtnote' aller Bewertungen, wenn der Berichtszeitraum (Ende des 'Tertials', i.d.R. tatsächlich ein Monat) weniger als drei Jahren zurück liegt.
Bei mehreren Bewertungen über ein Krankenhaus finden Sie die Spanne von der besten bis zur schlechtesten Note, jeweils auf eine Nachkommastelle gerundet. Ist die mittlere Note mit zwei Nachkommastellen angegeben, gab es mehr als drei Bewertungen. Die mittlere Note ist dann der Median (bei einer geraden Anzahl der Mittelwert des unteren und oberen Medians).
Die Angabe der Noten ist mit einem Link zur Liste der Bewertungen bei Famulatur-Ranking.de unterlegt. Das Datum der Auswertung wird beim 'Mouse over' sichtbar. Im Idealfall einer lebhaften Mitwirkung der Studierenden kann unser Notenzitat schon im nächsten Moment veraltet sein.
Gelegentlich existieren zu einem Krankenhaus zwei verschiedene Listen. Wir führen dann die Noten beider Listen zusammen und schließen die Angabe der Noten mit einem ! ab, das mit dem Link zur zweiten Liste unterlegt ist; auch dann, wenn sich in der einer der Listen keine aktuellen Bewertungen finden.
Letzte Überprüfung: 2019-11-20
01 https://www.famulatur-ranking.de/ | kuni.org/to/tybRL
02 https://www.kuni.org/h/neues/beitrag/67#einzelbeit
rag | kuni.org/to/ttyRL
2019-08-01
Die Aufwandsentschädigung für Studierende im praktischen Jahr (PJ) war zuletzt vor drei Jahren (zum 1.08.2016) angehoben worden01. Die Anhebung zum 1.08.201902 ist nicht nur längst überfällig, sie bleibt auch weit unter den Forderungen des Deutschen Ärztetages nach einer Aufwandsentschädigung in Höhe eines Referendariatsgehaltes03.
Bei allen Krankenhausträgern, die implizit oder explizit abgeben, den "BAFöG-Höchstsatz" zu zahlen, oder sogar noch völlig veraltete Beträge wie z.B. 597 € erwähnen, sollten die Studierenden auf den ab 1.08.2019 geltenden Betrag hinweisen.
Letzte Überprüfung: 2019-08-01
01 https://www.kuni.org/h/neues/beitrag/883#einzelbei
trag | kuni.org/to/FHQRC
02 https://www.bafög.de/de/-13-bedarf-fuer-studiere
nde-230.php | kuni.org/to/FLrRC
03 https://www.bundesaerztekammer.de/aerztetag/besch
lussprotokolle-ab-1996/112-daet-2009/punkt-viii/a
erztliche-ausbildung/5-praktisches-jahr/ | kuni.org/to/tvRRC
2019-03-17
Scheitern die Tarifverhandlungen zwischen der Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) und der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA), berichten darüber die Nachrichtensendungen01. Unvergessen der wochenlange Arbeitskampf des MB 2006, bis die VKA überhaupt zu einem arztspezifischen Tarifvertrag mit dem MB bereit war. Der Tarifvertrag Ärzte/VKA war mehr als ein Jahrzehnt Goldstandard für viele MB-Tarifverträge mit anderen Arbeitgebern.
Am Verhandlungstisch sitzt nach dieser langen Zeit eine andere Generation. Ein Paradigmenwechsel war die Vorbereitung des MB auf die aktuellen Verhandlungen: Ärztinnen und Ärzte haben nicht nur in sehr großer Zahl an der Basis die Forderungen mit erarbeitet, sondern sich auch entschlossen gezeigt, kein Verhandlungsergebnis ohne eine grundlegende Verbesserung der Versorgung ihrer Patientinnen und Patienten zu akzeptieren. Dazu kommen der katastrophale Engpass im Öffentlichen Gesundheitswesen, der imperativ einen MB-TV verlangt, und nicht zuletzt die unverzichtbare Tarifsicherungsklausel (wir berichteten hier02).
Die stationäre Versorgung muss dringend verbessert werden! Dass der MB Eckpunkte wie
überhaupt in den Katalog der Forderungen03 schreiben musste, ist Anlass zum Fremdschämen. Die aktuelle Pressemittelung der VKA vom 13.03.201904 verkennt mit "auf unbestimmte Zeit vertagt" den Ernst der Lage, wenn der MB die Tarifverhandlungen resigniert abgebrochen hat und inzwischen als gescheitert erklären musste05.
