2026-03-08
Warum melden?
Weil Sie anonym bleiben, die Täter (es sind i.d.R. Männer) über ihre Wirkungsstätte jedoch kenntlich machen können. Damit warnen Sie andere, dort eine fachärztliche Weiterbildung zu beginnen. Wie Umfragen der Ärztegewerkschaft Marburger Bund aufgedeckt haben, ist Sexismus während der Weiterbildung häufig01.
Denn sind Betroffene bereits in der fachärztlichen Weiterbildung, können sie nicht mehr, auch nicht anonym, die Klinik/Abteilung benennen, um andere zu warnen. Denn die Täter wissen natürlich, wer bei der überschauberen Zahl von Weiterzubildenden die Hinweise gegeben haben könnte. Das ist dann nicht nur das Ende der Weiterbildung an dieser Klinik, sondern bei einer Vernetzung von Klinik-Chefs praktisch das Ende der Weiterbildung überhaupt.
Wem melden?
Dem Landesverband der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, dessen Mitglied sie wohl schon sind oder es aus diesem Anlass werden. Aber auch ohne eine Mitgliedschaft beim MB helfen Sie damit Ärztinnen in der Weiterbildung.
Vor allem sollten Sie im Portal PJ-Ranking.de einen Beitrag dazu veröffentlichen. Dort ist Ihre Anonymität gewahrt; sie können aber die Klinik benennen und ggf. auch die Hierarchiebene des Täters. In diesem Portal orientieren sich viele Studierende vor einem Tertial über die Arbeitsbedingungen, die sie erwarten.
Letzte Überprüfung: 2026-03-08
01 https://www.kuni.org/h/neues/beitrag/2921036#einz
elbeitrag | www.kuni.org/to/ZxpRr
2026-02-25, aktualisiert: 2026-04-24
In einem früheren Beitrag haben wir 2024 Berichte aus PJ-Ranking über Seximus zusammengestellt.01. Wer sie durchsieht, muss sich fragen, warum es aus der ärztlichen Weiterbildung und Berufstätigkeit keine vergleichbaren Meldungen gab und gibt.
Der Landesverband Hamburg hat zur Beantwortung dieser Frage mit einem verstörenden Befund beigetragen: Die Hierarchie in Kliniken ist so ausgeprägt, eine Anonymisierung wegen des abgegrenzten Personenkreises de facto unmöglich und die Abhängigkeit von den Vorgesetzten vor allem während der Weiterbildung so groß, dass jede individuelle Äußerung über einen Missstand wie einen sexistischen Übergriff das berufliche Aus bedeutet. Umso wichtiger, dass nun in Hamburg das von den Umständen erzwungene Schweigen durchbrochen worden ist. Nach vertraulichen Hilfeersuchen Betroffener wurden durch eine anonymisierte Befragung erschreckende Missstände mit einer Pressemitteilung02 aufgedeckt und die Umfrageergebnisse03 publiziert.
Das veranlasste den MB-Landesverband Bayern zu einer eigenen "Blitzumfrage"04, die vergleichbaren Machtmissbrauch und Sexismus aufdeckte05.
Der MB-Landesverband Saarland hat eine "Bildergalerie" unter dem Motto "Wir dachten, wir wären schon weiter", die Machtmissbrauch und Sexismus in der Medizin anprangert06.
Inzwischen liegen such die Ergebnisse einer Befragung durch den Landesverband Sachsen des MB vor. Sie decken sich mit denen aus den anderen Landesverbänden07.
Der Bundesverband des MB hatte eine bundesweite Befragung aufgelegt, wie die bisherigen Umfragen der Landesverbände auf vertraulicher Basis. Inzwischen liegen die Ergebnisse dieser Umfrage vor. Auf bedrückende Weise bestätigen sie das bisherige Bild über die Landesgrenzen der bisherigen Umfragen hinweg08.
Drei Viertel der Betroffenen melden die erlebten Vorfälle nicht (74 %): Es gibt vor allem Zweifel an der Wirksamkeit von Konsequenzen (82 %) und Sorge vor beruflichen Nachteilen (61 %). Auch der Mangel an vertraulichen oder anonymen Meldewegen (53 %) und das Vermeiden einer Eskalation (51 %) werden häufig als Gründe genannt. Das unterstreicht die Wichtigkeit unsere Bitte an die Medizinstudierenden im praktischen Jahr im folgenden Absatz.
Alle Medizinstudierenden im praktischen Jahr (PJ) werden gebeten, weiterhin im Portal PJ-Ranking09 über Sexismus in der Medizin zu berichten und dabei wie bisher "Ross und Reiter zu nennen". Wir greifen das dann auf und ordnen die Berichte in unseren Webseiten "Aufwandsentschädigung im PJ"10 und "Positivlisten Krankenhaus mit Kita"11 den entsprechenden Kliniken zu.
Letzte Überprüfung: 2026-04-24
01 https://www.kuni.org/h/neues/beitrag/2920905#einz
elbeitrag | www.kuni.org/to/ZmyRr
02 https://www.marburger-bund.de/hamburg/pressemitte
ilung/erschreckende-ergebnisse-der-mb-mitgliederu
mfrage-unter-aerztinnen-und | www.kuni.org/to/ZsZRr
03 https://www.marburger-bund.de/sites/default/files
/files/2025-09/Ergebnis%20der%20MB-Mitgliederumfr
age%20-%20Grafische%20Darstellung_1.pdf | www.kuni.org/to/ZcmRr
04 https://www.marburger-bund.de/bayern/meldungen/um
frage-zeigt-machtmissbrauch-diskriminierung-und-i
ntransparenz-kliniken | www.kuni.org/to/ZRTRr
05 https://www.marburger-bund.de/sites/default/files
/files/2025-10/251010_MB%20Umfrage%20F%C3%BChrung
skultur_Auswertung.pdf | www.kuni.org/to/ZQwRr
06 https://www.marburger-bund.de/saarland/sexismus | www.kuni.org/to/ZhfRr
07 http://www.marburger-bund.de/sites/default/files/
files/2026-04/Gesamtauswertung%20%E2%80%93%20MB-B
efragung-2026%20%E2%80%93%20Sachsen.pdf | www.kuni.org/to/mTLRr
08 https://www.marburger-bund.de/bundesverband/press
emitteilung/machtmissbrauch-und-sexuelle-belaesti
gung | www.kuni.org/to/mWZRr
09 https://www.pj-ranking.de/ | www.kuni.org/to/n8Lb
10 https://www.kuni.org/h/neues/beitrag/396#einzelbe
itrag | www.kuni.org/to/BwdR6
11 https://www.kuni.org/h/neues/beitrag/85#einzelbei
trag | www.kuni.org/to/MZQR6
2024-12-19
Mit dem neunundzwanzigsten Gesetz zur Änderung des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (29. BAföGÄndG) ist die PJ-Aufwandsentschädigung vom bisher 812 € auf jetzt 855 € angehoben worden 01.
Die Änderung ist die Summe aus der Anhebung für den "Grundbedarf" vom 452 € auf 475 € und der "Wohnpauschale" von 360 € auf 380 €.
Aus diesem Anlass möchten wir an die erhebliche Differenz zur Forderung des Deutschen Ärztetages nach einer Aufwandsentschädigung in Höhe eines Referendariatsgehaltes erinnern (Beschlussprotokoll des 108. Deutschen Ärztetages 2005(!), S. 48).02. Dieses ist vom Bundesland abhängig. Eine Tabelle hat z. B. die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) bereitgestellt, die eine Anhebung für überfällig bezeichnet.03
Letzte Überprüfung: 2024-12-19
01 https://www.recht.bund.de/bgbl/1/2024/249/VO.h
tml | www.kuni.org/to/FQfRP
02 https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_
upload/_old-files/downloads/Beschluesse108.pdf | www.kuni.org/to/nMwRQ
03 https://www.gew.de/vorbereitungsdienst/bezahlung-
im-vorbereitungsdienst | www.kuni.org/to/nS7RQ
2024-03-21
Für das praktische Jahr für Medizinstudierende (PJ) gibt es eine in der Approbationsordnung festgelegte maximale Aufwandsentschädigung vom 812 €; unverändert seit dem 1.08.2022(!)01. Bei einer Wochenarbeitszeit von 38,5h errechnet sich ein Stundenlohn von nur 5,27 €! Dieser krasse Wert, der an sich schon eine Ausbeutung signalisiert, wird in vielen Kliniken noch dadurch unterboten, dass im Extremfall nur ein kostenloses Mittagessen auf der Habenseite steht. Diese Verhältnisse werden dadurch gerechtfertigt, dass im PJ nicht die Arbeit im Vordergrund stünde, sondern die Ausbildung. Wer das glaubt, hat die Berichte der Studierenden in PJ-Bewertungsprotal PJ-Ranking02 nicht gelesen. In unseren Listen 'Aufwandsentschädigung im PJ'03 gibt es einen Überblick zum Notenspektrum der Bewertungen.