Letzte Überprüfung: 2019-03-17
01 https://www.tagesschau.de/inland/klinikaerzte-103
.html | kuni.org/to/MFsRc
02 https://www.kuni.org/h/neues/schlagwort/koalitions
freiheit#schlagwort | kuni.org/to/32KRT
03 https://www.marburger-bund.de/bundesverband/tarif
politik/vka-tarifrunde-2019 | kuni.org/to/XDMRc
04 https://www.vka.de/pressemitteilungen/2019-03-13-
krankenhaeuser-bieten-5-4-prozent-fuer-aerztinnen
-und-aerzte-tarifverhandlungen-ohne-ergebnis-vert
agt-462 | kuni.org/to/XhmRc
05 https://www.marburger-bund.de/bundesverband/press
emitteilung/tarifverhandlungen-mit-der-vka-sind-g
escheitert | kuni.org/to/X84Rc
2019-01-26
Wenn wir einen Preis für praxisfernes Handeln einer Klinikverwaltung zu vergeben hätten, das wäre eine Topkandidatin, die bei der Vergütung einer ungeplanten ärztlichen Überstunde Pausenzeit abgezogen hat. Der Landesverband Niedersachsen der Ärztegewerkschaft Marburger Bund musste für sein Mitglied durch zwei Instanzen klagen, um ihm zum seinem Recht zu verhelfen, wie er hier berichtet.
Überzeugend die von ihm angeführte ständige Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts: Ruhepausen im Sinne des Arbeitszeitrechts sind Unterbrechungen der Arbeitszeit von bestimmter Dauer, die der Erholung dienen. Dabei muss es sich um im Voraus festliegende Unterbrechungen der Arbeitszeit handeln, in denen der Arbeitnehmer weder Arbeit zu leisten oder sich dafür bereitzuhalten hat.
Wir gratulieren zum Erfolg.
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2019-01-21, aktualisiert: 2019-08-24
Im Prinzip Ja,
jedenfalls das Streichen des Rechts der Studierenden auf Studientage, um sich besser auf die staatliche Prüfung vorbereiten zu können: Schon mit dem Inkrafttreten dieser Regelung zum Mai 2014 wurden Studientage überall gestrichen.
Unter der Hand wurde darauf verwiesen, dass die Anzahl der zulässigen Fehltage um 10 vergrößert worden sei. Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund vertritt zu Recht den Standpunkt, "Fehltage sind keine Studientage. Studientage sind Tage, an denen Studierende lernen."01
Konsequent hat die 54. Hauptversammlung des Marburger Bundes den Erhalt von Studientagen gefordert.02
Frage an Radio Eriwan: Haben sich die Bedingungen an allen Unis entsprechend verschlechtert?
(mehr …)
2018-12-08
Nein, die Listen zur Aufwandsentschädigung im PJ in diesem Blog sind nicht brandaktuell, weil wir "brandaktuell" für kein taugliches Attribut halten. Es suggeriert vielleicht eine Steigerung von aktuell, ist aber nur synonym zu "das Allerneueste", "am Puls der Zeit", "hochaktuell", "hochmodern" etc.01. Die Listen Aufwandsentschädigung im PJ unseres Blogs gibt es schon länger als ein Jahrzehnt02, noch länger schon werden Medizinstudierende in diesem letzten Abschnitt ihres Studiums zur praktischen Ausbildung als billige Arbeitskraft ausgebeutet.
(mehr …)
2018-11-17
Was habe ich davon, fragen Sie sich vielleicht? Die Karten haben doch bisher schon ihren Zweck erfüllt.
Dank an MiKa, den Programmautor des WordPress Plugins OSM, für die neue Version (5.1.1) und seinen Rat.
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2018-08-06
Da der Staffserver der Universität Marburg eingestellt werden wird, sind die Seiten von https://www.staff.uni-marburg.de/~kunih/ nach https://www.kuni.org/h/ umgezogen.
Bitte korrigieren Sie Ihr Lesezeichen.
2018-04-06
Im Prinzip Ja,
im Kampf um gute Arbeitsbedingungen und gegen Ausbeutung erlebte die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) von jeher den Versuch der Arbeitgeber, mit diesem klassischen Instrument des Machtsmissbrauchs einen Keil in die Solidarität der Beschäftigten und der sie vertretenden Gewerkschaften zu treiben. Mit dem Rückgriff auf Latein01 will Radio Eriwan auf eine Methode verweisen, die es schon immer abzuwenden galt, aktuell auch nach dem Inkrafttreten des Tarifeinheitsgesetzes; siehe die Beiträge zum Schlagwort "Koalitionsfreiheit"02.
Frage an Radio Eriwan: Kann gewerkschaftliche Solidarität dagegen etwas ausrichten?
Im Prinzip Ja,
nicht nur Spartengewerkschaften wie der MB hatten gegen die Einschränkung der Koalitionsfreiheit vor dem Bundesverfassungsgericht geklagt, sondern mit Verdi auch eine Branchen- und DGB-Gewerkschaft. Das Zusammentreffen in Karlsruhe haben die Juristen von MB und Verdi konstruktiv genutzt: Eine in allen Kollisionsfällen wirksame tarifdispositive Abrede soll verhindern, dass der Tarifvertrag der jeweils anderen Gewerkschaft durch eine Mehrheitsfeststellung im Betrieb verdrängt werden kann. Die Regelung soll bei jedem Tarifabschluss festgeschrieben werden. Die beiden Gewerkschaften haben diese Übereinkunft am 2017-12-01 unterzeichnet0304.