Die Bewertungen sind vor allem für die Universitätskliniken immer wieder verheerend. Das ist der Grund, warum Sie zu diesem Thema bilanzierende Beiträge lesen können, wie 'Gibt es was Neues im Ausbeutungstrainingslager PJ'04 und 'Frage an Radio Eriwan: Höhere PJ-Aufwandsentschädigung, niedrigere Qualität?05'
Es finden sich darüber hinaus Berichte der Studierenden, in denen explizit eine als krass wahrgenommene Ausbeutung geschildert werden. Zitiert werden hier Berichte, wenn der Berichtszeitraum (Ende des Tertials) drei Jahre und weniger zurück liegt. Die betroffenen Universitätskliniken und Lehrkrankenhäuser werden mit dem Symbol
gekennzeichnet.
Anmerkung: Gegen Ende 2024 ist der maximale Betrag um 2,8 % auf 855 € angehoben worden06, was natürlich die Aussage dieses Beitrags nicht ändert.
Letzte Überprüfung: 2025-03-29
01 https://www.kuni.org/h/neues/beitrag/2920321#einz
elbeitrag | www.kuni.org/to/6WSRP
02 https://www.pj-ranking.de/ | www.kuni.org/to/n8Lb
03 https://www.kuni.org/h/neues/beitrag/396#einzelbe
itrag | www.kuni.org/to/BwdR6
04 https://www.kuni.org/h/neues/beitrag/2882521#einz
elbeitrag | www.kuni.org/to/zztRP
05 https://www.kuni.org/h/neues/beitrag/334#einzelbe
itrag | www.kuni.org/to/wv6RC
06 https://www.kuni.org/h/neues/beitrag/2920970#einz
elbeitrag | www.kuni.org/to/B2MRr
2024-02-06, aktualisiert: 2026-05-23
"Auch das noch! Chirurginnen werden knapp" titelte die ZEIT No 6 vom 1. Februar 2024 S. 28. und zitiert die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (dvmd): Es herrsche eine hohe Arbeitsbelastung, gepaart mit einem "misogynen und sexistischen Klima" und "längst überholten Rollenbildern", nachzulesen im "Berufsmonitoring Medizinstudierende 2022 – Ergebnisse einer bundesweiten Befragung (durch die Universität Trier) (Stand: 31.12.2023, PDF mit 8.3 MB).01
Besonders abschreckend scheint sich das Pflichttertial Chirurgie im Praktischen Jahr (PJ) auszuwirken: Die Option, chirurgisch tätig zu werden, zu Beginn des Medizinstudiums immerhin von 35% genannt, schmilzt nach dem PJ in diesem Fach auf nur noch 19%!
Das war ein Anlass, in PJ-Ranking.de nach Berichten über Sexismus und Frauenfeindlichkeit zu suchen. Zitiert werden Berichte, wenn der Berichtszeitraum (Ende des Tertials) drei Jahre und weniger zurück liegt.
So überschaubar die folgende Liste ist, jede Erfahrung mit Sexismus ist eine zu viel! Deshalb werden in den Listen "Aufwandsentschädigung im PJ" die betroffenen Universitätskliniken und Lehrkrankenhäuser mit dem Symbol
gekennzeichnet.
Letzte Überprüfung: 2024-02-25
01 https://www.kbv.de/media/sp/Berufsmonitoring_Medi
zinstudierende_2022.pdf | www.kuni.org/to/n4VRP
2023-07-18
Die Demonstration findet am Mittwoch, 19.07.2023, beginnend um 10:30h ab Bahnhof Gießen statt.
Weiteres dazu in der PM des MB-Landesverbandes Hessen01
Die Forderung "bundesweite Aufwandsentschädigung mindestens in Höhe des BAföG-Höchstsatzes" ist noch bescheiden, schließlich hat der 108. Deutsche Ärztetag eine Aufwandsentschädigung in Höhe eines Referendariatsgehaltes gefordert. Wir berichteten hier02.
Zeichnen Sie bitte auf jeden Fall die Online-Petition "Ausbildung statt Ausbeutung: Endlich ein #fairesPJ im Medizinstudium!" des bvmd (Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V.)03
Nicht zuletzt empfehlen wir unsere Listen "Aufwandsentschädigung im PJ: Klassengesellschaft", in denen Sie in jedem Bundesland Lehrkrankenhäuser in der "Premium-Klasse" mit einer maximalen Aufwandsentschädigung finden04
Letzte Überprüfung: 2023-07-18
01 https://www.marburger-bund.de/hessen/pressemittei
lung/fuer-ein-faires-pj | www.kuni.org/to/6SgRP
02 https://www.kuni.org/h/neues/beitrag/2920321#einz
elbeitrag | www.kuni.org/to/6WSRP
03 https://www.openpetition.de/petition/online/ausbi
ldung-statt-ausbeutung-endlich-ein-fairespj-im-me
dizinstudium | www.kuni.org/to/VRbRP
04 https://www.kuni.org/h/neues/beitrag/396#einzelbe
itrag | www.kuni.org/to/BwdR6
2022-07-28
Angehoben wurden im 27. BAföGÄndG die Beträge für den "Grundbedarf" von 325 € auf 360 € und für die "Unterkunft" von 427 € auf 452 €.01
Bei allen Krankenhausträgern, die implizit oder explizit angeben, den "BAFöG-Höchstsatz" zu zahlen, oder sogar noch veraltete Beträge erwähnen, sollten die Studierenden auf den ab 1.08.2022 geltenden Betrag hinweisen.
Nicht zuletzt sei auf die erhebliche Differenz zur Forderung des Deutschen Ärztetages nach einer Aufwandsentschädigung in Höhe eines Referendariatsgehaltes hingewiesen (Beschlussprotokoll des 108. Deutschen Ärztetages 2005, S. 48).02. Dieses ist vom Bundesland abhängig. Eine Tabelle hat z. B. die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) bereitgestellt, die eine Anhebung für überfällig bezeichnet.03
Letzte Überprüfung: 2022-07-28
01 https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=
Bundesanzeiger_BGBl&jumpTo=bgbl122s1150.pdf#__bgb
l__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl122s1150.pdf%27%
5D__1659026386110 | www.kuni.org/to/nw3RQ
02 https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_
upload/_old-files/downloads/Beschluesse108.pdf | www.kuni.org/to/nMwRQ
03 https://www.gew.de/vorbereitungsdienst/bezahlung-
im-vorbereitungsdienst | www.kuni.org/to/nS7RQ
2021-03-21, aktualisiert: 2026-01-18
Mehr als fünf Jahren nach dem letzten Blick01 in die Zustände beim praktischen Jahr (PJ) ist ein Update fällig.
Im PJ sollen Medizinstudierende Erfahrungen sammeln und sich Fertigkeiten aneignen können, damit ihnen die staatliche Zulassung zur selbständigen Tätigkeit als Ärztin oder Arzt (ärztliche Approbation) verliehen werden kann; zugleich der Eintritt in eine mehrjährige fachliche Weiterbildung. Im Kontrast zu diesem Anspruch war "Haken und Mund halten" nicht nur häufig im studentischen Portal PJ-Ranking02 zu lesen, sondern auch Berichte über einen Einsatz zu nicht-ärztlichen Tatigkeiten (z.B. Botengänge).
Die vorletzte Umfrage von Via medici des Thieme Verlags, für die wir mit einem Bericht über die Ergebnisse der Umfrage 2009 (Quelle inzwischen im Netz nicht mehr erreichbar) geworben hatten, war 2011 (Quelle inzwischen im Netz nicht mehr erreichbar); die letzte danach datiert auf 2014 (Quelle inzwischen im Netz nicht mehr erreichbar)! Durchgängig hatte in allen Umfragen die Chirurgie schlechter als die Innere Medizin und die Universitätskliniken schlechter als die Lehrkrankenhäuser abgeschnitten.
Wir haben die Berichte im Portal PJ-Ranking quasi als eine laufende Umfrage verwendet und für die beiden Hauptfächer Chirurgie (C) und Innere Medizin (I) die mittlere Note an den Universitätsklinika und den Lehrkrankenhäusern in den letzten drei Jahren bis Ende 2020 berechnet, jeweils für die drei Klassen Kl1: Premium-Klasse, Kl2: Fakultativ-Klasse und Kl3: Minimal-Klasse.