Frage an Radio Eriwan: Ist die Sicherung gegen eine Verdrängung des MB-Tarifvertrags durchzusetzen?
Im Prinzip Ja,
wie zu erwarten, wollten Arbeitgeber auf das machiavellische Instrument, Gewerkschaften gegeneinander auszuspielen, nicht verzichten. Deshalb kamen die Tarifverhandlungen zwischen dem Klinikverbund der gesetzlichen Unfallversicherung (BG Kliniken) und dem MB ins Stocken05. Schließlich konnte der MB sich gegen einen bedeutenden Arbeitgeber auf Bundesebene durchsetzen. Inzwischen gehört der für den MB unverzichtbare Zusatz schon zur Routine, wie die Abschlüsse mit der Sana Kliniken AG06 und der Asklepios Kliniken GmbH & Co KG a.A.07 zeigen.
Der Landesverband Hessen des MB konnte beim Tarifabschluss mit dem Land Hessen 2018 eine Regelung vereinbaren, die auch auf Landesebene bei einen großen Arbeitgeber die Achtung gewerkschaftlicher Solidarität festschreibt08.
Frage an Radio Eriwan: Differente MB-Tarifverträge mit verschiedenen Arbeitgebern, divide et impera auf Seiten des MB?
Im Prinzip Ja,
so scheint es. Ein Arbeitgeber kann jedoch einfach den TV-Ärzte VKA, den Goldstandard09, zugrunde legen. Wenn er es dennoch vorzieht, mit dem MB einen eigenen maßgeschneiderten Tarifvertrag auszuhandeln, will er nicht selten sich auch mit spezifischen Vorzügen bei einer Stellenausschreibung profilieren und seine angestellten Ärztinnen und Ärzte besser an sich binden können.
Letzte Überprüfung: 2020-04-27
01 https://de.wikipedia.org/wiki/Divide_et_impera | kuni.org/to/3vRRT
02 https://www.kuni.org/h/neues/schlagwort/koalitions
freiheit#schlagwort | kuni.org/to/32KRT
03 https://www.marburger-bund.de/bundesverband/press
emitteilung/verdi-und-marburger-bund-unterzeichne
n-vereinbarung-zum-umgang-mit | kuni.org/to/fy9Rf
04 https://www.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++
co++609f5f26-d697-11e7-beaf-525400b665de | kuni.org/to/hZWRT
05 https://www.marburger-bund.de/bundesverband/press
emitteilung/bg-kliniken-stellen-tarifvertraege-fu
er-aerzte-frage | kuni.org/to/ftFRf
06 https://www.marburger-bund.de/bundesverband/press
emitteilung/marburger-bund-erzielt-tarifeinigung-
mit-sana-kliniken-ag | kuni.org/to/6cYRf
07 https://www.marburger-bund.de/bundesverband/press
emitteilung/einigung-mit-asklepios-auf-neuen-konz
ern-tarif | kuni.org/to/6YVRf
08 https://www.marburger-bund.de/hessen/tarifvert
raege | kuni.org/to/bhYR5
09 https://www.kuni.org/h/neues/beitrag/1801#einzelbe
itrag | kuni.org/to/h5fRT
2017-11-24
Der Marburger Bund Landesverband Baden-Württemberg macht auf eine drohende Verjährung von Ansprüchen aus dem Jahr 2014 zum Jahresende 2017 aufmerksam 01.
Grund: 2014 hatten Arbeitgeber begonnen, eine Inanspruchnahme von Ärztinnen und Ärzten in der Rufbereitschaft nicht bei der Berechnung der Entgeltfortzahlung bei Urlaub oder während einer Krankheit zu berücksichtigen. Sie meinten sich dazu berechtigt, weil diese Inanspruchnahme nach dem selben Satz wie Überstunden vergütet worden war. Das Bundesarbeitsgericht hat am 6.09.2017 (Az.: 5 AZR 429/16) geurteilt, dass diese Praxis rechtswidrig ist 02.
Da das Urteil erst in 2017 gefällt worden ist, sollten betroffene Ärztinnen und Ärzte natürlich auch für Jahre 2015 bis 2017 offene Ansprüche einfordern. Mitglieder der Ärztegewerkschaft Marburger Bund können im Zweifel den Rat der juristischen Profis ihres Landesverbandes suchen.
Wir gratulieren dem MB Lv Baden-Württemberg, der schon seit 2015 die in seinen Augen rechtswidrige Praxis bekämpft und sein Mitglied bis zur letzten Instanz schließlich erfolgreich vertreten hat.
Letzte Überprüfung: 2021-07-19
01 https://www.marburger-bund.de/baden-wuerttemberg/
meldungen/bag-entscheidung-zur-entgeltfortzahlung
-verjaehrung-droht | kuni.org/to/hfgRW
02 https://www.bundesarbeitsgericht.de/entscheidung/
5-azr-429-16/ | kuni.org/to/Kfpx
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