Unverändert gibt es bessere Noten für Innere Medizin als für Chirurgie und für Lekrkrankenhäuser (LKH) als für Universitätskliniken (Uni). Wer nun ein Chirurgie-Bashing erwartet, braucht nicht weiter zu lesen. Wir haben schon mehrfach darauf hingewiesen, dass das politisch gewollte Kaputtsparen der Krankenhäuser sich in Schwerpunktkliniken und Krankenhäuser der Maximalversorgung sowie in chronisch überlasteten Fachgebieten besonders verheerend auswirkt.
Dabei hat die Covid19-Pandemie in den Brennpunkt gerückt, dass die besonders gute Ausstattung deutscher Kliniken mit Intensivbetten und dafür qualifiziertem Personal unzählige Menschenleben gerettet hat. Eine hochentwickelte Chirurgie ist einer der wesentlichen Motoren für diese Entwicklung der Intensivmedizin und Anästhesie gewesen, die ihrerseits heute chirugische Eingriffe mit gutem Heilungsverlauf möglich macht, die vor Jahren noch undenkbar waren.
Allerdings soll das keine generelle Entschuldigung sein: Ein Durchsicht des Notenmedians in der Chirurgie zeigt erhebliche Unterschiede und damit Verbesserungsbedarf innerhalb der Unikliniken; die reichen in der Fakultativ-Klasse von 1,17 (das Universitätsklinikum Ausgburg mit 1,13 muss hier als Lehrkrankenhaus gewertet werden) bis 3,60 und in der Minimal-Klasse von 1,47 bis 3,3305.
Letzte Überprüfung: 2026-01-14
01 https://www.kuni.org/h/neues/beitrag/94#einzelbei
trag | www.kuni.org/to/2mDR7
02 https://www.pj-ranking.de | www.kuni.org/to/2bnR7
03 https://www.kuni.org/h/neues/aufwandsentschaedigu
ng-im-pj-chirurgie#aufwandsentschaedigung-im-pj-c
hirurgie-nach-noten | www.kuni.org/to/RMvRL
2021-01-10
Im Prinzip Ja,
bei beiden Pflichtfächern für das Praktische Jahr (PJ), Chirurgie und Innere Medizin, zeigt die Grafik klassenübergreifend, dass das Praktische Jahr (PJ) nur ausnahmsweise in der eigenen Ausbildungsstätte (Eigene Uni) absolviert wurde.

Kl: Klasse; Zuordnung der Heimat-Uni in den Listen Aufwandsentschädigung im PJ: Klassengesellschaft01; 1: Premium-, 2: Fakultativ-, 3: Minimal-Klasse.
Alle anderen Kriterien laut Bewertungsportal PJ-Ranking.de02
C: Alle chirurg. Fachrichtungen
I: Alle intern. Fachrichtungen
Ausland: LKH nicht in Deutschland (nur Ausland)
Über die Grenze: LKH lag in einem anderen deutschen Bundesland/Stadtstaat als die Heimatuni
LKH selbe Land: LKH lag im selben Bundesland/Stadtstaat wie die Heimatuni
Eigene Uni: PJ in der Heimatuni
Heimatuni ist ein Kriterium, das im Bewertungsportal PJ-Ranking.de gewählt werden kann. PJ-Ranking liefert dann alle Berichte, bei denen Studierende diese Universität angegeben haben, wobei die Berichte noch auf 'Alle chirurg. (oder intern.) Fachrichtungen' eingeengt werden können. Allerdings stehen nicht alle deutschen Universitäten und Ausbildungsstätten zur Wahl, an denen Medizin studiert werden kann: Neben den privaten Medizinausbildungsstätten fehlen auch die neueren öffentlichen wie Augsburg und Osnabrück. Es steht auch eine real nicht existierende zur Wahl: Saarbrücken. Wir vermuten, dass Studierende der einzigen Universität des Saarlandes Homburg/Saar diese Wahl getroffen haben.
Für die Grafik haben wir nur Berichte gezählt, die wir als aktuell einstufen: Im Zeitpunkt der Auswertung bis Ende des Tertials 12/2017 oder jünger. Begründet haben wir das in einem Beitrag, in dem Sie zugleich die jeweils betroffenen Fächer gelistet finden03. Ist eine Klinik Lehrkrankenhaus (LKH) mehrerer Universitäten, wurde sie bei allen mitgezählt. Als Heimatuni Witten/Herdecke wurden das HELIOS Klinikum Wuppertal und das Krankenhaus Mehrheim der Städt. Kliniken Köln gezählt und der Klasse 2 zugeordnet, die Heimatuni TU Dresden, bei der die Klassenzuordnung vom Fach abhängt, der Klasse 3.
Frage an Radio Eriwan: Ist die Abwahl der eigenen Uni vom (Haupt-)Fach abhängig?
Im Prinzip Ja,
klassenübergreifend haben die Studienden für das Haupfach Chirurgie (Alle chirurg. Fachrichtungen) häufiger ein LKH außerhalb des Bundeslandes/Stadtstaates ihrer Heimatuni oder sogar im Ausland gewählt als für das Haupfach Innere Medizin (Alle intern. Fachrichtungen), in den Klassen 1 und 2 gilt das auch für ein LKH im gleichen Bundesland/Stadtstaat.
Frage an Radio Eriwan: Siehst Du also Flucht statt Mobilität?
Im Prinzip Ja,
allerdings noch mehr Flucht dank Mobilität.
Letzte Überprüfung: 2021-01-10
01 https://www.kuni.org/h/neues/beitrag/396#einzelbei
trag | kuni.org/to/BwdR6
02 https://www.pj-ranking.de/ | kuni.org/to/n8Lb
03 https://www.kuni.org/h/neues/beitrag/2516911#einze
lbeitrag | kuni.org/to/bZfRL
2020-12-21
Im Prinzip Ja,
zeigt doch die Verteilung der Lehrkrankenhäuser (LKH) in den drei Klassen (Premium, Fakultativ und Minimal) generell eine deutliche Verschiebung zugunsten der Premium-Klasse beim Vergleich mit 2014, als Radio Eriwan dieses Thema behandelt hatte01.

Frage an Radio Eriwan: Ist diese Säulengrafik mit der aus 2014 vergleichbar?
Im Prinzip Ja,
allerdings lediglich die Haufigkeitsverteilung der Klassen in den Bundesländern. Die Höhe der Säulen ist nach einem anderen Maßstab errechnet worden: Den Statistiken des IMPP wurde die Anzahl der Studierenden entnommen, die Herbst 2019 und Frühjahr 2020 im Bundesland an der Prüfung M3 teilgenommen hatten02. Diese Anzahl wurde durch die Bevökerung des Bundeslandes 2019 dividiert03 und mit dem Resultat die Anzahl der Lehrkrankenhäuser im Bundesland gewichtet. Dieses Maß wird "Ausbildungsleistung" genannt.
Der Vergleich mit 2014 zeigt eine erfreuliche Verschiebung von der Minimal- zur Premium- und Fakultativ-Klasse.
Frage an Radio Eriwan: Ist die Anzahl der LKH gleich der, die LKH – handverlesen04 ausgibt?
Im Prinzip Ja,
allerdings gibt es im Einzelfall Abweichungen: LKH, die in einer Stadt unter dem Dach eines Trägers zusammenarbeiten, können in einem Eintrag mit Verweisen auf verschiedene Standorte auf der Karte zusammengefasst sein. Gibt es für verschiedene Fachgebiete (-kliniken) eines großen Universitätsklinikums dedizierte Beurteilungen bei PJ-Ranking, gibt LKH – handverlesen für eine Ausbildungsstätte mehrere Einträge aus. Bei der TU Dresden sind Aufwandsentschädigung und damit die Klassenzuordnung vom Fachgebiet abhängig. In diesem Sonderfall haben wir die Ausbildungsleistung je zur Hälfte der Fakultativ- und der Minimal-Klasse zugeordnet.
Frage an Radio Eriwan: Hat sich in den sechs Jahren alles verbessert?
Im Prinzip Nein,
Wie 2014 hinterlassen Universitätskliniken, die PJ-Studierende mit nicht mehr als einem freien Mittagessen abspeisen, in den Säulen tiefschwarze Spuren.
Letzte Überprüfung: 2020-12-21
01 https://www.kuni.org/h/neues/beitrag/398#einzelbei
trag | kuni.org/to/VtKR7
02 https://www.impp.de/informationen/berichte/ergebn
isberichte/medizin.html | kuni.org/to/VHcR7
03 https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_deutschen
_Bundesl%C3%A4nder_nach_Bev%C3%B6lkerung | kuni.org/to/VLpR7
04 https://www.kuni.org/h/neues/lehrkrankenhaus-handv
erlesen#lehrkrankenhaus-handverlesen | kuni.org/to/mg3R7
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